Geesthacht: Fahrer nach Verfolgungsfahrt gestellt

Foto: W. Reichenbächer
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(LOZ). Am Dienstagnachmittag versuchte sich ein Fahrzeugführer einer Verkehrskontrolle in Geesthacht zu entziehen. Er konnte wenig später gestellt werden.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wollten Beamte des Polizei-Autobahnreviers Ratzeburg gegen 15.50 Uhr in Geesthacht einen Fahrerführer kontrollieren. Die zuvor getätigte Abfrage und Überprüfung der angebrachten Kennzeichen am VW Passat ergab, dass diese in Hamburg im Mai 2022 entwendet wurden.

An der Kreuzung Berliner Straße / Hansestraße setzte sich die Streifenwagenbesatzung mit Blaulicht und Anhaltesignal direkt vor den VW, forderten den Fahrzeugführer auf das Fahrzeug abzustellen und auszusteigen. Dieser jedoch legte den Rückwärtsgang ein und entzog sich der Kontrolle durch Flucht in Richtung Ortskern, über die Lauenburger Straße zur Elbuferstraße in Richtung Krümmel. Dabei wurde der VW teilweise auf der linken Fahrspur geführt mit deutlich überhöher Geschwindigkeit.

Weiter ging die Fahrt durch die Ortschaft Tesperhude und zunächst in Fahrtrichtung B5 um anschließend erneut in Richtung Elbuferstraße nach Geesthacht zu fahren. Bei einem leichten Kurvenverlauf in der Elbuferstraße kam es fast zu einer Kollision mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen. Nur durch die Umsichtigkeit und dem Ausweichen der anderen Verkehrsteilnehmen kam es zu keinem Zusammenstoß.

Durch weitere Polizeikräfte wurde in der Elbuferstraße/ Sielstraße ein sogenannter Stopp-Stick eingesetzt. Der flüchtende VW-Fahrer leitete jedoch davor eine Notbremsung ein und bog nach rechts in den Fährstieg ein. Hierbei fuhr er auf dem dortigen Geh- und Radweg. Nach diversen uneinsichtigen und engen Kurven entlang der Elbuferstraße fuhr der Passat auf einen abgesägten Baumstamm auf. Der Fahrer verließ umgehend das Fahrzeug und setzte seine Flucht zu Fuß weiter fort. Er konnte jedoch von den Beamten kurze Zeit später eingeholt und vorläufig festgenommen werden. Es handelte sich dabei um einen 38-jährigen aus Hamburg.

Schnell wurde auch der Grund seiner Flucht deutlich. Es besteht der Verdacht, dass der 38-jährige unter dem Einfluss von Drogen stehend das Fahrzeug führte. Zudem ist er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Das Fahrzeug wurde mit entwendeten Kennzeichen und ohne gültigen Versicherungsschutz geführt.

Nach der Entnahme einer angeordneten Blutprobe und nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen kam der Hamburger auf freien Fuß. Er wird sich nun strafrechtlich dafür verantworten müssen.

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