Behalten statt wegwerfen - Das europäische Recht auf Reparatur soll die Reparierbarkeit verbessern und Produktlebensdauer verlängern

Foto: hfr

 

(LOZ). Das Europäische Parlament hat heute seine Prioritäten für die vorgesehene Kommissionsinitiative zum Recht auf Reparatur vorgelegt. Dieser Vorschlag ist Teil der Bemühungen der EU, von einem linearen Modell zur Kreislaufwirtschaft überzugehen und bis 2050 klimaneutral zu werden.

Delara Burkhardt, umweltpolitische Sprecherin der Europa-SPD: „`Bring dein altes Gerät und kaufe ein neues zu reduziertem Preis`. Was oft wie ein attraktives Angebot klingt, macht in Wahrheit deutlich, dass unser Wirtschaftssystem noch weit entfernt von einem Kreislaufmodell ist. Hohe Reparaturkosten und kurze Lebensdauer machen es für Verbraucher teilweise einfacher und günstiger, ein Neugerät anzuschaffen, anstatt ein altes zu reparieren.

Inzwischen wissen wir, dass viele Elektrogeräte sogar so gebaut werden, dass sie kurz nach Ablauf der Garantie erste Verfallserscheinungen zeigen. Das ist nicht nur teuer für die Verbraucher, es ist auch alles andere als nachhaltig und führt zu und anhaltender Rohstoffverschwendung. Das Recht auf Reparatur ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und Verbraucherechten. Ersetzten wir Neuproduktion mit der Reparatur existierender Geräte, reduziert das den enormen Ressourcenverbrauch und damit die Treibhausgasemissionen des Sektors.

Nun ist es an der Kommission sicherzustellen, dass das Recht auf Reparatur verbraucherfreundlich zu gestalten. Gleichzeitig müssen Hersteller verpflichtet werden, kostenlose Reparaturen und Softwareupdates für einen Mindestzeitraum zu garantieren."

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