Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen werden Mitglied in der 'Europäische Städtekoalition gegen Rassismus'

Gemeinsam gegen Rassismus: Ratzeburgs Bürgermeister Eckhard Graf präsentiert zusammen mit der Begleitausschussvorsitzenden Gesine Biller und Mark Sauer von der Partnerschaft für Demokratie die Kampagne. Foto: Thomas Biller
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Ratzeburg (LOZ). Die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen sind gemeinsam in die Europäische Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR - European Coaltion of Cities Against Racism) aufgenommen worden. Vorangegangen war eine mehrmonatige Bewerbungsphase, in deren Zuge ein 10-Punkte-Aktionsplan gegen Rassismus und Diskriminierung entwickelt und in den kommunalpolitischen Gremien beraten und beschlossen werden musste.

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Die Initiative zur Bewerbung war vom Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen ausgegangen. Ein konkreter Fall und die Intervention einer Betroffenen hatte dort die Überlegungen reifen lassen, die Arbeit gegen Rassismus nicht mehr nur punktuell mit einzelnen Präventionsprojekten, sondern strukturell im Partnerschaftsnetzwerk anzulegen. Dabei half das Ziel, sich gemeinsam bei der ECCAR bewerben zu wollen.

Die Europäische Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) ist ein Bündnis europäischer Städte, das gegründet wurde, um sich aktiv gegen Rassismus auf kommunaler Ebene einzusetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Städtenetzwerk einen 10-Punkte-Aktionsplan erarbeitet und ermöglicht daneben auch den Austausch von Best Practice und Vernetzung zwischen den Städten im Bereich Antirassismus. Die Gründung des Bündnisses geht auf eine Initiative der UNESCO, der Internationalen Städte-Koalition gegen Rassismus (ICCAR), aus dem Jahr 2004 zurück. Derzeit gehören dem Netzwerk etwa 140 Städte und Gemeinden aus 23 verschiedenen europäischen Ländern an. Koordiniert wird die Arbeit der Koalition durch ihre Geschäftsstelle in der Stadt Heidelberg.

"Wir haben uns im vergangenen Jahr zusammen mit rund 30 engagierten Menschen aus Zivilgesellschaft und hauptamtlichen Institutionen der Herausforderung gestellt, einen 10-Punkte-Aktionsplan gegen Rassismus und Diskriminierung für Stadt und Amt zu entwickeln. Mithilfe von Betroffenen und mit Unterstützung der ECCAR-Kommune Lübeck konnten wir einen Leitfaden für unsere zukünftige Arbeit entwickelt, der beim Vorstand der Europäischen Städtekoalition überzeugen konnte", sagt Gesine Biller, Begleitausschussvorsitzende der Partnerschaft für Demokratie.

"Sowohl Stadtvertretung als auch der Amtsausschuss haben dem 10-Punkte-Aktionsplan zugestimmt und so das Startsignal für die gemeinschaftliche Bewerbung von Stadt und Amt gegeben. Im vergangenen Mai durften wir uns und unseren Plan bei ECCAR online vorstellen, zusammen mit weiteren Bewerbern aus Italien, der Schweiz und der Republik Moldau. Unser Aktionsplan, der dezidiert den ländlichen Raum in den Blick nimmt, fand beim Vorstand von ECCAR sehr großen Zuspruch und wir wurden mit viel Beifall in der Städtekoalition empfangen", berichtet Mark Sauer von der Stadt Ratzeburg vom erfolgreichen Bewerbungsprozess.

