Lauenburg (clb). Der Schock saß zunächst tief, als den Seniorenbeirat die Absage von Bürgermeister Thorben Brackmann erreichte, den hatte eine Kinderkrankheit niedergestreckt, die er sich von seiner kleinen Tochter eingefangen hatte. Und er ließ verkünden, dass er nicht die Absicht habe, diese Unpässlichkeit im Kreise der Senioren zu verbreiten.
Guter Rat war zunächst teuer, aber er nahte in Figur von Stadtpräsidentin Elif Karagöz, die den Part des Bürgermeisters übernahm und ihn auch ausfüllte. Zwar konnte sie wegen der Kurzfristigkeit ihres Engagements nicht den ankündigten Dia-Vortrag übernehmen, in ihrem Redebeitrag zeigte sie sich aber dem Thema voll gewachsen und zeigte möglichen Zweiflern, dass sie sich in die Thematik der Elbestadt hineingearbeitet hat.
Natürlich spielten die Lesegärten eine Rolle, auch wenn diese mit dem Wachstum erst im kommenden Jahr eine Rolle spielen werden mit den angepflanzten Bäumen und der künftigen Begrünung, sie verlor auch ein Wort zur „Schließung“ der Alten Wache als Verkehrsfläche. Der für einige Unruhe in der Stadt gesorgt hatte. „Hier wird nur ein alter Beschluss nach vorn gerückt, der diesen Raum als verkehrsberuhigte Fußgängerzone ausweist. Die Gegend wird attraktiver“, das ist ein Vorteil, als Nachteil erweist sich aber wohl, dass Parkplätze vor der Kreissparkasse und auch dem „Lütten Markt“ entfallen. Dem Geraune im Publikum war zu entnehmen, dass hier wohl das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.
Die Stadtpräsidentin verwies in ihren Ausführungen auf weitere Annehmlichkeiten in der Stadt Lauenburg, zählte dazu, einen Trinkwasserbrunnen und eine Sprinkleranlage in der Sommerhitze, verwies dazu noch auf das Wochenendkino in der Sporthalle mit seinen zwei Vorstellungen im Monat und auf ein neuetabliertes Stadtmagazin, das viermal im Jahr für gutes Wetter für die Stadt Lauenburg bitten soll.
Eine Fülle von Informationen aus der Stadt für die Stadt, genau das, was sich die Senioren von ihren Stadtoberen erwarten. Dazu zähle bis vor einigen Jahren auch Bernd Dittmer, der heute als Sprecher bei den Senioren sitzt und sich heute mit aller Energie für die Rechte der Alten einsetzt.
Und im Hinterkopf spukt bei ihm auch die Geschichte der Elbestadt und da sich gerade Stadtjubiläen von Lauenburg und Boizenburg anboten, gab es diesmal als Dreingabe bei den Senioren aus dem Mund und der Hand des ehemaligen Bürgervorstehens Bernd Dittmer einen Powerpoint-Vortrag zur Städtebrüderschaft der beiden Elbestädte Lauenburg und Boizenburg. Die ihren Anfang bereits 1982 nahm, von beiden staatlichen Seiten torpediert, von privaten Initiativen unter Schwierigkeiten fortgeführt, unter der Hand von Feuerwehrleuten und Sportlern gefördert, durch die Grenzöffnung 1990 zum Glühen gebracht und schließlich endgültig am 15. Februar 1990 geschlossen wurde.
