Hilfe für verwaiste Eltern

Trauer- und Hospizseelsorgerin Mareike Hansen zeigt das neu gestaltete Informationsblatt für verwaiste Eltern. Foto: KKLL-bm

Trauer- und Hospizseelsorgerin Mareike Hansen erweitert Gruppenangebot in Lübeck und im Herzogtum Lauenburg

 

Lübeck/Ratzeburg (LOZ). Der Verlust des eigenen Kindes - für Mütter, Väter und Angehörige gibt es nichts Schlimmeres. Mareike Hansen, Trauer- und Hospizseelsorgerin des Ev.- Luth. Kirchenkreises, will mit verschiedenen Trauergruppen in Lübeck und im Herzogtum Lauenburg Betroffene unterstützen und Trost spenden. Ein neues Informationsblatt stellt das Angebot vor.

„Trauernde werden von der Wucht ihrer eigenen Gefühle überwältigt“, sagt Mareike Hansen. Seit Sommer vergangenen Jahres ist die Theologin neue Trauer- und Hospizseelsorgerin im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. „Die betroffenen Eltern suchen Orientierung und Gesprächspartner, die ihnen nicht ausweichen.“ Die 40-Jährige weiß, dass Freunde und Angehörige häufig mit der Situation überfordert sind. „Gespräche und Begegnungen mit Menschen, die all die Fragen nach dem Tod des eigenen Kindes kennen und die schwere Phase selbst durchlebt haben, sind für trauernde Mütter und Väter besonders hilfreich“, sagt Hansen.

Die Pastorin verantwortet ein Angebot für verwaiste Eltern und will einen Schwerpunkt auf die Trauerarbeit mit Müttern und Vätern legen. „Es gibt bereits Treffen für Eltern, deren Nachwuchs durch Krankheit, Verbrechen oder Unfälle verstorben sind. Auch eine Trauergruppe für verwaiste Mütter und Väter, deren Kinder Suizid begangen haben, ist in Lübeck bereits etabliert. Eine Gruppe für Sternenkind-Eltern, in der den Hinterbliebenen sehr früh verstorbener Mädchen und Jungen Rückhalt gegeben wird, ist nun neu gegründet worden“, berichtet Mareike Hansen. Die Schwere des Verlusts mit anderen Menschen ohne viele Worte der Erklärung zu teilen, mache die Arbeit in den Trauergruppen so wertvoll. „Zusammen mit den Trauerbegleitern bieten wir aber auch Einzelseelsorge an - je nach den Wünschen der Hilfesuchenden“, sagt die Pastorin.

Die Trauergruppen treffen sich regelmäßig im Gemeindehaus der Kirchengemeinde St. Lorenz, Steinrader Weg 18 in Lübeck. Neu im Angebot ist ein Trauercafé für verwaiste Eltern in Berkenthin, das ab dem 24. Februar jeweils an jedem zweiten Donnerstag im Monat stattfinden wird. „Zusammen mit Nina Quade Runge, der Leiterin des Ev. Familienzentrums in Berkenthien, wollten wir ganz bewusst eine eigene Trauergruppe im Kreis Herzogtum Lauenburg schaffen“, bekräftigt die Seelsorgerin. Je nach Interesse und Bedarf sind weitere Gruppen-Angebote im Kirchenkreis möglich.

Um auf das Angebot aufmerksam zu machen, haben Mareike Hansen und ihr ehrenamtliches Team ein neues Informationsblatt erstellt, der neben näheren Hintergründen zur Arbeit und den Trauergruppen auch Kontaktadressen und Hinweise zu Andachten und Gottesdiensten enthält. Der so genannte „Trauer-Flyer“ soll in Bürgerbüros und kirchlichen Einrichtungen in Lübeck und im Herzogtum Lauenburg ausgelegt werden. Überdies werden in den kommenden Tagen Bestattungsunternehmen, Opferschutz-Organisationen und die Polizei mit der Broschüre ausgestattet.

Nähere Informationen zur Trauerbegleitung gibt es bei Pastorin Mareike Hansen unter der Telefonnummer 0176/19 79 02 98.

Kurznachrichten aus der Region


Critical Mass
Am Samstag, 21. Mai, treffen sich wieder radfahrende Menschen aus Wentorf, Börnsen, Reinbek, Bergedorf und überall um 11 auf dem Casinopark zur neunten Critical Mass in Wentorf. Im Anschluss können sich Interessierte im Rahmen des Fahrradsamstags "Wentorf sattelt um" mit Mitgliedern des ADFC Wentorf/Börnsen über die Möglichkeiten des Transports von Einkäufen, kleinerer und größerer Lasten mit und auf dem Fahrrad austauschen und über den Fortschritt des Projektes Freies Lastenrad für Wentorf informieren.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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