Foto: W. Reichenbächer
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(LOZ). Der SPD-Kreisverband und die SPD-Kreistagsfraktion bekräftigen ihr Nein zur Einführung einer Elternbeteiligung an den Schülerbeförderungskosten.

Zum Hintergrund: Der Kreistag hat im März die Einführung einer Elternbeteiligung von 21 Euro pro Schüler im Monat beschlossen. Die SPD-Fraktion stimmte dagegen.

David Welsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, erklärt dazu: „Die neue Regelung beendet zwar Ungerechtigkeiten, beispielsweise bei der Berechnung von Entfernungen – die Belastung für die Eltern ist jedoch erheblich. 252 Euro pro Jahr und Schüler sind eine zusätzliche Steuer auf das Leben im ländlichen Raum.“

Auch der Kreisverband der SPD ist mit der neuen Regelung unzufrieden. Cira Ahmad, Kreisvorsitzende und Kreistagsabgeordnete, sagt hierzu: „Wir Sozialdemokraten stehen für kostenfreie Bildung. In einem Flächenkreis wie unserem kommt die Elternbeteiligung einer Pflicht gleich. In Zeiten steigender Preise sind 21 Euro pro Monat ein weiterer Schlag für viele Familien. Für eine Familie mit zwei Kindern summieren sich die Kosten auf 504 Euro im Jahr – Geld, das viele Familien an anderer Stelle dringender benötigen.“

Begründet wurde die Einführung der Elternbeteiligung mit der angespannten Haushaltslage des Kreises. Zudem wurde der Schulterschluss mit den anderen Kreisen im Hamburger Randgebiet gesucht. Dies gelingt jedoch nur teilweise: Der Kreis Stormarn setzt die Einführung bis auf Weiteres nicht um.

David Welsch erklärt dazu: „Eltern in Schönberg müssen zahlen, aber ein paar Kilometer weiter in Lütjensee ist das Ticket kostenlos. Hier wird deutlich, welchen Einfluss Kreispolitik auf das Leben der Menschen hat.“

Die SPD setzt sich weiterhin für gebührenfreie Bildung im Kreis ein und hofft dabei auch auf Unterstützung durch das Land. „Die Günther Regierung darf die Kreise nicht länger mit den steigenden Kosten des ÖPNV alleinlassen. Haushaltsprobleme lösen sich nicht auf dem Rücken von Familien. Nächstes Jahr sind Landtagswahlen. Dabei muss es auch um das Thema Schülerbeförderung gehen. Wir als SPD freuen uns auf die Diskussion darüber“, so Cira Ahmad abschließend.

Kurznachrichten aus der Region


Gefährliche Schneelast auf den Bäumen - Kreisverwaltung gibt Entwarnung
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hatte in der vergangenen Woche nach den heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel vor dem Betreten der Wälder gewarnt und ein teilweises Betretungsverbot für die Kreiswälder ausgesprochen. Mit Blick auf die aktuelle Witterung konnten Warnung und Verbot am Dienstag, 13. Januar, wieder aufgehoben werden. Tauwetter und Wind haben die Schneelasten von den Baumwipfeln genommen, Mitarbeitende der Kreisforsten haben die Waldwege bereits überwiegend von Hindernissen befreien können. Die Wege können wieder mit der gebotenen Vorsicht auf eigene Gefahr genutzt werden. Brennholzselbstwerber und die gewerbliche Holzabfuhr können die Wege nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern ebenfalls wieder nutzen.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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