2. Berufsmesse an der Gemeinschaftsschule Sandesneben: „Eine gelungene Veranstaltung“

64 Aussteller präsentierten ihre Ausbildungs- und Studienangebote bei der 2. Berufsmesse der Gemeinschaftsschule Sandesneben. Foto Jordan Tyler Attrot
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Sandesneben (LOZ). Am 1. Dezember öffneten die Schülerinnen und Schüler der Grund- Gemeinschaftsschule Sandesneben nicht nur das erste Türchen ihres Adventskalenders, sondern besuchten auch die zweiten Studien- und Berufsmesse in der Amtsarena in Sandesneben.

Nach dem erfolgreichen ersten Durchgang mit 24 Betrieben im vergangenen Schuljahr, konnte Vivien Pracejus, die Koordinatorin für Studien- und Berufsorientierung, nun die Anzahl auf 64 angemeldete Betriebe und (Hoch-)Schulen erweitern. Dabei entstand eine bunte Mischung zwischen Handwerk, Pflege, Industrie und kaufmännischen Berufen. Doch auch die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe konnten sich zu diversen (Dualen) Studiengängen informieren. Wer eine Pause einlegen wollte, der konnte sich beim Café des Abiturjahrgangs eine leckere Waffel, Kuchen oder belegte Brötchen holen. Für die Aussteller wurde viel Kaffee gekocht.

Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 bis 13 führten zwischen 8.45 Uhr und 13.30 Uhr Gespräche mit den anwesenden Betrieben und (Hoch-)Schulen oder absolvierten einen der angebotenen Workshops. Der Vortrag von Prof. Dr. Uhlmann, von der Dualen Hochschule Schleswig-Holstein (DHSH), zum Dualen Studium war dabei besonders bei den Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrgangs beliebt. „Die Verbindung von Praxis und Studium fand ich schon vorher interessant, aber durch den Vortrag habe ich nun eine genauere Vorstellung davon und bin froh, dass ich dabei war“, so ein Schüler aus der 13. Klasse.

Zwischen den Ausstellern waren auch in diesem Jahr wieder viele Eltern und ehemalige Schülerinnen und Schüler vertreten. Für Gerhardt Weitkunat, den Leiter des Maritimen Schulungs- und Trainingszentrum der Bundespolizei, war es Ehrensache, dass er seinen Beruf an der Schule seiner Tochter vorstellt. Jonas Rusch hatte im Sommer 2021 die Gemeinschaftsschule mit dem Abitur in Richtung Lufthansa verlassen und macht dort nun eine Ausbildung zum Fluggerätemechaniker. Bei der Berufsmesse stellte er gemeinsam mit einem weiteren Azubi und einem Dualen Studenten die Ausbildungsmöglichkeiten bei „Lufthansa Technik“ vor. „Ich finde es gut, dass es solche Angebote für die Schüler gibt. Als ich in der Schule war, musste man immer extra nach Lübeck oder Hamburg zu solchen Berufsmessen fahren“, erinnert er sich beim Wiedersehen in seiner alten Schule.

Zwischen den Gesprächen auf der Ausstellerfläche und einer Verschnaufpause im Café stellten sich einige Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung den teils sehr kniffligen Fragen des Workshops zum Einstellungstest. „Ich will später eigentlich zur Polizei. Gut, dass ich den Einstellungstest hier vorher probieren konnte. Jetzt weiß ich, was ich noch üben muss“, war das Fazit einer Schülerin des 9. Jahrgangs.

Viele der Aussteller hatten typische Arbeitsgegenstände zur Veranschaulichung dabei: Bei „Rodenberg Waldkontor“ aus Kastorf gab‘s Motorsägen, die Tischlerei Gold aus Wentof (A.S.) brachte Hobel und Sägen mit und beim Stand der Bundeswehr konnte man sogar den schweren Rucksack anprobieren.

„Heutzutage muss man mit der Firma um die Leute werben und nicht darauf warten, dass sich jemand bewirbt“, beschreibt Elektromeister Marc-Alexander Machnik von der Firma „Sparolin Elektrotechnik“ aus Schiphorst die Motivation vieler Aussteller. Und die legten sich mit ihren vielfältigen Ausbildungsberufen und Studiengängen mächtig ins Zeug, um die Jugendlichen für sich zu gewinnen. Beim Schätzspiel von Aldi Nord konnte man coole schwarze Sportsocken mit Aldi-Logo gewinnen. Doch wer schätzt schon die genaue Anzahl von 108 Schokokugeln? Zum Beispiel Joost Lübbers aus der 13S. Er hatte die exakte Anzahl auf seinem Zettel eingetragen und freut sich nun über die Socken. Mit 168 Treffern erzielte John Greim aus der 11G das beste Ergebnis beim Reaktionstest der Provinzial-Versicherung. Und eine Schülerin aus der 8c freute sich über ihren Praktikumsplatz, den sie sich auf der Messe sichern konnte.

Doch leider fand auch in diesem Jahr nicht jeder seinen Traumberuf vor Ort, bedauerte Vivien Pracejus nach der Auswertung der Feedbackbögen am nächsten Tag. Dennoch überwog das positive Fazit: „Ich fand’s echt geil!“, fasste Ole Bruhns aus der 8c den Tag zusammen und der Schulleiter Dr. Jan Rüder schloss sich anerkennend an: „Das war eine gelungene Veranstaltung!“ „Toll, dass das Angebot sowohl bei Schülerinnen und Schülern als auch bei den Ausstellern gut ankam und das Projekt immer größer wird. Die ersten Anmeldungen für 2023 liegen bereits vor“, erklärte die Organisatorin Vivien Pracejus. „Dank der Rückmeldungen habe ich schon eine Liste mit Dingen, die ich im nächsten Jahr optimieren will und Betriebe, die ich unbedingt einladen möchte. Ich freue mich drauf Anfang 2023 in die Planung für die dritte Berufsmesse zu gehen.“

Wer auch auf der Berufsmesse seinen Betrieb vorstellen möchte, meldet sich einfach unter vivien.pracejus@ggs-sandesneben.org für 2023 an.

Kurznachrichten aus der Region


Sprechstunden der Behindertenbeauftragten
Die nächsten Sprechstunden der Kreisbehindertenbeauftragten Kirsten Vidal finden an folgenden Terminen statt:
Donnerstag, 26. Januar, von 14 bis 15.30 Uhr im Rathaus in Wentorf bei Hamburg, Hauptstraße 16.
Montag, 6. Februar, von 12 bis 16 Uhr im Raum 176 des Kreishauses, Barlachstraße 2, in Ratzeburg. Dort ist sie auch unter der Nummer 04541 / 888-493 telefonisch erreichbar.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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