(LOZ). Die SPD-Kreistagsfraktion hat eine neue Vorsitzende: Anika Pahlke steht künftig an der Spitze der Fraktion. Sie tritt damit die Nachfolge von Jens Meyer an. Dieser hatte im Juli seinen Rücktritt erklärt.
„Mir ist wichtig, dass wir uns klar auf die Zukunftsaufgaben konzentrieren und die Arbeit für die Menschen im Kreis ganz in den Mittelpunkt stellen. Mit einem vollständigen Vorstandsteam und einer engagierten Fraktion sind wir dafür gut aufgestellt“, erklärt Pahlke. Die 39-jährige Aumühlerin bringt dafür die notwendige Erfahrung mit: Die studierte Politikwissenschaftlerin arbeitet in der kommunalen Wirtschaftsförderung. Auch die Kommunalpolitik gestaltet sie bereits seit vielen Jahren mit, erst in Stormarn, seit 2018 im Kreis Herzogtum Lauenburg.
Die SPD Kreisvorsitzende Cira Ahmad erklärt: „Ich freue mich sehr über die Wahl von Anika Pahlke. Durch ihre langjährige Erfahrung und ihr großes Engagement ist sie bestens vorbereitet, die kommenden Aufgaben erfolgreich anzugehen. Mit Zuversicht blicke ich auf die Impulse, die sie mit neuen Ideen und viel Tatkraft setzen wird, und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr.“
Ebenfalls neugewählt wurde David Welsch aus Nusse. Er folgt Pahlke als stellvertretender Fraktionsvorsitzender. „Ich freue mich über die neue Aufgabe und hoffe, dass in mich gesetzte Vertrauen erfüllen zu können“, so Welsch. Neben seiner Aufgabe im Fraktionsvorstand bringt er wichtige verkehrs- und sozialpolitische Impulse mit.
Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt aber nicht: Die Haushaltsberatungen im Zeichen der Haushaltssperre werfen ihre Schatten voraus. Inhaltlich setzt die SPD-Kreistagsfraktion bei der Haushaltskonsolidierung klare Schwerpunkte. Pahlke macht deutlich, dass Sparmaßnahmen nicht allein zulasten der freiwilligen Leistungen gehen dürfen und das soziale Miteinander nicht gefährdet werden darf:
„Strukturen in der Jugendarbeit oder bei Vereinen und Verbänden, die wir heute kaputt sparen, lassen sich nicht reparieren. Vielmehr muss geschaut werden, wo wir durch Optimierung, kommunale Zusammenarbeit und bei Sach- und Betriebsausgaben sparen können. Auch kostenintensive Großprojekte gehören auf den Prüfstand.“ Dass sich die finanzielle Situation für den Kreis und die Kommunen kurzfristig bessern wird, erwartet sie nicht.
Die SPD-Fraktionsvorsitzende mahnt bei der Haushaltskonsolidierung kommunale Zusammenarbeit an und sieht darin eine besondere Verantwortung: „Wir dürfen die finanziellen Zwänge über die Kreisumlage nicht einfach an die Kommunen durchreichen, sondern müssen als Kreis einen verantwortungsvollen Haushalt aufstellen.“
Daher möchte die SPD-Fraktion auch die Zukunftsthemen wie die Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung verstärkt in den Blick nehmen. „Es ist entscheidend, die Verwaltung so aufzustellen, dass sie leistungsfähig bleibt und den Bürgerinnen und Bürgern gute Dienstleistungen bietet“, erklärt Pahlke.
Bereits in der Sommerpause nutzten die Abgeordneten ihre Sommertour für Gespräche mit Vereinen, Initiativen und Bürgerinnen und Bürgern, um bestmöglich in die zweite Hälfte der Amtsperiode zu starten. „Diese Eindrücke fließen direkt in unsere Arbeit ein – wir haben also die Hausaufgaben mitgenommen und gehen gut vorbereitet in die kommenden Beratungen", so Pahlke abschließend.
