(LOZ). Das neue Programm „Veranstaltungen zu den Themen Vorsorge, Alter, Demenz und Pflege“ ist da. Darauf weist das Team des Pflegestützpunktes Im Kreis Herzogtum Lauenburg hin. Das Angebot richtet sich an pflegende Angehörige, Pflegende, Ehrenamtliche und andere Interessierte.
Der Flyer mit den Veranstaltungen von 2026 ist ab sofort u.a. im Pflegestützpunkt, im Kreishaus, bei den Ämtern des Kreises sowie bei den Hausärzten erhältlich. Außerdem ist er auf der Internetseite des Pflegestützpunktes als Download abrufbar. Es geht bei den Angeboten um Themen wie Wohnen im Alter, Tipps zur Demenzprävention sowie Informationen rund um den Schwerbehindertenausweis. Wichtige Themen wie das Betreuungsrecht, die Erstellung einer Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, sind im ersten und zweiten Halbjahr geplant. Nicht selten sind pflegende Angehörige neben körperlichen Anforderungen auch psychisch belastenden Situationen ausgesetzt. Ein weiteres wichtiges Thema ist deshalb die Entlastung von pflegenden Angehörigen. Auch Schulungskurse für Nachbarschaftshelfer stehen wieder auf dem Programm.
Die Zahl der Älteren und Pflegebedürftigen steigt stetig. Die Herausforderung an Unterstützung und Pflege durch Familie oder nahestehende Personen ist für die Mitarbeiter in der Beratungsstelle des Kreises Herzogtum Lauenburg, dem Pflegestützpunkt, täglich spürbar. Plötzlich ist neben dem eigenen Leben auch das Leben einer weiteren Person zu organisieren. Dazu sind die Kosten für professionelle ambulante Pflege in den letzten Jahren enorm gestiegen. Das Gleiche gilt für den Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung. Der Anteil, den Pflegebedürftige im Pflegeheim aus eigenen Mitteln finanzieren müssen, ist erneut gestiegen, zeigt eine Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) vom 1. Januar 2026. Demnach beträgt die monatliche Eigenbeteiligung im ersten Aufenthaltsjahr 3.245 Euro im Bundesdurchschnitt, das ist eine Steigerung von 261 Euro (neun Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.
Am besten nicht pflegebedürftig werden: Gesundheit und Selbständigkeit lange erhalten – Infos dazu bekommt man am 29. April in Kastorf. Die Eigenverantwortung wird zunehmend wichtiger, daran wird bereits durch die Bundesregierung für die nächste Pflegereform gearbeitet.
Eine der wichtigsten Aufgaben des Pflegestützpunktes ist es, Betroffene und ihre Angehörigen umfassend und neutral zu beraten. Die Vorträge und Kurse sollen dazu beitragen, dass Versorgungslücken im Bereich Schulung und Entlastung von pflegenden Angehörigen geschlossen werden. Das Ziel ist es, alle an der Pflege Beteiligten zu entlasten und die Situation von pflegebedürftigen Menschen so zu verbessern, dass sie möglichst lange ein selbstbestimmtes und sicheres Leben führen können.
Die angebotenen Veranstaltungen finden nachmittags mit einem Umfang von etwa zwei Stunden an verschiedenen Orten im Kreis statt und können alle einzeln gebucht werden. Anmeldungen sind telefonisch unter 04542 / 82 65 49 oder 04152 / 80 57 95 oder per Mail
