Die TelefonSeelsorge ist auch an Weihnachten und zwischen den Jahren rund um die Uhr für Hilfesuchende erreichbar

„An den Festtagen ist die Not vieler Menschen besonders groß“, sagt Frank Gottschalk. Der Pastor ist Leiter der TelefonSeelsorge in Lübeck. Foto: KKLL-bm

„Die Feiertage sind für einige Menschen eher ein Tiefpunkt"

 

Lübeck (LOZ). Für viele Menschen sind Weihnachten, die Tage zwischen den Jahren, Silvester und Neujahr die schönste Zeit des Jahres. Andere Menschen leiden gerade jetzt besonders. Hilfe suchen viele bei der TelefonSeelsorge Lübeck, die an allen Feiertagen rund um die Uhr für Hilfesuchende erreichbar ist.

Etwa 45 Anrufe Hilfe suchender Menschen nehmen die 82 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Lübecker TelefonSeelsorge zurzeit pro Tag entgegen. „Weihnachten gilt als gesellschaftlicher positiver Höhepunkt des Jahres. Für Einsame, Kranke, beruflich oder familiär gestresste Menschen sind die Feiertage eher ein Tiefpunkt“, sagt Frank Gottschalk.

Der Pastor und Leiter der TelefonSeelsorge spricht von der „Rückseite der Festtage“, mit denen seine Kollegen und er in diesen Tagen konfrontiert werden. Bereits seit November und verstärkt mit Beginn der Adventszeit klingelt es noch häufiger am Sorgentelefon. „In den Gesprächen geht es vermehrt um die Corona-Pandemie“, berichtet Gottschalk. Geimpften wie Ungeimpften macht die verschärfte Lage zu schaffen, wenn auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die besorgniserregende Entwicklung der Inzidenzzahlen, der wachsende Unmut der Geimpften über Ungeimpfte und Klagen über die Ausgrenzung umgeimpfter Menschen beschäftige die Anrufer. „Hinzu kommen Ängste und Sorgen über Einsamkeit zu Weihnachten und Silvester“, zählt der Seelsorger auf.

Für Frank Gottschalk und sein Team ist es selbstverständlich, gerade an den Festtagen für die Hilfesuchenden da zu sein. „Es rührt und berührt mich sehr, mit wieviel Einsatz die ehrenamtlichen Helfer dabei sind“, sagt der Theologe. Auch er sitzt zwischen Weihnachten und Silvester am Telefon.

16.000 anonyme Gespräche sind es pro Jahr, die allein in der Hansestadt geführt werden. Bundesweit gibt es 105 TelefonSeelsorgen. „Das zeigt eindrucksvoll, wie groß die Nachfrage ist“, betont der Pastor und nennt ein Beispiel: „Es gibt immer wieder Fälle, in denen uns Anrufer berichten, dass das Gespräch mit uns der einzige zwischenmenschliche Kontakt des Tages war. Wir sind für viele Menschen eine ganz wichtige Bezugsgröße.“

Die TelefonSeelsorge ist unter der Telefonnummer 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 erreichbar. Die Rufnummern des Kinder- und Jugendtelefons - die „Nummer gegen Kummer“ - sind 116 111 oder 0800 111 0 333.

Kurznachrichten aus der Region


Critical Mass
Am Samstag, 21. Mai, treffen sich wieder radfahrende Menschen aus Wentorf, Börnsen, Reinbek, Bergedorf und überall um 11 auf dem Casinopark zur neunten Critical Mass in Wentorf. Im Anschluss können sich Interessierte im Rahmen des Fahrradsamstags "Wentorf sattelt um" mit Mitgliedern des ADFC Wentorf/Börnsen über die Möglichkeiten des Transports von Einkäufen, kleinerer und größerer Lasten mit und auf dem Fahrrad austauschen und über den Fortschritt des Projektes Freies Lastenrad für Wentorf informieren.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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