Deutsche Post Glücksatlas 2021: Impfung löst Glücksgefühle aus

Foto: hfr
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Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt zufriedenste Regionen Deutschlands

 

(LOZ). Das Glücksniveau in Deutschland geht im zweiten Coronajahr nur sehr moderat zurück. Der 11. Deutsche Post Glücksatlas belegt, dass die Lebenszufriedenheit der Bevölkerung 2021, auf einer Skala von 0 bis 10, um 0,16 Punkte bzw. 2,4 Prozent gegenüber 2020 zurückgegangen ist und aktuell bei 6,58 Punkten liegt. Vor Corona, 2019, konnte der Glücksatlas noch ein Rekordhoch von 7,14 Punkten ausweisen.

Auch wenn der aktuelle Wert der niedrigste seit Beginn der Befragung 1984 ist, ist der Rückgang im Vergleich zum ersten Pandemiejahr sehr gering. 2020 ging die Lebenszufriedenheit noch um 6 Prozent zurück. In den Monaten mit Lockdown sind die Deutschen im Durchschnitt um 0,52 Punkte unglücklicher als in Monaten ohne. Mit den Lockerungen der Coronamaßnahmen und dem Ausblick auf die höhere Verfügbarkeit von COVID-19-Impfstoffen erholt sich das Glücksniveau schnell und kehrt auf das Vorkrisenniveau zurück. Zudem belegen die Daten, dass die Deutschen Hoffnung aus der Impfung schöpfen. Knapp 70 Prozent sind optimistisch, dass sich die Coronakrise bewältigen lässt, wenn ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist.

Die Lebenszufriedenheit in Ost (6,51) und West (6,61) liegt in 2021 auf nahezu gleichem Niveau. Die Pandemie hat sich auf Ost- und Westdeutschland jedoch unterschiedlich stark ausgewirkt. In Westdeutschland fiel das Zufriedenheitsniveau 2020 etwas stärker ab, 2021 ist der Rückgang in Ostdeutschland etwas größer. Insgesamt haben die Ostdeutschen etwas kleinere Glückseinbußen. Der Glücksabstand zwischen Ost und West liegt aktuell bei 0,10 Punkten, 2019 waren es noch 0,17 Punkte. 

Die Pandemie beeinflusste die Zufriedenheit in allen Lebensbereichen. Am unzufriedensten sind die Deutschen mit ihrer Freizeit. Hier ging die Zufriedenheit gegenüber 2019 um insgesamt 2,2 Punkte zurück. Das Familienglück büßte 0,8 Punkte ein, die Zufriedenheit mit der eigenen beruflichen Situation verringerte sich um 0,5 Punkte und die mit dem Einkommen um 0,4 Punkte – auf einer Skala von 0 bis 10. Die Zufriedenheit mit der Gesundheit nahm während der Pandemie um 0,3 Punkte zu. Das zeigt, dass die Menschen ihre eigene Gesundheit angesichts der Coronapandemie scheinbar höher bewerten.

Der Deutsche Post Glücksatlas gibt aber nicht nur Auskunft über die durchschnittliche allgemeine Zufriedenheit in Deutschland, sondern in diesem Jahr auch über das Spezialthema "Impfen" und über die Entwicklung der Lebenszufriedenheit in den einzelnen Regionen.

Impfung löst Glücksschub aus

Im April 2021 erreichte die Lebenszufriedenheit mit nur 6,42 Punkten ihren Tiefpunkt. Grund dafür waren die dritte Infektionswelle und die damit einhergehenden verschärften Schutzmaßnahmen. Im Frühling und Sommer 2021 nahm die Impfkampagne an Fahrt auf und damit kehrte auch der Optimismus in Deutschland zurück. Mit Ende des dritten Lockdowns im Juni erreichte die Lebenszufriedenheit wieder 6,88 Punkte. Zudem sind 70 Prozent der Bevölkerung im Juni 2021 optimistisch, dass sich die Coronapandemie bewältigen lässt, wenn ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist. Bei den bereits Geimpften liegt der Anteil der Optimisten sogar bei 76 Prozent.

Die Impfung selbst löst bei den Geimpften einen Glücksschub aus. Sie hebt die Lebenszufriedenheit deutlich, im Schnitt um 0,52 Punkte. Gleichzeitig sinkt durch die Impfung die empfundene Belastung durch die Coronakrise. Bei den Impfunwilligen ist es umgekehrt: Wer nicht geimpft werden möchte, ist mit seinem Leben um 0,62 Punkte unglücklicher als der Durchschnitt der Bevölkerung. „Die Corona-Pandemie gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Durch Impfprogramme und eine hohe Impfbereitschaft können wir sie überwinden. Es ist erfreulich zu sehen, dass die nationale COVID-19 Impfstrategie, die wir durch unser betriebliches Impfangebot unterstützt haben, in der deutschen Bevölkerung so viel Optimismus auslöst. Zudem tragen wir als Unternehmen durch die Lieferung von bereits über 1,4 Milliarden COVID-19-Impfdosen weltweit dazu bei, die Pandemie langfristig hinter uns zu lassen“, sagt Dr. Andreas Tautz, Chief Medical Officer (CMO) bei Deutschen Post DHL Group.

