Arbeitsmarkt im November: Arbeitslosigkeit sinkt auf nur noch knapp über 5.000

Foto: W. Reichenbächer
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(LOZ). Die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg war bereits in den vergangenen Monaten jeweils gesunken. Auch im November hat sich dieser Trend fortgesetzt. Mit 136 arbeitslosen Menschen weniger als im Oktober fällt der Rückgang wieder etwas deutlicher aus als im Vormonat. Im November sind mit jetzt 5.050 nur noch knapp über 5.000 Menschen bei der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe arbeitslos gemeldet. In der Folge ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte zurückgegangen und liegt jetzt bei 4,7 Prozent.

Vor einem Jahr waren im November noch 5.738 Menschen und damit 688 mehr arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 5,4 Prozent.

„Wir haben weiterhin eine gute Entwicklung am Arbeitsmarkt im Kreis Herzogtum Lauenburg, die Arbeitslosigkeit ist auch im November weiter gesunken. Der Rückgang mit 136 arbeitslosen Menschen weniger zum Oktober fällt im Hinblick auf die Jahreszeit mit den anstehenden Wintermonaten sogar recht deutlich aus. Welchen Einfluss die aktuelle Corona-Infektionslage auf den Arbeitsmarkt haben wird, bleibt abzuwarten“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Kreis Herzogtum Lauenburg.

„Auch wenn die Unternehmen unserem Arbeitgeber-Service in diesem Monat 33 Stellen weniger als im Oktober gemeldet haben, bleibt ihr grundsätzlicher Personalbedarf hoch. Mit jetzt insgesamt 1.590 zu besetzenden sozialversicherungspflichtigen Stellen erreicht unser Stellenbestand einen neuen Jahreshöchstwert. Deren Anforderungsniveaus zeigen deutlich, wie wichtig eine abgeschlossene Ausbildung als Basis und die Weiterbildung im Beruf für Jobsuche und Arbeitsplatzsicherung sind. Bei 63 Prozent ihrer Stellen suchen die Unternehmen ausgebildete Fachkräfte, bei 18 Prozent Experten- und Spezialisten. Bei 19 Prozent der freien Arbeitsplätze werden Helferinnen und Helfer benötigt. Damit bietet nur knapp jede fünfte Stelle eine Einstiegschance für Ungelernte.“

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im November 274 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das sind 33 weniger (minus 10,7 Prozent) als im Vormonat und 47 mehr (plus 20,7 Prozent) als im November vergangenen Jahres. Ein Plus an Personalanforderungen ergeben sich aktuell im Bereich Groß- und Einzelhandel sowie Gesundheits- und Sozialwesen.

Damit sind aktuell insgesamt 1.590 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Herzogtum Lauenburg zu besetzen, 23 oder 1,5 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 344 Stellen mehr (plus 27,6 Prozent). „Die größten Personalbedarfe nach der Arbeitnehmerüberlassung finden sich mit 274 Stellen im Gesundheits- und Sozialwesen. Es folgen der Groß- und Außenhandel, wozu auch der Kfz-Handel und Kfz-Werkstätten gehören, mit aktuell 213 Stellenangeboten und das Baugewerbe mit 179 gesuchten Mitarbeitenden“, berichtet die Agenturchefin.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Herzogtum Lauenburg beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 6.564. Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 6,1 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkt unter dem Vormonat. Im November des Vorjahres lag sie bei 6,8 Prozent“, so Wieczorek.

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

Kurzarbeit

Die Zahl der Betriebe aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, die im November* neu Kurzarbeit angezeigt haben, liegt bei fünf. In den Anzeigen wird für 24 Beschäftigte ein Arbeitsausfall erwartet. Im Vormonat lag die Zahl bei vier Neuanzeigen für 27 Mitarbeitende, im September waren es drei Anzeigen oder weniger.

„Die Zahl neuer Anzeigen auf Kurzarbeit bleibt derzeit auf einem gleichbleibenden Niveau. Im Vordergrund stehen weiterhin oftmals Lieferengpässe als Grund für einen vorübergehenden Arbeitsausfall“, sagt die Chefin der Arbeitsagentur.  

*bis zum 24. November 2021

Kurznachrichten aus der Region


Bürgersprechstunde mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Nina Scheer per Telefon oder Videokonferenz
Dr. Nina Scheer, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd, lädt für Montag, 7. Februar, von 15 bis 17 Uhr zu einer Bürgersprechstunde per Telefon oder Videokonferenz ein. Um die einzelnen Telefonate zu koordinieren, wird um Anmeldung gebeten: telefonisch unter 030 / 227 73537 oder per E-Mail an nina.scheer@bundestag.de.


Baumpflegearbeiten an Kreisstraßen
Im Zeitraum vom 31. Januar bis zum 2. Februar wird die Kreisstraße K78 zwischen Groß Zecher und Marienstedt voll gesperrt. Grund hierfür sind Baumpflegearbeiten an den Alleebäumen. Die Ortschaft Groß Zecher ist während dieser Zeit von Seedorf aus erreichbar. Marienstedt kann aus Richtung Zarrentin und Hollenbek angefahren werden. Der Linienverkehr ist von den Arbeiten nicht betroffen.
Vom 3. Februar bis 4. Februar werden die Arbeiten dann an der Verbindungsstraße zwischen Güster und Göttin fortgesetzt. Auch hier muss die Straße zwischen dem Abzweiger Grambek und Göttin für den Durchgangsverkehr voll gesperrt werden.
Für beide Maßnahmen werden vor Ort Umleitungen ausgeschildert.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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