Handspiel erlaubt: Männergesundheit im Selbstcheck

Foto: hfr

 

(LOZ). Die eigene Gesundheit selbst in die Hand nehmen – im wahrsten Sinne des Wortes: dazu ruft die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft Jungen und Männer im gesamten Bundesland auf.

Mit der Früherkennungskampagne „Check dich selbst – Gib Hodenkrebs keine Chance!“ werden sie zum monatlichen Selbstcheck angeleitet und dafür sensibilisiert, sich gut um die eigene Gesundheit zu kümmern. Je eher Veränderungen an den Hoden ertastet und ärztlich abgeklärt werden, desto besser sind die Heilungschancen bei Hodenkrebs. Der monatliche Selbstcheck dauert nur wenige Minuten, kann aber effektiv Leben retten.

Aufklärung braucht Aufmerksamkeit

Als Vorbild bei der wichtigen Aufklärungsarbeit sind auch die Handball-Bundesligisten THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt sowie die Fußballclubs Holstein Kiel und VfB Lübeck als Partner an Bord. In ihren Umkleideräumen hängen die Kampagnenplakate um auch die eigenen Spieler an das Thema heranzuführen.

Sportvereine, Fitnessstudios, Schulen und andere Einrichtungen können auf www.checkdichselbst.de kostenlos Kampagnenpakete mit Plakaten und Flyern bestellen, um die eigenen Sanitär- oder Umkleideräume damit zu bestücken und damit Aufmerksamkeit für die Hodenkrebs-Früherkennung generieren. Zudem gibt es Motive für die eigenen Social Media Kanäle zum Herunterladen.

Eine Video-Abtast-Anleitung im Cartoon-Stil ist auf www.checkdichselbst.de zu sehen. Außerdem gibt es dort in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Urologie einen Urologenfinder. So können ertastete Veränderungen an den Hoden oder Schmerzen schnell und wohnortnah ärztlich abgeklärt werden.

Hodenkrebs-Früherkennung

Bei Männern im Alter von 25 bis 45 ist Hodenkrebs die am häufigsten auftretende bösartige Tumorerkrankung. Jährlich erkranken in Deutschland rund 4.200 Männer daran. Je weniger Zeit zwischen dem Bemerken von Verhärtungen, Knötchen oder Schmerzen und einem Arztbesuch vergeht, desto besser ist der Krebs zu behandeln und die Heilungschancen erhöhen sich um ein Vielfaches. „Jungen und Männern raten wir deshalb dringend zu regelmäßiger Selbstuntersuchung“, so Prof. Dr. Axel Merseburger, Leiter der Klinik für Urologie am UKSH Lübeck und Vorstandsmitglied der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft. Ab 45 Jahren können Männer dann zusätzlich im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung einmal jährlich eine Untersuchung der Geschlechtsorgane durchführen lassen.

November – weltweiter Monat der Männergesundheit

Dank des 2003 in Australien ins Leben gerufenen Aktionsmonats „Movember“ steht auch in Deutschland der November im Zeichen der Männergesundheit. Möglichst viele Männer sollen animiert werden, sich in diesem Zeitraum einen Schnurrbart wachsen zu lassen, um so gemeinsam für ein verstärktes Bewusstsein und die Wichtigkeit von Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen bei männerspezifischen Krebserkrankungen zu werben.

Neben der Suizidprävention setzt sich die australische Movember-Stiftung vor allem für die Forschung, Bekämpfung und Prävention von Prostata- und Hodenkrebs ein. Das Ziel der „Movember“-Schnurrbart-Aktionen ist es, von Männern aus dem persönlichen Umfeld auf den neuen Schnauzbart angesprochen zu werden. Das gibt den Bartträgern die Chance, auf die Wichtigkeit von Vorsorge und Früherkennung für die Gesundheit ihrer Geschlechtsgenossen hinzuweisen.

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