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Lauenburg (LOZ). Der 1. Vorsitzende, Manfred Maronde, hat zum fünften Male wieder etliche hundert Schwarzweißfotos aus der digitalen Sammlung des Vereins gesichtet. Die Texte schrieb, auch aus eigener Erinnerung, wieder Horst Eggert, langjähriger Vorsitzender und Ehrenmitglied in Lauenburg.

Wo können diese Kalender erworben werden? In der Unterstadt an der Elbstraße in der Tourist-Info im Elbschifffahrtsmuseum und beim Altstadtfrisör Sabine Peters, in der Oberstadt bei „Deko for Seasons“ von Manuela Gronau (die auch die Postagentur führt, Berliner Straße) und im Tabakwaren-Fachgeschäft und Kiosk von Thomas Franck (Reeperbahn). Ein Kalender kostet zehn Euro. Der Reinerlös ist für den Lauenburger Heimatbund und Geschichtsverein bestimmt.

Lauenburg ist ein Touristenziel, nicht erst jetzt, sondern schon seit über hundert Jahren. Eine ganze Anzahl von Lokalen legt davon Zeugnis ab. Einige Hotels und Gasthäuser bestehen bis auf den heutigen Tag, an andere können sich nur noch alte Leute erinnern. So manche Bekanntschaft entstand beim Tanz, viele Feierabende wurden mit Arbeitskollegen oder Nachbarn verbracht.

Eine Anekdote: Die Alters-Turner spielten an ihren Übungsabenden Keulenball. Plötzlich erwischte eine Keule Hermann, den Wirt vom „Hotel Möller“, etwas arg am Kopf, so dass er eine Beule bekam. Nach dem Sport gab es ein Feierabendbier bei Möller. Hermann machte sich steif, und die Turner trugen ihren „schwerverletzten“ Hermann mit bedecktem Gesicht in die Gaststube und legten ihn mit den Worten: „Der ist hin!“ auf den Stammtisch. Die Wirtin, Hermanns Frau Magdalene, fiel aus allen Wolken. „Was habt ihr mit Hermann gemacht?“, schrie sie und kam wie eine Furie hinter ihren Tresen hervor. Als sie dann vor ihrem verbeulten Hermann stand, konnte der sich das Grinsen nicht verkneifen. „Ji verdammten Ös, mi so een'n Schreck intojagen“. Sie aber freute sich, dass Hermann noch ganz war und hatte zu tun, den Turnern das Bier einzuschenken.

Noch eine Anekdote: Lauenburger Kaufleute spielten abends gerne Karten im „Parkhotel“ – es stand an der Stelle von Raiffeisenbank und ZOB. Sie konnten aber nie ein Ende finden. Die Wirtin stellte dann einen Köm auf einem Tischchen an der Tür auf. Als dann der Udel zur Polizeistunde kam um den Schluss zu verkünden, trank er den Köm und gab gnädiglich noch Minuten zu. Das soll sich dann bis in die späte Nacht noch einige Male wiederholt haben.

Als um 1905 die Büsche und Bäume den Namen des an der Elbhang-Kante gelegenen „Bellevue“ „ankratzten“, stutzte die liebreizende Tochter des Hauses, Mieke, sie kurzerhand, welches dem unterhalb wohnenden Bürgermeister Volckmar gar nicht gefiel. Er nahm jedoch dem Bellevue mit einer Planke selbst den schönen Blick. - Große Empörung! - Fooken, der unterhalb der Bürgermeistervilla eine Zündholzfabrik betrieb, drohte dem Bürgermeister ebenfalls mit einer Planke, ihm die Aussicht zu versperren. Die Warnung wirkte, die Bellevue-Planke verschwand flugs und Mieke erfreute weiter an schönen Sommerabenden die die Elbaussicht genießenden Gäste mit ihrem fröhlichen Gesang.

Kurznachrichten Lauenburg


Sperrung Straßenbrücke Basedow-Lanze über den Elbe-Lübeck-Kanal
Die Straßenbrücke von Basedow nach Lanze über den Elbe-Lübeck-Kanal wird abgerissen und anschließend neu gebaut. Die vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt beauftragten Arbeiten sollten am 5. Januar starten. Witterungsbedingt wurde der Beginn der Arbeiten auf den 13. Januar verschoben. Die Arbeiten dauern bis voraussichtlich Sommer 2027, so dass eine Überquerung des Kanals an dieser Stelle nicht möglich sein wird. Dieses gilt auch für Fußgänger und Radfahrer. Von der Sperrung betroffen ist auch der Geh- und Radweg entlang des Kanals. Eine Umleitung wird ausgeschildert.


Demenzberatung
Die Koordinierungsstelle Demenz bietet in Lauenburg einmal monatlich Demenzberatung an. Fragen rund um das Thema werden mit viel Zeit besprochen. An jedem 4. Donnerstag im Monat von 15 bis 18 Uhr können sich Angehörige und Menschen mit Gedächtnisproblemen im Fürstengarten 29 (Erdgeschoss) individuell, unabhängig und kostenfrei beraten lassen. Um Anmeldung wird gebeten, es gelten die aktuellen Regeln. Weitere Infos: Barbara Hergert, Koordinierungsstelle Demenz, Telefon 04542 / 83 84 670, info@koordinierungsstelle-demenz.de


Beratung des Pflegestützpunktes
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Haus der Begegnung, Fürstengarten 29, von 9-12 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege an. Der Zugang ist derzeit nur über die Schmiedestraße möglich. Nadine Fauck vom Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Aufgrund der aktuellen Lage sind persönliche Beratungen vor Ort nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab und unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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