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Lauenburg (clb). Die Nachricht war kurz „Unser alter Reiseleiter hat seine eigene, letzte Reise angetreten“. Kein Name, aber alle wussten Bescheid, was Sprecher Christen den Beiratsmitgliedern mitzuteilen hatte. Wolfgang Rahn hatte seinen letzten Weg angetreten.

Letzte Mitteilungen hatten bereits wenig vertrauensvoll geklungen. Der 94-jährige hatte vor Monaten seine Wohnung aufgeben müssen, seine Frau war vor einem Monat verstorben. „Wolfgang hat seinen Lebensmut verloren“, hatte Sohn Jens nach einem Besuch Bekannte und Freunde wissen lassen. Nun war er am 25. Januar friedlich in seinem Pflegeheim eingeschlafen.

Wolfgang Rahn, gebürtige im August 1929 in Stettin, war eine Galionsfigur sowohl bei den Handballspielern der Lauenburger Sportvereinigung als auch beim Lauenburger Seniorenbeirat. Hier konnte er Stärke und Leidenschaften ausleben, Organisation und Reisen. Er lernte entsprechend der Familientradition 1947 im Salon seines Vaters das Friseur-Handwerk, das er später zugunsten eines Banken-Karriere aufgab. Mit noch mehr Leidenschaft kämpfte er als eisenharter Handball-Verteidiger. Rahn spielte nicht nur, er leitete als Gründungsmitglied und Leiter genau 32 Jahre bis 1982 diese Abteilung. Mit seinen Reisen eröffnete er den Mitgliedern nach dem Krieg eine neue Weltsicht, bereits 1957 nach Wien und vier Jahre später dann nach Jugoslawien, als hier noch alle noch glaube, dort würde nur mit Steinen geworfen. 30 Fahrten kamen unter seiner Leitung zustande.

1998 suchte Rahn ein anderes Betätigungsfeld und fand dieses im Seniorenbeirat. Dort übernahm er neben anderen Aufgaben ein bereits bekanntes Resort: die Ausflugsreisen. Diese öffneten den Lauenburger Senioren die Augen für die Schönheiten der näheren und ferneren Umgebung, aber auch für das Ausland. Tschechien, Slowakei und Polen waren solche Ziele. Knapp 100 solcher Ausflüge hat Wolfgang Rahn für die Senioren organisiert und fein säuberlich nach Buchhaltermanier registriert. Und jedes Mal bis zu 55 Menschen Freude bereitet, ehe er diese Aufgaben seinem Nachfolger Herbert Güttler überlies.

Nun wird Wolfgang Rahn diese Regieaufgaben anderswo übernehmen, Familien-Mitglieder, Sohn, Tochter und Enkel, sowie Handballer und Senioren werden einen aufrechten und immer zuverlässigen Mitstreiter betrauern. Am Donnerstag, 15. Februar, um 11 Uhr wird eine Trauergemeinde auf dem Lauenburger Friedhof von ihm Abschied nehmen.

Kurznachrichten Lauenburg


Sperrung Straßenbrücke Basedow-Lanze über den Elbe-Lübeck-Kanal
Die Straßenbrücke von Basedow nach Lanze über den Elbe-Lübeck-Kanal wird abgerissen und anschließend neu gebaut. Die vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt beauftragten Arbeiten sollten am 5. Januar starten. Witterungsbedingt wurde der Beginn der Arbeiten auf den 13. Januar verschoben. Die Arbeiten dauern bis voraussichtlich Sommer 2027, so dass eine Überquerung des Kanals an dieser Stelle nicht möglich sein wird. Dieses gilt auch für Fußgänger und Radfahrer. Von der Sperrung betroffen ist auch der Geh- und Radweg entlang des Kanals. Eine Umleitung wird ausgeschildert.


Demenzberatung
Die Koordinierungsstelle Demenz bietet in Lauenburg einmal monatlich Demenzberatung an. Fragen rund um das Thema werden mit viel Zeit besprochen. An jedem 4. Donnerstag im Monat von 15 bis 18 Uhr können sich Angehörige und Menschen mit Gedächtnisproblemen im Fürstengarten 29 (Erdgeschoss) individuell, unabhängig und kostenfrei beraten lassen. Um Anmeldung wird gebeten, es gelten die aktuellen Regeln. Weitere Infos: Barbara Hergert, Koordinierungsstelle Demenz, Telefon 04542 / 83 84 670, info@koordinierungsstelle-demenz.de


Beratung des Pflegestützpunktes
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Haus der Begegnung, Fürstengarten 29, von 9-12 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege an. Der Zugang ist derzeit nur über die Schmiedestraße möglich. Nadine Fauck vom Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Aufgrund der aktuellen Lage sind persönliche Beratungen vor Ort nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab und unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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