Fair, sozial und ökologisch: Wentorf setzt auf Nachhaltigkeit

Feierliche Auszeichnung: Pastor Mirko Klein (rechts) nimmt stellvertretend für die Kirchengemeinde Wentorf das Siegel „ÖkoFaire Gemeinde“ von Petra Steinert vom Klima-Büro der Nordkirche entgegen. Kai Feller, Ökumene-Pastor des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg, begleitete den Prozess. Foto: Elisabeth von Schönberg
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Nordkirche zeichnet erste Gemeinde im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg mit dem Siegel „ÖkoFaire Gemeinde“ aus

 

Wentorf (LOZ). Große Freude über eine wichtige Auszeichnung: Die ev.-luth. Kirchengemeinde Wentorf darf sich künftig als erste im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg "ÖkoFaire Gemeinde“ nennen.

„Das Zertifikat wird von der Nordkirche verliehen“, sagt Pastor Mirko Klein. Um das Siegel zu bekommen, muss eine Reihe von strengen Kriterien für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz erfüllt werden.

2017 startete die Aktion „ÖkoFaire Gemeinde“ mit dem Ziel, Kirchengemeinden in ganz Norddeutschland dazu zu ermutigen, ihren Einkauf fair, sozial und ökologisch auszurichten. In Wentorf mussten die Verantwortlichen um Pastor Mirko Klein nicht lang überlegen: „2018 fassten wir den Beschluss, uns zertifizieren zu lassen - und hätte es nicht die Corona-Pandemie gegeben, hätten wir das Siegel schon früher beantragt“, sagt der 41-Jährige.

Tatsächlich hatten und haben Themen wie Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz schon lange eine große Bedeutung im Gemeindeleben. „Wie hoch das Bewusstsein ist, zeigt, dass wir bereits seit mehr als 30 Jahren einen Weltladen haben, in dem fair gehandelte Produkte angeboten werden“, berichtet Klein. Produkte, die auch bei eigenen Veranstaltungen angeboten werden - vom Kaffee und Tee beim Seniorennachmittag oder Gemeindefest bis zu den Knabbereien, die sich bei den Filmabenden oder Kulturveranstaltungen großer Beliebtheit erfreuen.

„Hier mussten wir uns gar nicht so sehr anstrengen“, ist der Pastor ehrlich. Eine Herausforderung war das Zertifizierungsverfahren aber trotzdem. „Die Nordkirche ist sehr genau und die Auszeichnung muss schon verdient werden“, erläutert Mirko Klein. Mindestens zehn der etwa 70 Kriterien mussten von der Kirchengemeinde Wentorf nicht nur erfüllt sondern auch gewissenhaft dokumentiert werden. „Das Tolle aber ist, dass in allen Bereichen unserer Gemeinde, ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden mitgezogen haben und das Projekt unterstützen.“

Unterm Strich sind es final sogar mehr nachhaltige Projekte gewesen, die zu der Auszeichnung geführt haben. „Wir nutzen Ökostrom, haben ein elektronisches Heizsystem, setzen auf E-Mobilität und Fahrgemeinschaften“, zählt der Seelsorger auf. In den Büros wird recyceltes Drucker- und Kopierpapier verwendet und beidseitig bedruckt. Die Blumen für den Altarschmuck werden selbst in Beeten gezogen. Alle Wasserhähne sind mit einem Tropfschutz ausgerüstet, bei Veranstaltungen wird auf vegetarisches Essen geachtet. „Lebensmittel sind, wenn möglich aus der Region oder fair gehandelt - und bei Veranstaltungen bieten wir auch Leitungswasser aus Karaffen an“, berichtet Klein. Die Kirchengemeinde Wentorf investiert in ethische Wertpapiere und ermöglicht Mikrokredite in Entwicklungs-Ländern.

Der Status Quo kann sich sehen lassen. „Und es geht sogar noch weiter: Wir arbeiten an weiteren Punkten, um noch besser zu werden“, kündigt der Wentorfer Theologe an. Konkret möchte er, dass allen interessierten hauptamtlichen Mitarbeitenden angeboten wird, sich wenigstens einmal pro Jahr in Nachhaltigkeit schulen zu lassen. „Ich denke, dass sich dieses Projekt bereits 2022 umsetzen lassen würde“, sagt Mirko Klein. Langfristig träumt er von einem Solardach auf der Kirche.

Kurznachrichten aus der Region


Bürgersprechstunde mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Nina Scheer per Telefon oder Videokonferenz
Dr. Nina Scheer, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd, lädt für Montag, 7. Februar, von 15 bis 17 Uhr zu einer Bürgersprechstunde per Telefon oder Videokonferenz ein. Um die einzelnen Telefonate zu koordinieren, wird um Anmeldung gebeten: telefonisch unter 030 / 227 73537 oder per E-Mail an nina.scheer@bundestag.de.


Baumpflegearbeiten an Kreisstraßen
Im Zeitraum vom 31. Januar bis zum 2. Februar wird die Kreisstraße K78 zwischen Groß Zecher und Marienstedt voll gesperrt. Grund hierfür sind Baumpflegearbeiten an den Alleebäumen. Die Ortschaft Groß Zecher ist während dieser Zeit von Seedorf aus erreichbar. Marienstedt kann aus Richtung Zarrentin und Hollenbek angefahren werden. Der Linienverkehr ist von den Arbeiten nicht betroffen.
Vom 3. Februar bis 4. Februar werden die Arbeiten dann an der Verbindungsstraße zwischen Güster und Göttin fortgesetzt. Auch hier muss die Straße zwischen dem Abzweiger Grambek und Göttin für den Durchgangsverkehr voll gesperrt werden.
Für beide Maßnahmen werden vor Ort Umleitungen ausgeschildert.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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