Landtagsabgeordnete Tschacher: Land sichert Zukunft der Sprach-Kitas

Foto: hfr
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Kiel (LOZ). Zu dem Entschluss der Landesregierung, Sprach-Kitas auch nach dem Ende der Bundesförderung weiterzuführen, sagt die lauenburgische Landtagsabgeordnete Andrea Tschacher:

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„Ich bedauere es sehr, dass sich der Bund aus der Verantwortung zieht, die Sprach-Kitas weiter zu fördern. Umso mehr begrüße ich den Entschluss der CDU-geführten Landesregierung, den Fortbestand der Sprach-Kitas im Land dauerhaft zu sichern und dafür finanzielle Mittel in die Hand zu nehmen. Im Herzogtum Lauenburg profitieren von der sichergestellten Sprach-Kita-Förderung 16 Einrichtungen. Die weitere gute Botschaft ist, dass somit Kindern, Eltern und den Verantwortlichen an den Kitas in Schleswig-Holstein eine langfristige Perspektive gegeben wird.

Mit dem Haushaltsentwurf für 2023 wird die Landesregierung für das kommende Jahr finanzielle Mittel in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro einplanen, um den Wegfall des Bundesprogramms ab dem zweiten Halbjahr abzufedern. Ab 2024 sollen die Kitas dann jährlich mit rund 7 Millionen Euro unterstützt werden.

Meine Erwartung an den Bund ist, dass er zu seiner Ankündigung steht, mindestens die Förderung im ersten Halbjahr 2023 sicherzustellen. Zudem müssen die bestehenden Förderstrukturen für die einrichtungsübergreifende Fachberatung und die Leistungen der Service-Stelle in Berlin grundsätzlich erhalten bleiben.

Dass die Sprach-Kitas in Schleswig-Holstein unabhängig von Bundesprogrammen zu einem dauerhaften Bestandteil der frühkindlichen Bildung wird, eröffnet insbesondere den zahlreichen Fachkräften in diesem Bereich eine verlässliche Perspektive. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel ist das eine wichtige Entscheidung.“

Hintergrundinformationen:

Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ besteht seit 2016, der Bund hat im Sommer dieses Jahres mitgeteilt, dass es am 31.12.2022 – entgegen der Vereinbarung im Bundeskoalitionsvertrag - beendet wird. In diesem Förderprogramm werden die Kita-Teams durch zusätzliche Fachkräfte (0,5 Stellen) mit Expertise im Bereich der sprachlichen Bildung verstärkt, die direkt in der Kita tätig sind. Diese beraten, begleiten und unterstützen die Kita-Teams bei der Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung. Zusätzlich finanziert das Programm eine zusätzliche Fachberatung, die kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas unterstützt.

Das Land Schleswig-Holstein unterstützt die Sprachbildung und -förderung bereits heute aus eigenen Mitteln für alle Kitas über das Standard-Qualitäts-Kosten-Modell (SQKM). Zudem hat das Land eine besondere Qualifizierung zur Alltagsintegrierten Sprachbildung entwickeln lassen und fördert die Umsetzung und Evaluation dieser mit rund 1,6 Millionen Euro. Hinzu kommen jährliche Fachtage und Beratungsangebote.

Das Land wird nun ein Förderprogramm auflegen mit dem Ziel, den Wegfall des Bundesprogramms und die damit verbundenen etablierten Strukturen bestmöglich zu kompensieren.

Kurznachrichten aus der Region


Sprechstunden der Behindertenbeauftragten
Die nächsten Sprechstunden der Kreisbehindertenbeauftragten Kirsten Vidal finden an folgenden Terminen statt:
Donnerstag, 27. Juni, von 14 bis 15.30 Uhr im Rathaus in Wentorf bei Hamburg, Hauptstraße 16.
Montag, 1. Juli, von 12 bis 16 Uhr im Raum 176 des Kreishauses, Barlachstraße 2, in Ratzeburg. Dort ist sie auch unter der Nummer 04541 / 888-493 telefonisch erreichbar.


Fest am Rathaus
Am Samstag, 22. Juni, findet ab 17 Uhr das Fest am Rathaus auf dem Rathausvorplatz, Hauptstraße 16 in Wentorf statt. Bevor DJ Buck mit abwechslungsreicher Musik zum Tanzen einlädt, eröffnet der Feuerwehr-Musikzug Wentorf-Börnsen die Veranstaltung. Für das leibliche Wohl sorgen die Feuerwehr Wentorf, der SC Wentorf, das DRK, Edeka Schulz sowie Roland Pump und Team der „Alten 16“.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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