Foto: W. Reichenbächer
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(LOZ). Der Jahreswechsel mit seinen saisonal üblichen Auswirkungen sorgte im Kreis Herzogtum Lauenburg für eine deutliche Zunahme der Zahl arbeitsloser Menschen. Auch im Februar registrieren die Agenturen für Arbeit Mölln und Geesthacht sowie das Jobcenter Herzogtum Lauenburg mehr Jobsuchende zum Vormonat. Der Anstieg fällt mit plus 67 zum Januar niedriger als zum Jahresübergang aus. In der Folge steigt die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkt auf jetzt 5,5 Prozent. Insgesamt sind im Februar 6.116 Menschen arbeitslos gemeldet. Vor einem Jahr waren im Februar 6.083 Menschen und damit 33 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit ebenfalls bei 5,5 Prozent.

„Die Arbeitslosigkeit hat im Februar zugenommen, auch wenn das Plus nicht mehr so deutlich wie zum Jahreswechsel ausgefallen ist. Es sind fast alle Personengruppen von einem Anstieg betroffen. Ein deutlicheres Plus zum Vormonat findet sich in der Gruppe der über 50-jährigen Menschen. Bei ihnen hat die Arbeitslosigkeit um 51 oder 2,5 Prozent gegenüber Januar zugenommen”, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Kreis Herzogtum Lauenburg. „„Erfreulich ist, dass sich der Stellenbestand und die Arbeitskräftenachfrage nach den Winterwochen etwas erholt zeigen. Jobsuchende haben wieder ein breiteres Angebot bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung.“

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im Februar 324 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Damit sind aktuell insgesamt 1.384 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Herzogtum Lauenburg zu besetzen, 91 oder sieben Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 52 Stellen weniger (minus 3,6 Prozent).

„Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitenden hat wieder angezogen und der Bestand an vakanten Stellen hat nach einem Rückgang über die Winterwochen wieder zugenommen. Mit den aktuell gemeldeten 1.384 sozialversicherungspflichtigen Stellen ist jedoch noch nicht wieder das Niveau der Herbstmonate erreicht, als über 1.400 Stellen im Herzogtum zu besetzen waren“, so die Agenturchefin. „Nach Branchen betrachtet findet sich im Bereich des öffentlichen Dienstes (plus 22 Stellen zum Vormonat), im Gesundheits- und Sozialwesen und den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (jeweils plus 17 Stellen) sowie im verarbeitenden Gewerbe (plus elf Stellen) jeweils ein deutlicheres Stellenplus zum Vormonat.“

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Herzogtum Lauenburg beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 7.477. Die Unterbeschäftigungsquote liegt unverändert zum Vormonat bei 6,6 Prozent. Im Februar des Vorjahres lag sie bei 6,9 Prozent“, so Wieczorek.

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

Ausbildungssuche: Unterstützung der Berufsberatung nutzen

Viele Unternehmen im Kreis Herzogtum Lauenburg brauchen und suchen Ausbildungs- und Fachkräftenachwuchs. Seit Herbst vergangenen Jahres haben sie der Arbeitsagentur bisher insgesamt 675 Ausbildungsstellen gemeldet. Die sind 86 oder 11,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

„Viele Unternehmen in unserer Region suchen aktiv Nachwuchs, auch wenn die Zahl der insgesamt gemeldeten Ausbildungsstellen zu den Vorjahren rückläufig ist. Sie sollten uns ihre Ausbildungsstellen melden, um den Jugendlichen vielfältige Perspektiven für ihren Berufsstart zu bieten. Auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist es wichtig, in den Ausbildungsaktivitäten nicht nachzulassen“, sagt Wieczorek.

An die Ausbildungssuchenden appelliert die Agenturchefin: „Nutzt jetzt die Angebote für den Berufsstart und die Unterstützung unserer Berufsberatung, um euch bei der Suche nach dem richtigen Ausbildungsberuf und Ausbildungsplatz helfen zu lassen.“

Kontakt zur Berufsberatung können Jugendliche auf mehreren Wegen aufnehmen, erklärt die Agenturchefin: „Unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater sind an allen Schulen regelmäßig vor Ort und bieten dort Sprechstunden an. Daneben sind unsere Hotline 0 45 31 / 167 154 oder die Webseite der Jugendberufsagentur weitere Möglichkeiten, einen Termin mit ihnen zu vereinbaren.“

Über die Webseite der Jugendberufsagentur können sich Jugendliche online unter www.jba-rz.de => “Ja, ich möchte eine Beratung” für eine Beratung anmelden.

Kurznachrichten aus der Region


Gefährliche Schneelast auf den Bäumen - Kreisverwaltung gibt Entwarnung
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hatte in der vergangenen Woche nach den heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel vor dem Betreten der Wälder gewarnt und ein teilweises Betretungsverbot für die Kreiswälder ausgesprochen. Mit Blick auf die aktuelle Witterung konnten Warnung und Verbot am Dienstag, 13. Januar, wieder aufgehoben werden. Tauwetter und Wind haben die Schneelasten von den Baumwipfeln genommen, Mitarbeitende der Kreisforsten haben die Waldwege bereits überwiegend von Hindernissen befreien können. Die Wege können wieder mit der gebotenen Vorsicht auf eigene Gefahr genutzt werden. Brennholzselbstwerber und die gewerbliche Holzabfuhr können die Wege nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern ebenfalls wieder nutzen.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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