Ukraine-Krieg: Große Unterstützung aus der Bevölkerung im Kreis Herzogtum Lauenburg

Foto: hfr
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(LOZ). Seit dem 24. Februar herrscht mit dem russischen Überfall auf die Ukraine Krieg in Europa. Bisher sind Schätzungen zufolge etwa 1,5 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer auf der Flucht in die direkten westlichen Nachbarstaaten aber auch nach Deutschland. Im Kreis Herzogtum Lauenburg sind nach Angaben der Ausländerbehörde bisher rund 150 Personen angekommen, die meisten von ihnen bei Familie, Freunden oder Bekannten.

Die derzeitige Rechtslage, die sogenannte EU-Richtlinie für den Fall des „Massenzustroms“, erfordert für eine zunächst 1-jährige Aufenthaltserlaubnis, Arbeitserlaubnis, Anspruch auf Sozialhilfe und medizinische Versorgung lediglich eine Anmeldung bei der örtlich zuständigen Ausländerbehörde, für den Kreis Herzogtum Lauenburg also in Ratzeburg, Barlachstraße 2, Telefon 04541 888-607, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Anmeldungen bei den örtlichen Sozialämtern der Städte, Ämter und Gemeinden genügen aber auch, eine doppelte Anmeldung ist nicht erforderlich.

Alle aktuellen Informationen, teilweise auch auf Ukrainisch und Russisch, für Geflüchtete, Helferinnen und Helfer hat die Kreisverwaltung unter www.kreis-rz.de/ukraine zusammengestellt. Dort finden Interessiert Antworten auf die häufigsten Fragen, Informationen zu Corona und Möglichkeiten, sich zu engagieren oder Wohnraum anzubieten.

Landrat Dr. Christoph Mager: „Die Kreisverwaltung erreichen derzeit täglich Wohnraumangebote für Geflüchtete. Diese Unterstützung für Menschen auf der Flucht vor dem Krieg ist überwältigend und auch dringend benötigt. Noch ist nicht abzusehen, wie viele Menschen wir tatsächlich unterbringen müssen. Mit jedem Tag, den der russische Angriff auf die Ukraine andauert, werden aber voraussichtlich mehr Menschen das Land verlassen.“

Von unkoordinierten Rettungsaktionen von der Polnisch-Ukrainischen Grenze rät der Landrat aber ab: „Wenn Sie Verwandte, Freunde oder Bekannte aus dem Grenzgebiet holen und hier unterbringen können, tun Sie dies gerne. Bevor Sie aber Menschen mitnehmen, für die Sie selbst keine Unterkunft bereitstellen können, vergewissern Sie sich vorher, ob bei den örtlichen Behörden Plätze zur Verfügung stehen und, ob jemand vor Ort ist, wenn Sie dort ankommen. Die Landesunterkünfte, die nächste befindet sich in Bad Segeberg, sind rund um die Uhr besetzt und neben der aufenthaltsrechtlichen Registrierung findet dort bei Bedarf auch eine medizinische Erstversorgung statt. Eine Unterbringung kann von dort schneller und besser koordiniert werden. Und die Städte und Gemeinden haben die Möglichkeit, sich auf die ankommenden Personen vorzubereiten. Gerade bei besonderem Hilfebedarf ist dies von Vorteil.“

Geflüchtete aus der Ukraine oder stellvertretend diejenigen, die diese Menschen beherbergen, sollten sich in jedem Fall bei der Ausländerbehörde oder dem örtlichen Sozialamt melden, egal, ob sie privat oder über das zuständige Amt untergebracht wurden.

Kurznachrichten aus der Region


Weihnachtsbasar
Die Schülervertretung (SV) der Grund- und Gemeinschaftsschule Sandesneben veranstaltet am Freitag, 25. November, zwischen 15 Uhr und 18 Uhr den ersten Weihnachtsbasar seit Beginn der Corona-Pandemie. Mit vielfältigen Bastelarbeiten, Kinderschminken und einem breiten gastronomischen Angebot von Crêpes bis zum Weihnachtsapfel bietet die Gemeinschaftsschule Sandesneben eine gemütliche Alternative zum großen Innenstadt-Trubel. 10 Prozent der Einnahmen gehen als Spende an die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg.


Berufsmesse
Die Gemeinschaftsschule Sandesneben veranstaltet am Donnerstag, 1. Dezember, ihre 2. Berufsmesse in der Amts-Arena. Über 60 Betriebe werden sich an Info-Ständen mit Flyern, Aufstellern oder anderem Anschauungsmaterial präsentieren. Zwischen 8.45 Uhr und 13.45 Uhr haben dann die Schüler von der 8. bis zur 13. Klassen die Gelegenheit, sich in der großen Drei-Felder-Sporthalle über die vielfältigen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren. Interessierte Betriebe und weitere Besucher können sich bei Vivien Pracejus, der Schulbeauftragten für Studien- und Berufsorientierung, unter vivien.pracejus@ggs-sandesneben.org anmelden.


Abendvortrag "Zur Physik in Michael Endes Jim Knopf"
Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer und Jim Knopf und die Wilde 13 sind zwei Jugendbücher, die 1960 und 1962 erschienen, durch die Augsburger Puppenkiste und neuerdings durch die Kinoverfilmungen weltberühmt wurden. Michael Endes geniale und phantastische Ideen sprühen vor Witz und Unmöglichkeiten, aber ist das alles wirklich unmöglich? Der Vortrag am Dienstag, 22. November, geht den magnetischen Monopolen für den Magnetberg oder der Optik für den Scheinriesen TurTur nach, um nur zwei Beispiele zu nennen. Referent ist Physiker Prof. Dr. Thomas Schramm, HafenCity Universität, Hamburg. Der Vortrag im Wentorfer Angerhof (Hauptstraße 18d) beginnt um 19.30 Uhr. Eintritt ist wie immer frei.


Sprechstunden der Behindertenbeauftragten
Die nächsten Sprechstunden der Kreisbehindertenbeauftragten Kirsten Vidal finden an folgenden Terminen statt: Donnerstag, 24. November, von 14 bis 15.30 Uhr im Rathaus in Wentorf bei Hamburg, Hauptstraße 16.
Montag, 5. Dezember, von 12 bis 16 Uhr im Raum 176 des Kreishauses, Barlachstraße 2, in 23909 Ratzeburg. Dort ist sie auch unter der Nummer 04541 / 888-493 telefonisch erreichbar.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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