Brutkammer der Grablausblattwespe mit paralysierten Blattläusen und Ei. Foto: Dr. Lüthje
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Geesthacht (LOZ). Für die kunstvollen Behausungen unserer Hautflügler hat sich längst der charmante Begriff Insektenhotel eingebürgert. Diese bieten Wildbienen, Wespen und anderen Nützlingen Orte zum Nisten, Überwintern und Ruhen. In vielen Gärten fehlen natürliche Strukturen wie hohle Stängel oder altes Holz – ein Insektenhotel schafft gezielt Ersatz und eröffnet einen direkten Zugang zur Artenvielfalt.

Wer dann den Mut besitzt, diese kleinen Quartiere aus Halm, Holz und Lehm einmal ernsthaft mit der menschlichen Hotellerie zu vergleichen, stößt rasch auf eine Fülle kurioser, zugleich aber biologisch höchst aufschlussreicher Parallelen.

Wer logiert hier eigentlich als Gast? Auf welche Weise gelangen die Tiere hinein und wieder hinaus? Und wann, um alles in der Welt, wird ein Zimmer frei? Fragen, die auf den ersten Blick banal erscheinen mögen, deren Antworten uns jedoch immer wieder in ehrliches Staunen versetzen.

Und wer die verlassenen Nistgänge dieser Tiere untersucht, stößt regelmäßig auf bemerkenswerte Spuren ihres Entwicklungszyklus und ihrer Bauweise.

Dr. Erich Lüthje, Biologielehrer im Ruhestand, öffnet am Dienstag, 27. Januar, im OberstadtTreff, Dialogweg 1 mit unermüdlicher Leidenschaft einem neugierigen Publikum Fenster in die Natur – sowohl in ihre großartigen makroskopischen Landschaften als auch in die verborgenen Welten des Mikrokosmos.

Der Vortrag ist öffentlich und alle Interessierten sind willkommen. Für Mitglieder des NABU und Kinder ist der Eintritt frei, Gäste werden um eine Spende von 5 Euro gebeten.

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