Erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Feuerwehr Wentorf

v. l. n. r. Nico Hintz (Wehrführer), Ben Wolter, Luca Köhler, Salvatore Trimarchi, Benedikt Hofmann, Sofie Petzold, Lisa Jung, Felicitas Medicus, Stephan Petersen (stv. Wehrführer). Foto: hfr
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Wentorf (LOZ). Beeindruckender Erfolg der Wentorfer Jugendfeuerwehr: Sechs Jugendliche wurden bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wentorf bei Hamburg aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen und unterstützen fortan die etwa 60 Kameraden im aktiven Dienst.

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Bis zu acht Jahre haben sie das Feuerwehrhandwerk von der Pike auf gelernt, ihr Wissen in Prüfungen der Jugendflamme und der Leistungsspange unter Beweis gestellt, aber genauso auch viele lustige und spannende Momente beim gemeinsamen Sport und Schwimmen, bei Wettbewerben, Ausflügen und Zeltlagern erlebt. Ergänzt wird die Gruppe der neuen Mitglieder durch Sofie Petzold, die nach ihrem Anwärterjahr und erfolgreich bestandener Grundausbildung als Erwachsene ebenfalls in den Einsatzdienst aufgenommen wurde.

Trotz der sechs Abgänge bleibt Jugendwart André Davideit eine große Gruppe Jugendfeuerwehrleute erhalten. Durch elf Eintritte war die Jugendfeuerwehr im letzten Jahr auf 32 Mitglieder angewachsen, die sich nach den Corona-Jahren endlich wieder fast wie vor der Pandemie treffen konnten und besonders das Kreiszeltlager in Otterndorf, die Ausrichtung des Floriansmarschs und das Ausbildungswochenende zum JF-Geburtstag in Erinnerung behalten werden.

Als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes berichtete Jürgen Lempges von einer Rekordzahl von über 4.000 Feuerwehreinsätzen im Herzogtum Lauenburg in 2022, an denen auch die Wentorfer Wehr mit 219 Einsätzen ihren Anteil hatte. Wentorfs stellvertretender Wehrführer Stephan Petersen führte aus, dass nur 21 kleinere Brände zu verzeichnen waren, dafür aber 83 wetterbedingte Einsätze die Feuerwehrleute in Atem hielten, ebenso wie 24 Türöffnungen und 6 Tragehilfen für den Rettungsdienst.

Laut Petersen steigen die Anforderungen an die Ehrenamtlichen durch neue Aufgaben und neues technisches Gerät stetig und er hofft, dass diese anspruchsvolle Aufgabe auch weiterhin ihre Würdigung durch Politik und Verwaltung findet. Mit diesen Worten stieß er bei Katharina Bartsch, stellvertretende Bürgermeisterin, auf offene Ohren, die das ehrenamtliche Engagement gerade von Rettungsorganisationen nicht immer für ausreichend gewürdigt sieht, wenngleich ihre immense Bedeutung insbesondere bei Großschadens- und Katastrophenlagen wie der Flut im Ahrtal, Waldbränden oder auch in Erdbebengebieten sichtbar wird. Damit sprach sie ein Thema an, das auch Wehrführer Nico Hintz bewegt: So hofft er nicht nur, dass für die Bewältigung der stetig steigenden Anzahl von Aufgaben eine hauptamtliche Gerätewartung eingestellt werden kann, sondern auch, dass die zahlreichen bürokratischen Hürden beim Bau des neuen Feuerwehrhauses bald überwunden sind und der Spatenstich in greifbare Nähe rückt.

Über die Rückkehr zur weitestgehenden Normalität nach der Corona-Pandemie freute sich das Team der Brandschutzerzieher ebenso wie der Musikzug Wentorf-Börnsen. Das Team BE/BA konnte endlich wieder alle Kindergärten Wentorfs besuchen, die beliebte Feuerwehrprojektwoche mit den 3. Klassen der Grundschule durchführen sowie in Unternehmen und Pflegeeinrichtungen Mitarbeitende schulen. Dabei wurden mehr als 600 Kinder und Erwachsene erreicht und umfangreich geschult. Der Musikzug zeigte sein Können auf zwölf Veranstaltungen wie dem Kartoffelfest, Laternenumzügen und der Aktion “Wentorf singt”. Bewährt hat sich dabei eine Kooperation mit dem Musikzug der Feuerwehr Trittau, denn die Mitgliederzahl ist wie auch in vielen anderen Musikzügen leider rückläufig. Und auch die Gruppe der Reservisten und Ehrenmitglieder kam in 2022 wieder regelmäßig zusammen, um sich über die aktuellen Themen auszutauschen, aber auch den Tod des Kameraden Herbert Schmidt zu betrauern, der im Juni 2022 unerwartet im Alter von 86 Jahren verstarb.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde Jan Schwarzenberger für zwei weitere Jahr als Kassenprüfer bestätigt und Simon Kaphingst als vertretender Gerätewart gewählt. Stephan Petersen wird den Musikzug weiterhin kommissarisch führen. Dawid Stallmach und Florian Neye freuten sich über ihre Beförderungen zum Oberfeuerwehrmann bzw. Löschmeister. Abschließend wurden Michael Dirks-Wetschky und Niklas Hintz für 10 Jahre, Natascha Pätzold für 20 Jahre sowie der Ehrenwehrführer Erich Kann für 50 Jahre Feuerwehrdienst geehrt.


v.l.: Katharina Bartsch (stv. Bürgermeisterin), Nico Hintz, Natascha Pätzold (20 Jahre), Niklas Hintz (10 Jahre), Florian Neye (Löschmeister), Michael Dirks-Wetschky (10 Jahre), Dawid Stallmach (Oberfeuerwehrmann), Erich Kann (50 Jahre), Simon Kaphingst (Gerätewart), Stephan Petersen. Foto: hfr

Kurznachrichten aus der Region


Salemer Dialog
Am Sonntag, 2. Juni, findet der 33. Salemer Dialog statt. Zum Thema „Demokratie auf dem Prüfstand - sind wir im ländlichen Raum gut aufgestellt“ informiert Barbara Eggert, Bürgermeisterin aus Kittlitz, Elke Hagenah, Omas gegen Rechts und Mark Sauer, Partnerschaft für Demokratie, Ratzeburg. Besucher sind eingeladen mit zu diskutieren. Die Veranstaltung findet im Dorfgemeinschaftshaus Salem, Seestraße 44, Salem von 17 bis 19 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Das Organisationsteam Barbara Kliesch, Lara-Johanna Kroeg, Margaret Schlubach-Rüping, Silvia Tessmer sowie Herbert Schmidt, Bürgermeister von Salem freuen sich auf zahlreiche Besucher.


Sprechstunden der Kreisbehindertenbeauftragten
Die nächsten Sprechstunden der Kreisbehindertenbeauftragten Kirsten Vidal finden an folgenden Terminen statt:
Donnerstag, 23. Mai, von 14 bis 15.30 Uhr im Rathaus in Wentorf bei Hamburg, Hauptstraße 16.
Montag, 3. Juni, von 12 bis 16 Uhr im Raum 176 des Kreishauses, Barlachstraße 2, in Ratzeburg. Dort ist sie auch unter der Nummer 04541 / 888-493 telefonisch erreichbar.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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