Arbeitslosenquote im Herzogtum unverändert zum Vormonat bei 5,1 Prozent

Foto: W. Reichenbächer
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(LOZ). Im Oktober hat die Arbeitslosigkeit im Kreis Herzogtum Lauenburg zum vorangegangen Septembermonat um elf arbeitslose Menschen zugenommen. Damit sind aktuell insgesamt 5.466 Menschen bei der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe und dem Jobcenter Herzogtum Lauenburg arbeitslos gemeldet. Die Zunahme bleibt ohne Auswirkung auf die Arbeitslosenquote, die weiterhin bei 5,1 Prozent liegt.

Im Vorjahresmonat waren 5.186 Menschen und damit 280 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 4,9 Prozent.

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„Im Oktober präsentiert sich der Arbeitsmarkt trotz des geringfügigen Anstiegs weiter in stabiler Verfassung. Über die Ferienzeiten stellen Unternehmen häufig weniger neue Mitarbeiter ein und so haben sich in dieser Zeit weniger Jobsuchende aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet. Auch nimmt die Zahl ukrainischer Geflüchteter, die in der Arbeitsmarktstatistik als arbeitslos erfasst werden, noch zu. Mit aktuell 428 sind dies 17 mehr als im September. Insgesamt kümmert sich das Jobcenter Herzogtum Lauenburg um die finanzielle Unterstützung und berufliche Betreuung von mittlerweile 990 erwerbsfähigen Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den Arbeitsmarktdaten für den Kreis Herzogtum Lauenburg und erklärt weiter:

„Nachdem das Instrument der Kurzarbeit in den vergangenen sechs Monaten nur wenig in Anspruch genommen werden musste, nimmt hier der Beratungsbedarf wie auch die Zahl neuer Anzeigen aktuell wieder zu. Im Oktober gingen von Seiten der Lauenburgischen Unternehmen 14 neue Anzeigen auf Kurzarbeit ein. Das ist seit März die größte Zahl in einem Monat. In den Neuanzeigen wird für 270 Beschäftigte ein Arbeitsausfall erwartet.“ Die Agenturchefin weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass bis Ende dieses Jahres weiterhin die erleichterten Zugangsvoraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld gelten.

In der kommenden Woche startet vom 7. bis zum 11. November die Aktionswoche „Frauen – Chancen – Wiedereinstieg“. „Ich lade alle Frauen, die arbeitsuchend sind oder beruflich wieder einsteigen möchten, ein teilzunehmen. Über 20 Online-Workshops und Online-Seminare haben unsere Beauftragten für Chancengleichheit aus Schleswig-Holstein und Hamburg zusammengestellt. Hier finden Frauen neue Ideen, Impulse und Informationen rund um den beruflichen (Wieder)Einstieg und können individuelle Fragen besprechen“, wirbt Wieczorek für die Aktionswoche. „In allen Branchen wird Personal gesucht. Die aktuelle Arbeitsmarktsituation bietet gute Aussichten, beruflich (wieder) Fuß zu fassen oder die Karriereleiter aufzusteigen.“

Informationen und die notwendigen Anmeldemöglichkeiten für eine Teilnahme finden Interessentinnen unter https://eveeno.com/aktionswoche-wiedereinstieg.

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Im Oktober sind dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und dem Jobcenter Herzogtum Lauenburg 231 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Damit liegt die Zahl der zu besetzenden sozialversicherungspflichtigen Stellen im Herzogtum bei 1.756. Das sind 33 oder 1,8 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Oktober 2021 sind dies 189 vakante Stellen mehr, ein Plus von 12,1 Prozent.

„Der Stellenbestand ist in den meisten Branchen stabil. Im verarbeitenden Gewerbe, im Handel sowie im Bereich freiberuflicher, wissenschaftlicher und technischer Dienstleistungen sehen wir jedoch, dass im Oktober der Stellenbestand abgenommen hat. Hier gibt es aktuell in Einzelfällen eine gewisse Zurückhaltung im Hinblick auf weitere Mitarbeiterbedarfe“, so Wieczorek.

Die aktuell größten Personalbedarfe finden sich im Gesundheits- und Sozialwesen mit aktuell 304 Stellenangeboten, in der Arbeitnehmerüberlassung mit 226 vakanten Stellen, im Baugewerbe mit 214 zu besetzenden Stellen gefolgt von Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe, bei denen 192 Stellen zu besetzen sind. Im Einzelhandel werden 103 neue Mitarbeitende gesucht.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Herzogtum beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 6.977. Die Unterbeschäftigungsquote ist zum Vormonat unverändert geblieben und beträgt 6,5 Prozent. Im Oktober des Vorjahres lag sie bei 6,1 Prozent“, sagt Wieczorek.

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

Kurznachrichten aus der Region


Sprechstunden der Behindertenbeauftragten
Die nächsten Sprechstunden der Kreisbehindertenbeauftragten Kirsten Vidal finden an folgenden Terminen statt:
Donnerstag, 27. Juni, von 14 bis 15.30 Uhr im Rathaus in Wentorf bei Hamburg, Hauptstraße 16.
Montag, 1. Juli, von 12 bis 16 Uhr im Raum 176 des Kreishauses, Barlachstraße 2, in Ratzeburg. Dort ist sie auch unter der Nummer 04541 / 888-493 telefonisch erreichbar.


Fest am Rathaus
Am Samstag, 22. Juni, findet ab 17 Uhr das Fest am Rathaus auf dem Rathausvorplatz, Hauptstraße 16 in Wentorf statt. Bevor DJ Buck mit abwechslungsreicher Musik zum Tanzen einlädt, eröffnet der Feuerwehr-Musikzug Wentorf-Börnsen die Veranstaltung. Für das leibliche Wohl sorgen die Feuerwehr Wentorf, der SC Wentorf, das DRK, Edeka Schulz sowie Roland Pump und Team der „Alten 16“.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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