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Geesthacht (LOZ). Den Straßenlärm an Hauptstraßen vermindern - das ist das Hauptziel des Lärmaktionsplans (LAP). Nachdem das Papier Ende Mai öffentlich im städtischen Ausschuss für Umwelt und Energie vorgestellt worden ist, haben Einwohnerinnen und Einwohner Geesthachts nun erneut die Möglichkeit Fragen zu der Ausarbeitung zu stellen und eigene Ideen einzubringen – und das gleich auf drei Wegen.

„Der Lärmaktionsplan wird in einer öffentlichen Veranstaltung vom Ingenieurbüro vorgestellt. Zudem können Interessierte die Unterlagen im Rathaus oder online einsehen“, kündigt Anette Platz, Leiterin des Fachdienstes Umwelt der Geesthachter Stadtverwaltung, an. Die Wege im Detail:

Vom 11. Juni 2024 bis zum 23. Juli 2024 wird der LAP-Entwurf im Rathaus (Markt 15, 4. Stock, Raum 407b) ausliegen. Das Papier kann während der Öffnungszeiten des Rathauses eingesehen werden. Zeitgleich wird der LAP online über die Website der Stadt Geesthacht (www.geesthacht.de) verfügbar sein. Innerhalb dieser sechs Wochen hat die Öffentlichkeit die Möglichkeit, ihre Stellungnahmen und Vorschläge dazu schriftlich oder per E-Mail beim Fachdienst Umwelt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder Markt 15, 21502 Geesthacht) einzureichen. Darüber hinaus wird der LAP auch den Trägern öffentlicher Belange (Behörden und Institutionen) zugestellt werden, die ebenfalls ihre Stellungnahmen abgeben können.

Die öffentliche Veranstaltung zum Lärmaktionsplan ist dann für Dienstag, 25. Juni, geplant. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind ab 18 Uhr im Ratssaal im ersten Stock des Rathauses willkommen. Eine Anmeldung ist für die Teilnahme an der Veranstaltung nicht erforderlich. „Vorstellen wird das Ingenieurbüro den Entwurf der Fortschreibung des LAP mit den darin vorgeschlagenen Maßnahmen, die zu einer Verringerung der Lärmbelastung führen könnten. Die Anwesenden haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und auch schon Vorschläge zu machen. Diese werden an dem Abend aufgenommen“, erklärt Anette Platz. „Es ist aber auch nach der Veranstaltung noch vier Wochen lang Zeit, die Unterlagen online oder im Rathaus einzusehen und dann Stellungnahmen oder Vorschläge einzureichen. Nach Ende dieses Zeitraums wird ein Entwurf für die finale Fassung des LAPs erarbeitet unter Berücksichtigung der eingegangenen Stellungnahmen und Vorschläge.“

Wichtig für die Einordnung: Nicht alle Hinweise können durch den Lärmaktionsplan berücksichtigt oder umgesetzt werden, aber es werden alle Stellungsnahmen dokumentiert und begründet, warum Vorschläge schlussendlich nicht in den LAP eingearbeitet wurden. Und: Maßnahmen, die im LAP formuliert sind, müssen behördenintern beispielsweise bei der Planung von Baugebieten und Straßen berücksichtigt werden. Ein rechtlicher Anspruch von Einwohnenden auf die Umsetzung von Maßnahmen leitet sich daraus nicht ab.

Am 23. September befasst sich dann erneut der Ausschuss für Umwelt und Energie mit dem Thema. Der finale Entwurf des LAP wird dem Gremium dann in öffentlicher Sitzung vorgestellt, das eine Empfehlung für die Ratsversammlung beschließt. „Nach den Vorschriften zur LAP-Erstellung muss die Ratsversammlung den LAP beschließen. Danach wird der Lärmaktionsplan an das Land beziehungsweise die EU übergeben und auf den Seiten des Digitalen Atlas Nord-Umgebungslärm hochgeladen, so dass er für alle einsehbar ist“, erklärt Anette Platz.

Zum Hintergrund: Grundlage für die Erarbeitung des Lärmaktionsplans ist die EU-Umgebungslärmrichtlinie vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm. Die Europäische Union hat darin ein Konzept vorgegeben, wie Lärmauswirkungen erfasst und ihnen entgegengewirkt werden soll. Städte und Kommunen sind demnach aufgefordert, strategische Lärmkarten zu erstellen, in denen die Belastung durch Umgebungslärm in Ballungsräumen sowie Hauptlärmquellen außerhalb von Ballungsräumen ermittelt werden. In Geesthacht wurden diese Lärmkarten zuletzt 2022 in aktualisierter Form vorgestellt.

In einem zweiten Schritt gilt es dann die Ergebnisse dieser Lärmkartierung zu bewerten und in einem Lärmaktionsplan Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Lärmbelastungen vermieden oder vermindert werden können.

Kurznachrichten Geesthacht

 


Verkehrsbehinderungen an der Norderstraße
Verkehrsteilnehmende müssen sich auf Behinderungen an der Geesthachter Norderstraße einstellen. Für Arbeiten an einem Stromanschluss werden in der Zeit vom 15. Dezember bis voraussichtlich 24. Dezember auf Höhe der Hausnummer 10 zeitweise Absperrungen im Bereich des Gehwegs und der Fahrbahn notwendig.


Sprechstunde der Geesthachter Behindertenbeauftragten
Heike Lehmann, Geesthachts Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, geht in die Weihnachtsferien. Vom 22. Dezember bis zum 2. Januar finden darum keine Sprechstunden statt. Die nächste Sprechstunde ist dann für Donnerstag, 8. Januar 2026, vorgesehen. Heike Lehmann bietet regelmäßig an jedem 1. Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr und an jedem letzten Dienstag im Monat von 11 bis 13 Uhr in den Räumen am Markt 5 bis 7 ihre offene Sprechstunde an. Menschen mit Handicap können sich in dieser Zeit mit Fragen und Anliegen bei ihr melden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Beratungsräume sind barrierefrei, die Beratung ist kostenfrei. Grundsätzlich ist Heike Lehmann telefonisch unter 0151-252 628 98 sowie per Email unter kontakt@geesthacht-beauftragter.de erreichbar.


Verkehrsbehinderungen in Geesthacht
Verkehrsteilnehmende müssen sich auf Behinderungen an der Berliner Straße in Geesthacht einstellen. Aufgrund von Pflege- und Fällarbeiten an mehreren Bäumen werden in der Zeit vom 15. bis zum 18. Dezember jeweils zwischen 9.30 Uhr und 15 Uhr im Rahmen von Tagesbaustellen temporär der Gehweg und die Fahrbahn gesperrt.


 Alkohol- und Drogenberatung
Die Alkohol- und Drogenberatung teilt mit, dass ab sofort die offenen Sprechstunden wieder stattfinden. Diese finden statt: dienstags von 16 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 11 Uhr, Markt 3 in Geesthacht und montags von 15 bis 17 Uhr, Mühlenweg 17 in Lauenburg. Zur Vermeidung von Wartezeiten wird um eine kurze telefonische Anmeldung unter 04152 / 791 48 gebeten.


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