Kreisfeuerwehrverband: Über 5.200 Einsätze in zwei Jahren

Foto: hfr
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Groß Grönau (LOZ). Am vergangenen Freitag lud der Kreisfeuerwehrverband (KFV) Herzogtum Lauenburg zur Delegiertenversammlung der Kameradschaftshilfe und zu seiner Jahreshauptversammlung in die Grönau-Halle nach Groß Grönau ein. Beide Versammlungen fanden unter der 3G-Regel statt; bedingt durch die steigenden Corona-Zahlen kurzfristig verschärft mit einer durchgehenden Maskenpflicht.

Im Rahmen der Delegiertenversammlung der Kameradschaftshilfe beschlossen die Lauenburgischen Kameradinnen und Kameraden die Entlastung des Vorstandes und eine zeitgemäße Anpassung der Satzung. Kreiswehrführer Sven Stonies: „Zukünftig wird im Sterbefall eine erhöhte Beihilfe gewährt.“ Die Versammlung fand unmittelbar vor der regulären Jahreshauptversammlung statt und dauerte rekordverdächtig nur rund 6 Minuten.

Pünktlich um 19 Uhr konnte Kreiswehrführer Sven Stonies die Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes mit 175 anwesenden Delegierten der 130 Feuerwehren eröffnen.

Zu den Gästen gehörten u. a. Landrat Dr. Mager, Bürgermeister Eckard Graf, der stellvertretende Kreisvorsitzende Ulrich Hardtke vom Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag, Leiter Bernd Olbrich von der Polizeidirektion Ratzeburg und Jens Stamer vom Polizeirevier Schwarzenbek, THW-Fachberater Björn Albrecht und den Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Hans-Peter Grell. Vom Landesfeuerwehrverband (LFV) Schleswig-Holstein nahm der stellvertretende Vorsitzende Jörg Nero und weiter befreundete Vertreter der Kreis- und Stadtfeuerwehren aus Nordwestmecklenburg und Lübeck an der Versammlung teil. Im Rahmen der Grußworte unterstrichen die Gäste den hohen Stellenwert der Feuerwehr und des Ehrenamtes. Die Anwesenden gedachten den Verstorbenen Feuerwehrkameradinnen und -Kameraden im Rahmen einer erstmalig ausgerichteten gesonderten Totenandacht mit einer Schweigeminute.

Da bedingt durch die Corona-Pandemie 2020 keine Versammlung einberufen werden konnte, nutze Stonies seinen Bericht als Kreiswehrführung für eine umfassende Verbandsrückschau der Jahre 2019 und 2020:

„Manches darf und hat sich auch in Corona-Zeiten nicht verändert: Wenn es brennt, dann kommt die Feuerwehr“, fasste Stonies einleitend zusammen. „Die Einsatzbereitschaft konnte zu 100 Prozent aufrechterhalten werden.“

Eindrucksvoll konnten im Jahr 2019 rund 3.119 und im Jahr 2020 rund 2.082 Einsätze durch die hiesigen Feuerwehren abgearbeitet werden – insgesamt also über 5.200 Einsätze.

Leider mussten viele Aktivitäten wie Übungsdienste, Ausbildungen, Veranstaltungen und Versammlungen durch die Corona-Pandemie immer wieder punktuell ruhen oder abgesagt werden. „Das hat durchaus Spuren in den Einsatz- und Kinderabteilungen, Kreisjugendfeuerwehr und Musikzüge hinterlassen; zuletzt den hohen Stellenwert der Kameradschaft verdeutlicht“, meint Stonies. 

Kreiswehrführer Stonies hob in seinem Bericht zudem über die erfolgreiche Einarbeitung des neuen Kreisgeschäftsführers Sven Minge, den erfolgreichen und zügigen Einsatz der kommunalen Feuerwehrbereitschaften aus dem Herzogtum bei einem Großfeuer in Mecklenburg-Vorpommern und dem Erfolg der Feuerwehr Schwarzenbek bei der Rescue-Challenge hervor.

