Foto: hfr
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Geesthacht (LOZ). Die CDU-Fraktion in Geesthacht zeigt sich enttäuscht über die Ablehnung zweier Prüfanträge im Ausschuss für Bau, Feuerwehr und Katastrophenschutz.

1. Erweiterung der Sporthalle Berliner Straße

Angesichts des Mangels an städtischen Indoor-Sportflächen hatte die CDU beantragt, die Erweiterung der Sporthalle an der Berliner Straße zu prüfen. Konkret sollte untersucht werden, ob die sanierungsbedürftige Tiefgarage sowie angrenzende Räume zu zusätzlichen Sportflächen, insbesondere für Reha-, Gesundheits- oder Inklusionssport, umgebaut werden können. Nach Beurteilung der CDU-Fraktion wird hierin ein höherer Nutzen für Geesthacht (u.a. für die gemeinnützigen Vereine und Institutionen) gesehen als in einer Fahrradstation.

„Ausschussmitglieder anderer Fraktionen äußerten Zweifel an der Eignung der Räumlichkeiten, insbesondere hinsichtlich der Deckenhöhe, was seitens der CDU in der ersten Vorbetrachtung berücksichtigt wurde. Deckenhöhen von bis zu 3,5 m sollten auch mit erforderlichen Anpassungen durchaus ausreichend sein, aufwendige Bodenkonstruktionen sind aus unserer Sicht überschaubar. Zudem sind wir davon überzeugt, dass der finanzielle Rahmen für die Stadt Geesthacht skalierbarer und potentiell niedriger ist. Gleichermaßen glauben wir an ein Betriebskonzept ohne jährliche Verluste“, erklärt die CDU Fraktionsvorsitzende Christin Ischdonat.

Die CDU hatte wiederholt ausdrücklich betont, dass lediglich eine ergebnisoffene Prüfung erfolgen sollte, vor allem vor dem Hintergrund, dass eine Sanierung der Tiefgarage ohnehin ansteht und mögliche Synergieeffekte sinnvoll gewesen wären und der Mangel an Indoor-Sportflächen bekannt und sogar im Sportentwicklungsplan formuliert wurde.

Der Antrag wurde mit 4 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung abgelehnt.

2. Alternative: Inklusive Fahrradwerkstatt im Postgebäude

Als Alternativvorschlag zur inklusiven Werkstatt brachte die CDU einen weiteren Prüfantrag ein, nämlich die Prüfung einer zeitlich befristeten Teilnutzung der städtischen Liegenschaft „An der Post“ für diese inklusive Fahrradwerkstatt.

Ziel war es, die gesellschaftlich wichtige und sinnvolle Inklusionsmaßnahme weiterhin zu unterstützen und gleichzeitig Leerstand im städtischen Eigentum sinnvoll zu nutzen. Das Projekt sollte deswegen verlagert werden. Die CDU stellte in der Diskussion klar, dass kein Konkurrenzverhältnis bestehe und das Postgebäude über einen barrierefreien Zugang verfüge. Zudem sei die weitere Zukunft des Gebäudes politisch noch nicht abschließend geklärt.

Auch dieser Antrag fand keine Mehrheit und wurde mit 5 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen abgelehnt.

„Im Gedächtnis bleibt die resolute und wenig konstruktive Ansicht bzw. Haltung der SPD. Sie lehnte beide Anträge als „völlig unsinnig“ und die Fahrradwerkstatt als „minderwertige Nutzung“ des Areals in der Post ab. Man könne der Verwaltung noch nicht einmal einen Prüfantrag zumuten“, so Ischdonat.

CDU: Bedarf bleibt bestehen

„Wir wollten bewusst Möglichkeiten prüfen - nicht beschließen. Es ist bedauerlich, dass zwei ergebnisoffene Prüfaufträge keine Mehrheit gefunden haben“, so Bauausschuss- und Bildungsausschussmitglied Stephan Ewert, „Es könnte eine Lösung für das Indoor-Sport-Problem sein, welches auch im Bildungsausschuss Thema war und weiterhin ist. Auch wäre der Wille des Ausschusses nach inklusiven Maßnahmen in leicht veränderter Form berücksichtigt. Wir sagen auch, dass innerstädtische Fahrrad-Mobilität unterstützt werden soll. Für die fehlenden Fahrradabstellmöglichkeiten haben wir bereits zusätzliche Fahrradabstellboxen für den Haushalt 2025 beantragt und beschlossen. Unserem Antrag auf zusätzlich Fahrradstellplätze an Schulen wurde ebenfalls zugestimmt.“

Die CDU-Fraktion wollte gemeinsam prüfen, wie die unterschiedlichen Perspektiven der Geesthachter Sportlandschaft in die Entscheidungsfindung hätten einfließen können. Der mögliche Ausbau einer Indoor-Sportfläche in der Berliner Sporthalle sollte eine Chance für viele sein: für die Geesthachter Vereine insgesamt, für die VHS und für eine nachhaltigere Nutzung kommunaler Ressourcen. Die Bedürfnisse kleinerer Vereine und weiterer Akteure hätten einbezogen werden können. Ein Beispiel ist der Dartverein auf der Zentralen Sportanlage, der durch die geplante Neuordnung der Flächen Veränderungen gegenübersteht. Zusätzliche Einnahmen und geringere Zuschussbedarfe hätten positive Effekte sein können.

„Mein Fraktionskollege Stefan Stark, ehemaliger Vorsitzender des VfL, und ich sehen weiterhin in der Idee, bzw. in dem Antrag einen Ansatz, der Potenzial hat und daher sachlich bewertet werden sollte. Für die Zukunft ist es wichtig, das Netzwerk „Bewegung und Sport“ weiterzuentwickeln. Eine breitere Zusammenarbeit stärkt die gesamte Sport- und Vereinslandschaft und sorgt dafür, dass Entscheidungen auf einer möglichst breiten gesellschaftlichen Basis stehen. Wir sind gerne bereit, dass Thema mit den Beteiligten und Betroffenen weiter zu erörtern und zu verfolgen“, so Stephan Ewert abschließend.

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