Foto: ARLT/ Johannes Arlt
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Landespreis für Baukultur in der Kategorie „Umbau und Bestandsbau mit Schwerpunkt Stadtentwicklung“ geht nach Lauenburg

Lauenburg (LOZ). Große Freude bei der Stadtverwaltung Lauenburg und dem Architekturbüro kbnk aus Hamburg-Altona. Gemeinsam wurden Stadt und Büro am 15. September durch Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack und Landtagspräsidentin Kristina Herbst in Kiel für den Umbau des „Stappenbeck“ ausgezeichnet.

 

Unter 50 eingereichten Projekten entschied sich die Jury in der Kategorie „Umbau und Bestandsbau mit Schwerpunkt Stadtentwicklung“ für das Projekt mit dem Arbeitstitel „Stadtbücherei und Stadtarchiv“. Insgesamt wurden Preise in sieben Kategorien vergeben.

„Die Sanierung und Erweiterung des ehemaligen Saalgebäudes zu Stadtbücherei und Stadtarchiv überzeugt als Impulsgeber für die städtebauliche Reparatur der bestehenden Struktur und schafft einladende Räume für Kultur und Begegnung. (…) Insgesamt zeigt das Projekt einen vorbildhaften Umgang für die Weiterentwicklung vorhandener und vergangener Strukturen in der gebauten Umwelt.“ heißt es in der Würdigung der Fachjury.

Für insgesamt 9,3 Millionen Euro hatte die Stadt Lauenburg die Planung des Büros kbnk aus Hamburg in gut zweieinhalb Jahren Bauzeit umgesetzt um Archiv und Bücherei ein neues und zeitgemäßes Zuhause zu bieten und mit dem Stadtcafé wertige Gastronomie in die Innenstadt zu bringen. Bei der Eröffnung im Frühjahr 2024 bezeichnete Amtsleiter Christian Asboe das Projekt gemeinsam mit den direkt anschließenden Lauenburger Lesegärten als „Nukleus der Innenstadtrevitalisierung“. Dies sah auch die Jury des Landes Schleswig-Holstein so.

Die Verbindung historischer Architektur mit dem neuen Zwischenbau, der den vorherrschenden Materialitäten Rechnung trägt und sich in Richtung Innenstadt und Lesegärten öffnet, wurde durch Architektin Madlene Heims entworfen und als Projektleiterin betreut. Als Bauherrenvertreterin fungierte Stadtarchitektin Martina Wulf-Junge. Beide bezeichnen das „Stappenbeck“ als „Herzensprojekt“.

„Mich freut es besonders für Madelene Heims und meine Kollegin Martina Wulf-Junge, die viel Arbeit, Zeit und Herzblut investiert haben, um Bücherei, Archiv und Stadtcafé in der Lauenburger Innenstadt zu verankern. Dass die ansprechende Architektur und die Wirkung des Gesamtprojektes auf die Innenstadtentwicklung nun auch landesweit die gebührende Anerkennung finden, ist eine tolle Sache für unsere Stadt“, sagt Bauamtsleiter Christian Asboe.

Im Beisein von Landtagspräsidentin Kristina Herbst und Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Büros kbnk und der Stadtverwaltung freudestrahlend die Urkunde, sowie die repräsentativ gestaltete Plakette entgegen, die zeitnah am Gebäude angebracht wird.

„Die Auszeichnung des Stappenbeck mit dem Landesbaupreis 2025 zeigt, wie wichtig es ist, Alt und Neu miteinander zu verbinden – für eine Stadt, die sich weiterentwickelt, ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Es ist eine verdiente Auszeichnung für alle, die an diesem außergewöhnlichen und visionären Projekt mitgewirkt haben“, freut sich Bürgermeister Thorben Brackmann.

Details zu den Siegerprojekten sind auf der Homepage des Landes unter www.schleswig-holstein.de/baukulturpreis einsehbar.

 

Kurznachrichten Lauenburg


Sperrung Straßenbrücke Basedow-Lanze über den Elbe-Lübeck-Kanal
Die Straßenbrücke von Basedow nach Lanze über den Elbe-Lübeck-Kanal wird abgerissen und anschließend neu gebaut. Die vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt beauftragten Arbeiten sollten am 5. Januar starten. Witterungsbedingt wurde der Beginn der Arbeiten auf den 13. Januar verschoben. Die Arbeiten dauern bis voraussichtlich Sommer 2027, so dass eine Überquerung des Kanals an dieser Stelle nicht möglich sein wird. Dieses gilt auch für Fußgänger und Radfahrer. Von der Sperrung betroffen ist auch der Geh- und Radweg entlang des Kanals. Eine Umleitung wird ausgeschildert.


Demenzberatung
Die Koordinierungsstelle Demenz bietet in Lauenburg einmal monatlich Demenzberatung an. Fragen rund um das Thema werden mit viel Zeit besprochen. An jedem 4. Donnerstag im Monat von 15 bis 18 Uhr können sich Angehörige und Menschen mit Gedächtnisproblemen im Fürstengarten 29 (Erdgeschoss) individuell, unabhängig und kostenfrei beraten lassen. Um Anmeldung wird gebeten, es gelten die aktuellen Regeln. Weitere Infos: Barbara Hergert, Koordinierungsstelle Demenz, Telefon 04542 / 83 84 670, info@koordinierungsstelle-demenz.de


Beratung des Pflegestützpunktes
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Haus der Begegnung, Fürstengarten 29, von 9-12 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege an. Der Zugang ist derzeit nur über die Schmiedestraße möglich. Nadine Fauck vom Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Aufgrund der aktuellen Lage sind persönliche Beratungen vor Ort nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab und unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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