Schwarzenbek: Versuchtes Tötungsdelikt - Staatsanwaltschaft und Mordkommission ermitteln

Foto: W. Reichenbächer
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(LOZ). Am vergangenen Freitagnachmittag (5.11.) kam es in der Berliner Straße in Schwarzenbek im Kreuzungsbereich Allensteiner Straße / Am Großen Schmiedekamp zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Brüderpaar (19/21) und einem 26-jährigen Mann, bei der auch ein Messer eingesetzt wurde.

Zwei der Beteiligten wurden mit unterschiedlich schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert. Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen hatte das Brüderpaar gegen 16 Uhr nachmittags gemeinschaftlich auf den Dritten eingeschlagen und eingetreten. Der 26-Jährige zog in dieser Situation ein mitgeführtes Messer und traf den 19-jährigen Angreifer damit im Bauchbereich. Der schwer verletzte junge Mann wurde nach Hamburg ins Krankenhaus gefahren. Es bestand akute Lebensgefahr. Durch eine Notoperation konnte sein Leben gerettet werden.

Der 26-Jährige wurde zur ambulanten Behandlung seiner erheblichen Gesichtsverletzungen gleichfalls in ein Krankenhaus gefahren und nach Abschluss der ambulanten Behandlung zunächst vorläufig festgenommen. Der unverletzte 21-Jährige wurde ebenfalls vorläufig festgenommen und in Polizeigewahrsam verbracht. Die Lübecker Staatsanwaltschaft und das Kommissariat 1/Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion (BKI) Lübeck haben die Ermittlungen aufgenommen.

Nach ersten Erkenntnissen, die auf Angaben des 26-Jährigen beruhen, sollen Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Wohnung des 26-Jährigen der Grund für die Auseinandersetzung gewesen sein. Der 21-Jährige hat von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Der schwer verletzte 19-Jährige konnte noch nicht vernommen werden.

Da nach dem aktuellen Ermittlungsstand der Messerstich von dem Rechtfertigungsgrund der Notwehr gedeckt gewesen sein könnte, ist ein dringender Tatverdacht wegen versuchten Totschlags derzeit nicht zu begründen. Der 26-Jährige wurde daher ebenso wie der 21-Jährige nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst wieder entlassen.

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