Svenja Leppin und Katharina Schneider von der Evangelischen Jugend Lübeck-Lauenburg bieten das Argumentationstraining zusammen mit zwei Trainern des Netzwerks für Demokratie und Courage an. Foto: Annkathrin Bornholdt
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Was tun bei menschenfeindlichen Kommentaren, Diskriminierung und Verschwörungsdenken?

 

Berkenthin (ab). Menschenfeindliche Kommentare, „Stammtisch-Parolen“, Hassrede, Diskriminierung und Verschwörungsdenken - wie verhält man sich dabei richtig? Darum geht es bei einem Argumentations- und Handlungstraining, das die Evangelische Jugend Lübeck-Lauenburg am Sonnabend, 23. März, im Familienzentrum in Berkenthin, Kirchstraße 4, von 10 bis 18 Uhr anbietet.

„Jeder hat sowas im näheren Umfeld von Familie, Job oder Schule schon einmal erlebt: Da kommt eine Aussage, eine Behauptung und man ist erstmal sprachlos“, so Jugenddiakonin Svenja Leppin. „Es ist gar nicht so leicht einer Person aus dem Bekanntenkreis wirklich zu widersprechen - also die erste Person zu sein, die dagegenhält.“

Ähnlich sei es, wenn man Kommentare und Äußerungen zufällig mitbekomme. „Das kann zum Beispiel im Bus sein, wenn jemand neben mir telefoniert und dabei menschenverachtende Aussagen von sich gibt“, ergänzt Bildungsreferentin Katharina Schneider vom Jugendpfarramt in Lübeck. „Wie verhalte ich mich? Setze ich mich um? Das kann ja keine Lösung sein." Die Frage dabei sei auch: Wie erzeuge ich eine nachhaltige Wirkung?

Jugendliche sprachfähig machen

Um genau solche Situationen soll es am 23. März in Berkenthin gehen. Dort bietet die Evangelische Jugend Lübeck-Lauenburg gemeinsam mit dem Netzwerk Demokratie und Courage (NDC) ein ganztägiges Argumentations- und Handlungstraining an. Die Idee zu dem Schulungsangebot ist schon etwas älter. Bereits im November 2022 war das NDC zu Gast bei der Evangelischen Jugend. „Wir haben damals schon gemerkt, dass das Thema in unserer ländlichen Region Raum einnimmt und Jugendliche gern sprachfähiger wären. Wir wollten an dem Thema dranbleiben“, sagt Svenja Leppin, die als Jugenddiakonin für die vier Kirchengemeinden des Pfarrsprengels Marien tätig ist.

„Die Idee eines praxisnahen Argumentations - und Handlungstrainings fanden wir großartig und haben uns gern als Kooperationspartner mit eingebracht”, so Katharina Schneider vom Jugendpfarramt. „Ende November 2023 war dann klar, dass wir Trainer vom Netzwerk gestellt bekommen. Wir freuen uns sehr, dass das klappt.“ Ermöglicht wird das Training durch die Unterstützung des NDC, des Landesbeauftragen für Politische Bildung sowie das Bundesprogramm „Demokratie leben!" und den Verein Arbeit und Leben Schleswig-Holstein.

Der Machtlosigkeit etwas entgegensetzen

Ziel der Fortbildung sei es, Ideologien zu erkennen und eine eigene Haltung zu entwickeln und so abwertende Einstellungen argumentativ widerlegen zu können. Dabei dürfen die Teilnehmenden auch eigene Erfahrungen mit einbringen. „Wir wollen lernen, für Demokratie und Courage einzustehen und nicht einfach nur gegen etwas zu ein. Es geht darum, der Machtlosigkeit etwas entgegenzusetzen“, fasst es Katharina Schneider zusammen.

Die Tagesfortbildung steht allen haupt- und ehrenamtlich Engagierten ab 16 Jahren offen und kostet 10 Euro pro Person. Der Betrag ist zur Fortbildung in bar mitzubringen. Die Tagesfortbildung wird mit acht Stunden zur Verlängerung der JuLeiCa anerkannt.

Anmeldung: bis 8. März auf https://www.evangelische-jugend-luebeck-lauenburg.de

Kurznachrichten aus der Region


Gefährliche Schneelast auf den Bäumen - Kreisverwaltung gibt Entwarnung
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hatte in der vergangenen Woche nach den heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel vor dem Betreten der Wälder gewarnt und ein teilweises Betretungsverbot für die Kreiswälder ausgesprochen. Mit Blick auf die aktuelle Witterung konnten Warnung und Verbot am Dienstag, 13. Januar, wieder aufgehoben werden. Tauwetter und Wind haben die Schneelasten von den Baumwipfeln genommen, Mitarbeitende der Kreisforsten haben die Waldwege bereits überwiegend von Hindernissen befreien können. Die Wege können wieder mit der gebotenen Vorsicht auf eigene Gefahr genutzt werden. Brennholzselbstwerber und die gewerbliche Holzabfuhr können die Wege nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern ebenfalls wieder nutzen.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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