Wentorf (LOZ). Unter dem Leitgedanken „Zukunft kann man nicht vorhersagen, aber man kann sie gestalten“ hielt Heiko Faasch seine erste Rede als Bürgervorsteher beim Neujahrsempfang der Gemeinde Wentorf bei Hamburg. Zuvor begrüßte Bürgermeisterin Kathrin Schöning die zahlreich erschienenen Gäste, unter ihnen auch der örtliche SPD-Landtagsabgeordnete Martin Habersaat.
Zu gestalten gibt es einiges: Faasch stellte zentrale Zukunftsprojekte der Gemeinde vor. So soll der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in diesem Jahr fertiggestellt werden. Zudem sollen in diesem Jahr die Planungen für den Casinopark abgeschlossen werden, der dann ab 2027 umgestaltet werden soll. Ein wichtiger Schwerpunkt der Rede war die Zukunft der Schulen. Der Schulhof der Grundschule soll umgestaltet werden, zudem soll im Sachsenring eine neue Kita gebaut werden, um zusätzliche Räume für den Ganztag auf dem Schulgelände zu schaffen. Der größte Brocken: Gymnasium und Gemeinschaftsschule sind sanierungsbedürftig, zu klein und müssen entweder neu gebaut oder grundlegend saniert und erweitert werden. Derzeit wird in der Gemeinde intensiv darüber diskutiert, ob dies an einem gemeinsamen oder, wie von der SPD wegen des nötigen Platzes für die jeweiligen Lernkonzepte favorisiert, an zwei Standorten geschehen soll – eine Frage mit großer Bedeutung für Bildung, Ortsentwicklung und die Zukunft der Kinder.
Martin Habersaat: „Derzeit erleben wir in vielen Städten und Gemeinden intensive Diskussionen über die Zukunft der Schulen. 12 bis 14 Milliarden, nach einigen Rechnungen sogar 16 Milliarden Euro wären nötig, um die Schulen in Schleswig-Holstein auf den Stand zu bringen, wie es dem Jahr 2026 angemessen wäre. Das werden die Kommunen ohne Unterstützung des Landes kaum schaffen.“ Der Neujahrsempfang zeigte deutlich: Die Gemeinde Wentorf steht vor großen Entscheidungen – und will ihre Zukunft gemeinsam und verantwortungsvoll gestalten.