In diesem Jahr wurde erstmalig eine Rallye für die Kinderabteilungen durch den KFV organisiert. Stonies: „Diese fand einen sehr großen Anklang und soll 2022 erneut stattfinden.“

2020 wurden durch den Kreis Herzogtum Lauenburg rund 13,2 Millionen Euro für einen Teilneubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Aussicht gestellt. 2022 soll nun mit den Planungen mit rund 200.000 Euro begonnen werden. Kreiswehrführer Stonies und Landrat Dr. Mager zeigten sich im Rahmen der Jahreshauptversammlung gegenüber den Anwesenden zuversichtlich: „Gute Voraussetzungen sind mit externer Beteiligung bereits geschaffen worden, erste Vorarbeiten zu einem Raum- und Stellplatzbedarf wurden bereits durch den KFV und Kreis abgearbeitet.“

In den nächsten Wochen wird der neue Brandübungscontainer in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Elmenhorst aufgestellt. „Dieser wird zukünftig zweistöckig sein und die Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Atemschutz (AT) zur wichtigen Wärmegewöhnung entsprechend erweitern“, freut sich Stonies. „Die AT-Grundausbildung ist eine wichtige Säule im örtlichen Brandschutz.“ Stonies und Dr. Mager unterstrichen zudem, dass die gute Zusammenarbeit zwischen KFV und Kreis zeitnah auch vertraglich im Sinne der hiesigen Feuerwehren optimiert werden soll. Dazu laufen derzeit intensive und sehr erfolgsversprechende Gespräche.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung (JHV) wurden der Jahresabschluss 2019 sowie der Haushalt 2022 des KFV einstimmig beschlossen.

Auf der Agenda der Jahreshauptversammlung des KFV standen zudem wichtige Wahlen: Torsten Möller (FF Hamsdorf) wurde durch die Delegierten erneut als stellvertretender Kreiswehrführer fast einstimmig gewählt (172 von 175), auch Beisitzer Ralf Kreutner (FF Börnsen) konnte sich über ein ähnlich gutes Ergebnis freuen (171 von 175). Gegenkandidaten wurden nicht vorgeschlagen.

Der umfangreich KFV-Jahresbericht 2020, neue KFV-Ehrenmitglieder, die Ehrungen und Beförderungen im Rahmen der JHV sind im Internet unter www.kfv-herzogtum-lauenburg.de veröffentlicht. Kreiswehrführer Stonies bittet weiter den öffentlichen Kreisverbandstag des KFV gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Müssen bereits jetzt vorzumerken: 13. Mai bis 15. Mai 2022.

Zum Schluss dankte Kreiswehrführer Stonies den vielen Familien, Lebensgefährten und Angehörigen für das Verständnis auf die Geliebten im Rahmen ihres Ehrenamtes immer wieder verzichten zu müssen. Ebenso gilt der Dank an die zahlreichen Arbeitgeber, die hier eine Freistellung ermöglichen. Stonies schloss die Versammlung mit einem Zitat des Alt-Bundeskanzlers Helmut Schmidt (SPD): Ehrenamtliche Feuerwehrleute sind die zuverlässigsten und am vertrauenswürdigsten Diener am öffentlichen Wohl. Ich habe sie erlebt als echte Staatsdiener.

 

Kurznachrichten aus der Region


Bürgersprechstunde mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Nina Scheer per Telefon oder Videokonferenz
Dr. Nina Scheer, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd, lädt für Montag, 7. Februar, von 15 bis 17 Uhr zu einer Bürgersprechstunde per Telefon oder Videokonferenz ein. Um die einzelnen Telefonate zu koordinieren, wird um Anmeldung gebeten: telefonisch unter 030 / 227 73537 oder per E-Mail an nina.scheer@bundestag.de.


Baumpflegearbeiten an Kreisstraßen
Im Zeitraum vom 31. Januar bis zum 2. Februar wird die Kreisstraße K78 zwischen Groß Zecher und Marienstedt voll gesperrt. Grund hierfür sind Baumpflegearbeiten an den Alleebäumen. Die Ortschaft Groß Zecher ist während dieser Zeit von Seedorf aus erreichbar. Marienstedt kann aus Richtung Zarrentin und Hollenbek angefahren werden. Der Linienverkehr ist von den Arbeiten nicht betroffen.
Vom 3. Februar bis 4. Februar werden die Arbeiten dann an der Verbindungsstraße zwischen Güster und Göttin fortgesetzt. Auch hier muss die Straße zwischen dem Abzweiger Grambek und Göttin für den Durchgangsverkehr voll gesperrt werden.
Für beide Maßnahmen werden vor Ort Umleitungen ausgeschildert.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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