Mit der Mitgliedschaft bei der ECCAR stehen Stadt und Amt jetzt vielfältige Unterstützung für die Umsetzung des eigenen Aktionsplans und die damit verbundene antirassistische Arbeit zur Verfügung. Es sollen nachhaltige Strukturen entstehen und möglichst viele Menschen, Institutionen und Verantwortliche eingebunden und für gemeinsamen Kampf gegen Rassismus und für Vielfalt in unserer Gesellschaft gewonnen werden. Dabei helfen will der Ratzeburger Evans Gumbe, der als interkultureller Trainer viel Erfahrung mitbringt und sich bereitgefunden hat, die Umsetzung des Aktionsplans zu koordinieren. Ein wichtiger Schritt wird dabei die Reaktivierung des Ratzeburger Bündnisses sein, das vor einigen Jahren sehr erfolgreich gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wirken konnte. Mit der Umsetzung des 10-Punkte-Aktionsplan gegen Rassismus und Diskriminierung wartet jetzt eine neue Herausforderung auf das Bündnis.

Außer Frage steht dabei, dass sich die Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms 'Demokratie leben!' weiter an dieser Arbeit beteiligt. "Wir haben den Impuls für die Bewerbung gesetzt, wir sehen uns da in der Verantwortung", betont Gesine Biller.

Kurznachrichten Ratzeburg


SPD-Bundestagsfraktion mit Dialogtourbus vor Ort
Zu Freitag, 19. Juli, lädt die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer im Rahmen der Dialogtour der SPD-Bundestagsfraktion Bürgerinnen und Bürger ein, sich über aktuelle Themen oder Anliegen mit ihr auszutauschen. Ab 8.30 bis 11 Uhr erwarten Interessierte Kaffee, Kuchen, Informationsmaterialien sowie Musik in Ratzeburg vor dem Rathaus. Nina Scheer: "In meiner Bürgersprechstunde tausche ich mich regelmäßig mit Bürgerinnen und Bürgern aus. Und auch der Stopp des Dialogtourbusses der SPD-Bundestagsfraktion bietet einen schönen Rahmen für Gespräche vor Ort.“ Die SPD-Bundestagsfraktion informiert seit 2019 im Rahmen der Dialogtour jeweils von April bis September in allen Bundesländern über ihre Vorhaben und kommt mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch.


Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses der Stadt Ratzeburg
Am Montag, 22. Juli, um 18.30 Uhr tritt der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss der Stadt Ratzeburg zu seiner 10. öffentlichen Sitzung im Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, zusammen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Sachstandsbericht zum Neubau der Schwimmhalle "Aqua Siwa" im Rahmen der Städtebaulichen Gesamtmaßnahme "Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge", diverse Bebauungspläne sowie Planungen von Nachbargemeinden.
Einwohnerinnen und Einwohner sind zudem eingeladen, Fragen, Anregungen und Vorschläge zu unterbreiten. Informationen zur Sitzung, wie auch zu allen anderen politischen Gremien, sind auf der städtischen Webseite im Sitzungsinformationsdienst für interessierte Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt. Der Zugang zum Sitzungssaal ist barrierefrei möglich.


Märchenreise mit Konzilius in der Ratzeburger Stadtbücherei
Der Kultursommer am Kanal macht auch in diesem Jahr wieder Halt in der Stadtbücherei Ratzeburg. Am Donnerstag, 25. Juli, will die kleine alte Schiffsratte Anna beim Märchenerzählen helfen. Er gibt zwar sein Bestes – macht dabei aber so viel Quatsch, dass die kleinen und großen Zuhörer viel zu lachen haben. Anna und Wolf Malten erzählen mit Konzilius ihr Märchen ,,Dagni und der Drache‘‘ als eine wunderbare Mitmachgeschichte. Die Märchenreise für Kinder ab 4 Jahren beginnt um 15 Uhr und der Eintritt kostet 3 Euro. Die Stadtbücherei ist barrierefrei zugänglich.


Verlegung der Hundebadestelle
Die Stadt Ratzeburg teilt mit, dass die Hundebadestelle und -freilauffläche am Ende der Schloss- bzw. Surferwiese vom 22.  Juli bis 5. August wegen der Veranstaltung „Racesburg Wylag“ nicht zugänglich ist. Hundebesitzer weichen in dieser Zeit auf die kleine Badestelle am Küchensee (am Ende des Kleinbahndamms) aus.


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