Die Geesthachter Gleichstellungsbeauftragte Anja Nowatzky (rechts) und ihre Lauenburger Kollegin Laura Hasse haben verschiedene Aktionen zum Motto „Sag nein zu Gewalt gegen Frauen“ vorbereitet. Foto: Stadt Geesthacht – Katharina Richter
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Geesthacht (LOZ). Geschlechtsspezifische Gewalt fängt bei Alltagssexismus an und endet mit Femiziden. Diese Gewalt ist allgegenwärtig und fest in patriarchalen Strukturen verankert. In Deutschland ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen, das sind mehr als 12 Millionen Frauen.

Alle 45 Minuten wird eine Frau in Deutschland durch ihren Partner gefährlich körperlich verletzt. Jeden dritten Tag tötet ein Mann seine (Ex-)Partnerin. Gewalt gegen Frauen ist ein Thema, das für viele Menschen immer noch Tabu ist und über das man sich nicht traut zu sprechen. Zu tief sitzt oft die Scham über die eigenen Probleme gerade dort, wo viele auf eine heile Welt hoffen. Anlässlich des „Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ finden in diesem Jahr wieder zahlreiche Aktionen in Geesthacht statt.

Von Montag, 20. November, bis Sonnabend, 25. November, hat die Geesthachter Gleichstellungsbeauftragte Anja Nowatzky zusammen mit ihrer Lauenburger Kollegin Laura Hasse einen Selbstbehauptungsparcours der Frauenberatung Herzogtum Lauenburg in Schwarzenbek in der Stadtbücherei Geesthacht, Rathausstraße 58, organisiert. Alle Besucher können sich dabei an acht Stationen über unterschiedliche Formen der Gewalt gegen Mädchen und Frauen informieren. Gleichzeitig können sie dort ihre Selbstbehauptung erproben. Am Montag, 20. November, wird der Parcours um 11 Uhr von Anja Nowatzky und Laura Hasse sowie der Frauenberatung Herzogtum Lauenburg eröffnet. Diese stehen dann noch am Montag bis 13 Uhr sowie am Donnerstag am Vor- und Nachmittag für Fragen zur Verfügung. Der Selbstbehauptungsparcours kann bis zum 25. November zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei besucht werden: Montag von 10 bis 13 Uhr, Dienstag von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr, Donnerstag von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr, Freitag von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie Sonnabend von 10 bis 13 Uhr.

Durch mehrere geplanten Aktionen, soll den von Gewalt in der Familie Betroffenen geholfen werden und auf das Thema aufmerksam gemacht werden. Der Geesthachter Frauenbeirat und Anja Nowatzky verteilen dann am Sonnabend, 25. November, dem „Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt insgesamt 300 von der Geesthachter „Bäckerei Sievert“ gespendete Brötchen. Verpackt sind diese unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ in Brötchentüten, auf denen sich die Telefonnummer vom Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ befindet. Darüber hinaus wird dann am 25. November von den Gleichstellungsbeauftragen in Geesthacht, Lauenburg, Amt Hohe Elbgeest, Schwarzenbek, Sandesneben, Mölln und Ratzeburg eine Fahnenaktion unter dem Motto „Sag nein zu Gewalt gegen Frauen“ gestartet.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter der kostenlosen Nummer 116 016 an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzt. Es bietet Betroffenen die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent und sicher beraten zu lassen. Ob Gewalt in Ehe oder Partnerschaft, sexuelle Übergriffe oder Vergewaltigung sowie Stalking. Zwangsprostitution oder Genitalverstümmelung Beraterinnen stehen hilfesuchenden Frauen zu allen Formen der Gewalt vertraulich zur Seite und leiten sie auf Wunsch an die passende Unterstützungseinrichtung vor Ort weiter.

Kurznachrichten Geesthacht

 


Verkehrsbehinderungen an der Norderstraße
Verkehrsteilnehmende müssen sich auf Behinderungen an der Geesthachter Norderstraße einstellen. Für Arbeiten an einem Stromanschluss werden in der Zeit vom 15. Dezember bis voraussichtlich 24. Dezember auf Höhe der Hausnummer 10 zeitweise Absperrungen im Bereich des Gehwegs und der Fahrbahn notwendig.


Sprechstunde der Geesthachter Behindertenbeauftragten
Heike Lehmann, Geesthachts Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, geht in die Weihnachtsferien. Vom 22. Dezember bis zum 2. Januar finden darum keine Sprechstunden statt. Die nächste Sprechstunde ist dann für Donnerstag, 8. Januar 2026, vorgesehen. Heike Lehmann bietet regelmäßig an jedem 1. Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr und an jedem letzten Dienstag im Monat von 11 bis 13 Uhr in den Räumen am Markt 5 bis 7 ihre offene Sprechstunde an. Menschen mit Handicap können sich in dieser Zeit mit Fragen und Anliegen bei ihr melden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Beratungsräume sind barrierefrei, die Beratung ist kostenfrei. Grundsätzlich ist Heike Lehmann telefonisch unter 0151-252 628 98 sowie per Email unter kontakt@geesthacht-beauftragter.de erreichbar.


Verkehrsbehinderungen in Geesthacht
Verkehrsteilnehmende müssen sich auf Behinderungen an der Berliner Straße in Geesthacht einstellen. Aufgrund von Pflege- und Fällarbeiten an mehreren Bäumen werden in der Zeit vom 15. bis zum 18. Dezember jeweils zwischen 9.30 Uhr und 15 Uhr im Rahmen von Tagesbaustellen temporär der Gehweg und die Fahrbahn gesperrt.


 Alkohol- und Drogenberatung
Die Alkohol- und Drogenberatung teilt mit, dass ab sofort die offenen Sprechstunden wieder stattfinden. Diese finden statt: dienstags von 16 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 11 Uhr, Markt 3 in Geesthacht und montags von 15 bis 17 Uhr, Mühlenweg 17 in Lauenburg. Zur Vermeidung von Wartezeiten wird um eine kurze telefonische Anmeldung unter 04152 / 791 48 gebeten.


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