Das Indische Springkraut: schön problematisch

Mitarbeiter der Integrierten Station Lauenburische Landschaften, des Naturparks Lauenburgische Seen und des Zweckverbandes mit dem Indischen Springkraut im Vordergrund. Foto: hfr
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Gemeinsam im Einsatz gegen die Neophyten im Kreis

 

(LOZ). Bei bestem Juli-Wetter zogen die Mitarbeiter der Integrierten Station Lauenburgische Landschaften, des Naturparks Lauenburgische Seen und des Zweckverbandes „Schaalsee-Landschaft“ aus, um die im Eigentum des Zweckverbandes befindlichen Bruchwälder im Naturschutzgebiet Maura-Krukenbek vom Indischen Springkraut zu befreien.

Leicht zu erkennen ist das Indische Springkraut an seinen großen rosa-pinken Blüten. So schön diese Blütenpracht auf den ersten Blick auch scheint, für die Natur ist diese Pflanze ein Problem. Denn sie stammt ursprünglich aus dem Himalaya und wurde als Zierpflanze gezielt nach Europa eingeführt, schnell wurden die ersten wildwachsenden Pflanzen gefunden. Sie zählt damit zu den sogenannten Neophyten.

Was ist ein Neophyt?

Ein Neophyt ist eine Pflanzenart, die in ein für sie nicht heimisches Gebiet eingeschleppt wurde und sich dort etablieren konnte. Man nennt sie daher auch Neubürger. In Deutschland gibt es viele Neophyten, doch nur einige davon bereiten Probleme. Neben dem Indischen Springkraut beispielsweise der Riesen-Bärenklau/ Herkulesstaude, der Japanische Staudenknöterich, die Kanadische Goldrute und die Lupine.

Oftmals ist ihre rasante Ausbreitung das Problem, da sie so andere Arten verdrängen. Ziemlich beeindruckend kann das auch das Indische Springkraut, denn es kann seine Samen tatsächlich bis zu sieben Meter weit werfen. Dazu wächst es in kurzer Zeit auch noch bis zu drei Meter in die Höhe und produziert so Massenbestände. Viele andere Pflanzen haben da-gegen keine Chance.

Gemeinsam im Einsatz

Nach mehreren Stunden waren die etwa 18 Hektar großen Bruchwälder durchsucht und Unmengen an Indischem Springkraut entfernt. „Wir bedanken uns für die Unterstützung der Integrierten Station und des Naturparkes, denn alleine hätte wir nicht das gesamte Gebiet nach dem Indischen Springkraut absuchen können“, sagt Maria Boness, Leiterin der Geschäftsstelle des Zweckverbandes „Schaalsee-Landschaft“.

Jeanine Wagner, Stationsleiterin der Integrierten Station, freut sich über die Zusammenarbeit: „Der Naturschutz muss sich immer mehr Herausforderungen stellen, so-dass es wichtig ist, dass alle Beteiligten ihre Kräfte bündeln.“ Claudia Rösen vom Naturpark Lauenburgische Seen stimmt ihr zu: „Gemeinsam können wir mehr für den Naturschutz im Kreis bewirken.“

Das können Sie tun

Gegen die Ausbreitung von Neophyten kann jeder etwas tun. Die unerlaubte Ablage von Gartenmüll in der Landschaft beschleunigt die Ausbreitung, entsorgen Sie Gartenabfälle daher immer unbedingt bei einer Abfallstation. Entdeckt man das Indische Springkraut kann man dieses leicht mit den Wurzeln aus der Erde ziehen und dann zum Vertrocknen über einen Ast oder ähnliches legen. Viele andere Neophyten können durch ausgraben eingedämmt werden.

Vorsicht ist bei der Entfernung des Riesen-Bärenklaues geboten, denn diese Pflanze ist giftig. Genauer gesagt ist sie phototoxisch, das heißt vor allem ihr Saft ist in Kombination mit Sonnenlicht entzündlich und lässt Verletzungen ähnlich Verbrennungen entstehen. Sollten Sie diese Pflanzen auf Naturschutzflächen sehen, melden Sie es bitte bei den zuständigen Stellen und halten Sie Kinder und Tiere von der Pflanze fern.


Das Indisches Springkraut in Blüte. Foto: hfr

Kurznachrichten aus der Region


Sprechstunden der Behindertenbeauftragten
Die nächsten Sprechstunden der Kreisbehindertenbeauftragten Kirsten Vidal finden an folgenden Terminen statt:
Donnerstag, 25. August, von 14 bis 15.30 Uhr im Rathaus in Wentorf bei Hamburg, Hauptstraße 16.
Montag, 5. September, von 12 bis 16 Uhr im Raum 176 des Kreishauses, Barlachstraße 2, in Ratzeburg. Dort ist sie auch unter der Nummer 04541 / 888-493 telefonisch erreichbar.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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