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(LOZ). In der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses für Regionalentwicklung und Mobilität wurde mehrheitlich die Umsetzung des Projektes PRIMA beschlossen. In Zusammenarbeit mit der Hamburger Hochbahn AG soll die Park+Ride-Anlage in Büchen als Pilotprojekt digital vernetzt werden und die Auslastung des Parkplatzes am Büchener Bahnhof dem Nutzer per App angezeigt werden.

Für die Entwicklung der App, der technischen Ausrüstung des Parkplatzes sowie der digitalen Anbindung sollen in den kommenden zwei Jahren Kosten von fast 4 Millionen Euro anfallen; neben den Anteilen von Bund und der Hochbahn verbleibt für den Kreis Herzogtum Lauenburg eine Investitionssumme von knapp 400.000 Euro.

Der FDP-Kreistagsabgeordnete Holger Kempter hat gegen dieses Vorhaben gestimmt. „Nach der App-Entwicklung und der technischen Aufrüstung am Standort Büchen soll das Projekt als kostengünstige Vorlage für Ratzeburg, Müssen, Schwarzenbek und Aumühle dienen. Die Einführung einer kostenpflichtigen Parkraumbewirtschaftung wie in Büchen ist somit für die entsprechenden Kommunen nur noch ein kleiner Schritt. Wir als Kreis-FDP befürchten, dass durch das Projekt PRIMA die Pendler aus unserem Kreis zusätzlich durch neuen Parkgebühren finanziell belastet werden und der Umstieg in die Bahn dadurch unattraktiver werden wird.“

Auch die Fraktionsvorsitzende Judith Gauck ist nicht überzeugt. „Fast 400.000 Euro in Zeiten klammer Haushaltskassen erachten wir momentan als nicht notwendig und tragbar. Die FDP scheint immer noch die einzige Fraktion im Kreis zu sein, die den Ernst der Lage im Kreishaushalt für die kommenden Jahre erkannt hat!“

Die Finanzierung und der Start des Projektes PRIMA wurden letztlich gegen die Bedenken von FDP und Kreisseniorenbeirat von einer Mehrheit aus CDU, SPD und Grünen beschlossen. “Ein Vertreter der AfD war wie oftmals in der Vergangenheit nicht anwesend“, schließt die FDP ab.

Kurznachrichten aus der Region


Gefährliche Schneelast auf den Bäumen - Kreisverwaltung gibt Entwarnung
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hatte in der vergangenen Woche nach den heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel vor dem Betreten der Wälder gewarnt und ein teilweises Betretungsverbot für die Kreiswälder ausgesprochen. Mit Blick auf die aktuelle Witterung konnten Warnung und Verbot am Dienstag, 13. Januar, wieder aufgehoben werden. Tauwetter und Wind haben die Schneelasten von den Baumwipfeln genommen, Mitarbeitende der Kreisforsten haben die Waldwege bereits überwiegend von Hindernissen befreien können. Die Wege können wieder mit der gebotenen Vorsicht auf eigene Gefahr genutzt werden. Brennholzselbstwerber und die gewerbliche Holzabfuhr können die Wege nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern ebenfalls wieder nutzen.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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