Die Unterstützung für den Kirchberg in Sandesneben wächst
Sandesneben (ab). Die Kirchengemeinde Sandesneben freut sich über die wachsende Unterstützung zum Erhalt des Kirchbergs. Im Rahmen eines Ortsbesuchs überreichte Sandesnebens Bürgermeister Rainer Rexin einen symbolischen Scheck über 10.000 Euro.
Politiker beim Ortsbesuch
Der Kirchberg in Sandesneben beschäftigt auch die Politik. Mitte Februar informierten sich mehrere Poltiker vor Ort über den Stand der Maßnahmen zum Erhalt des ins Rutschen geratenen Berges und der darauf stehenden Kirche St. Marien. Die Grünen-Landtagsabgeordneten Uta Röpcke und Oliver Brandt sowie der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz erhielten Einblicke in die erfolgreichen Aktionen der „Berg-Retter“ (Aktueller Spendenstand: 69.378,51 Euro) und sicherten zu, sich beim Bemühen um Fördermöglichkeiten zum Erhalt des Kirchbergs mit einzusetzen.
Scheckübergabe durch Bürgermeister Rexin
Den Ortsbesuch nutzte Sandesnebens Bürgermeister Rainer Rexin, um die Unterstützung durch die Kommunen deutlich zu machen. Er überreichte „Berg-Retterin“ Maren Meineke und Pastorin Doris Pfeifer einen symbolischen Scheck über 10.000 Euro als Zuschuss von der Kommune Sandesneben. „Für Sandesneben ist die Kirche und insbesondere der weithin sichtbare Kirchturm ein prägendes Gebäude, man kann schon sagen ein Wahrzeichen. Und deshalb mochte sich kein Gemeindevertreter vorstellen, wie das Ortsbild von Sandesneben ohne Kirche aussieht“, so Rexin. „Ich glaube, dass diese Aussage uns bei unserem Beschluss geleitet hat. Wir wollen für die Fördermittelgeber ein Zeichen setzen, dass die Kommune des Standortes Kirche hinter dem Projekt steht.
Die Gemeindevertretung hatte sich am 17. Dezember 2025 mit dem Antrag der Kirchengemeinde Sandesneben zur Unterstützung bei der Kirchbergrettung beschäftigt und einstimmig eine Unterstützung von 10.000 Euro beschlossen.
Weitere Kommunen unterstützen Projekt
Neben Sandesneben bezuschussen auch die Kommunen Wentorf A.S. (5.000 Euro), Schönberg (5.000 Euro) und Lüchow (2.500 Euro) das Kirchberg-Projekt. „Wir freuen uns über die wachsende Unterstützung für unser Vorhaben, den Kirchberg und die Kirche standfest und barrierefrei zu machen“, betonte Pastorin Doris Pfeifer. Auch Propst Philip Graffam zeigte sich erfreut: „Die ‚Berg-Retter‘ erbringen hier vor Ort einen herausragenden ehrenamtlichen Einsatz. Es ist toll, dass das von der Politik gesehen und unterstützt wird!”
Zum Hintergrund:
Der Kirchberg in Sandesneben im Kreis Herzogtum Lauenburg soll im Rahmen von umfangreichen Sanierungsmaßnahmen ein neues Äußeres erhalten. Notwendig sind die Baumaßnahmen, um ein Abrutschen des Berges zu verhindern. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Erosionen an den Stützmauern. Mit den geplanten Maßnahmen sollen der Kirchberg und das Ensemble aus Kirche, Turm und Kirchhof dauerhaft gesichert werden. Gleichzeitig wird das Thema Barrierefreiheit gelöst, um Menschen ohne Hilfsmittel den Zugang zum Kirchberg und zur Kirche zu ermöglichen.
Die Kirchengemeinde Sandesneben und der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg bemühen sich um Drittmittel für die geschätzten Kosten der Kirchbergsanierung von rund 4 Millionen Euro. Davon übernehmen der Kirchenkreis (660.000 Euro) und die Nordkirche einen Teil. Die Kirchengemeinde hat sich zum Ziel gesetzt 90.000 Euro an Spenden einzusammeln.
Weitere Informationen unter: https://www.kirche-sandesneben.de/kirchberg.html