Impfbefürworter und Impfunwillige unterscheiden sich beträchtlich: Impfbefürworter sind froh, während der Krise in einem Land wie Deutschland zu leben (73 Prozent; Impfunwillige: 31 Prozent), und wollen sich nach der Pandemie stärker um Nachhaltigkeit und Klimaschutz kümmern. Der Fortschritt der Impfkampagne stärkt auch die Zuversicht der Deutschen in die Zukunft. Im Juni 2021 geht ein Drittel davon aus, in einem Jahr mit dem eigenen Leben zufriedener zu sein, nur 5 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Zudem glauben 45 Prozent, dass sich nicht viel ändern wird.

Glücksranking der Regionen

Die glücklichsten Deutschen leben 2021 in Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt (beide 6,78 Punkte). Schleswig-Holstein verliert zum Vorjahr 0,61 Punkte. Mit Sachsen-Anhalt steht erstmals ein ostdeutsches Bundesland an der Spitze. Dort sackte das Glücksniveau weniger stark ab als in anderen Bundesländern. Bayern (6,77) erreicht Platz drei. Hamburg (6,74) erkämpft trotz Verlusten (-0,50) den vierten Rang zusammen mit Brandenburg (-0,15). Im oberen Drittel liegen zudem NRW (6,73) sowie Hessen (6,66) und Rheinland-Pfalz (6,62). Im Mittelfeld begegnen wir Baden-Württemberg (6,61 Punkte) und Niedersachsen (6,59). Auf den hinteren Rangplätzen finden sich gleichermaßen ost- und westdeutsche Bundesländer. Mit fast identischen Werten liegen das Saarland (6,46) und Thüringen (6,45) auf den Plätzen 13 und 14. Schlusslicht ist diesmal weit abgeschlagen Berlin, das auf nur 6,20 Punkte kommt.

Kurznachrichten aus der Region


KSK spendet Mobiliar
Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg (KSK) spendet nicht mehr benötigtes Mobiliar aus ihrem ehemaligen Hauptgebäude an gemeinnützige Vereine und Institutionen. Zu vergeben hat die KSK hauptsächlich Büroausstattung wie Stühle, Schreibtische, Rollcontainer und Sideboards. Ab sofort können sich Organisationen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg unter der Mail-Adresse verwaltung@ksk-ratzeburg.de zur Ausgabe anmelden. „Nachdem wir mit unserem Mobiliar bereits den Kreis bei der Geflüchtetenhilfe unterstützt haben, wollen wir jetzt unseren Vereinen ermöglichen, kostenfrei an Ausstattung zu kommen“, erklärt Dr. Kram, Vorstandsvorsitzender der KSK. Es gelte das Motto „Wer zuerst kommt…“. Anmeldeschluss für die Abholung ist der 15. Juli.


Kreisverwaltung am 29. Juni nur eingeschränkt erreichbar
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg ist am 29. Juni aufgrund von zwei Teilpersonalversammlungen zum Teil nur eingeschränkt erreichbar. Die Telefonzentrale unter der Nummer 04541 / 888-0 steht weiterhin zur Verfügung. Die regulären Öffnungszeiten des Fachdienstes Straßenverkehr in Lanken sind hiervon nicht betroffen.


Sprechstunden der Behindertenbeauftragten
Die nächsten Sprechstunden der Kreisbehindertenbeauftragten Kirsten Vidal finden an folgenden Terminen statt:
Donnerstag, 23. Juni, von 14 bis 15.30 Uhr im Rathaus in Wentorf bei Hamburg, Hauptstraße 16.
Montag, 4. Juli, von 12 bis 16 Uhr im Raum 176 des Kreishauses, Barlachstraße 2, in 23909 Ratzeburg. Dort ist sie auch unter der Nummer 04541 888-493 telefonisch erreichbar.


Deutsche Rentenversicherung Nord telefonisch nicht erreichbar
Wegen einer innerbetrieblichen Veranstaltung stehen die Mitarbeitenden der Deutschen Rentenversicherung Nord am Freitag, 17. Juni, für telefonische Anfragen nicht zur Verfügung. Darauf weist der Rentenversicherungsträger mit Sitz in Lübeck hin. Alle Ratsuchenden können sich jedoch weiterhin an das kostenlose, bundesweite Servicetelefon unter der Rufnummer 0800 1000 4800 wenden. Ab Montag, 20. Juni, sind wieder wie gewohnt alle telefonischen Services der Deutsche Rentenversicherung Nord erreichbar.  


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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