Europäischer Protesttag: „Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel!“

Mit 70 Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen machte der Schwarzenbeker Verein Ergo Aktiv am Protesttag auf die Themen Inklusion und Barrierefreiheit aufmerksam. Foto: Ergo Aktiv e.V.
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Schwarzenbek (LOZ). Anfang Mai fanden zum 31. Mal bundesweite Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen statt. In Schwarzenbek nahm der Verein Ergo Aktiv unter dem Motto: „Mit Tempo durch die Stadt“ mit rund 70 Personen mit und ohne Beeinträchtigungen daran teil.

Gefördert wurde der Schwarzenbeker Protesttag durch die Aktion Mensch, die bundesweit Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe zum Protesttag aufgerufen hatte. Ergo Aktiv macht immer wieder mit besonderen Aktionen und Infoständen die Themen „Inklusion“ und „Barrierefreiheit“ öffentlich sichtbar und erfahrbar, sensibilisiert Menschen für die gemeinsame Teilhabe.

„Wir hatten zum Protesttag einen Infostand am Wochenmarkt auf dem Ritter-Wulf-Platz aufgebaut, an dem wir aktiv auf die Besucher und Besucherinnen zugegangen sind und auch interessierte Fragen beantworten konnten“, berichtet Lisa Alwart von Ergo Aktiv. „Dabei geht es uns um öffentliche Aufmerksamkeit für Menschen mit Beeinträchtigungen und darum, gehört zu werden.“ Außerdem gingen viele kleine Protestmärsche vom Wochenmarkt aus durch die Stadt, wobei gleichzeitig Müll gesammelt wurde und Barrieren an Straßen und Plätzen erkannt wurden. „Wir hatten eine Rollstuhlfahrerin dabei, mit deren Hilfe wir Barrieren wie hohe Kantsteine und fehlende Absenkungen an Kreuzungen erkannt haben.“ Aber vor allem die Barrieren in den Köpfen der Passanten wurden in Gesprächen am Rande des Protestzugs diskutiert.

Zum gemeinsamen Abschluss trafen sich die Protestler bei „Opa Peters“, wo sie mit einem italienischen Büfett überrascht wurden, natürlich mit dem leckeren Eis als krönendem Abschluss. Bei Kreativangeboten konnten Käppis und Steine bemalt werden. Auch das beliebte Schminken durfte natürlich nicht fehlen. Als Dankeschön konnten alle Helfer einen Blumengruß aus dem Blumenladen Oehlenschläger mit nach Hause nehmen.

Ergo Aktiv ist ein gemeinnütziger Verein zur aktiven Förderung von Menschen mit und ohne Behinderung/ Beeinträchtigungen auf dem Weg zu Beschäftigung und Arbeit. Mit Hauptsitz in Schwarzenbek engagiert sich der Verein in Schwarzenbek und Umgebung und hat in den vergangenen Jahren ein Netzwerk Inklusion zusammen mit der Stadtbücherei und dem Beauftragten für Menschen mit Behinderungen sowie „Brücke SH“, Louisenhof gGmbH und Therapiezentrum Mucha aufgebaut. Mit Hilfe der Förderung durch Aktion Mensch konnten einige Projekte durchgeführt werden für und mit Menschen mit Behinderungen/ Beeinträchtigungen: „Die Inklusionisten“, „Just Do It“, „Einfach machen und das einfach machen“.

Ein wichtiger Aspekt dieser Projekte ist die Beteiligung von Menschen mit Behinderung, die als Initiatoren und Übungsleiter die Projekte mit starten und begleiten. Es hat sich ein Team aus Fachkräften und Übungsleitern mit und ohne Behinderung / Beeinträchtigungen etabliert, die sich durch Arbeit, Bildung und Weiterbildung die notwendigen Qualifikationen angeeignet haben.

Durch mutmachende Prozesse werden die eigenen Kräfte aktiviert, um die persönlichen Ressourcen für ein selbstbestimmtes Leben einsetzen zu können.

Ergo Aktiv entwickelt sich ständig weiter und sucht nach neuen Möglichkeiten, das Leben für Menschen mit Behinderung/ Beeinträchtigungen zu erleichtern und die Teilhabe der Menschen an dem gesellschaftlichen Leben zu verbessern. Der Verein hat aktive, wie auch passive Mitglieder, die die Arbeit des Vereins sehr schätzen und unterstützen. Weitere Informationen unter ergoaktiv.org.

Kurznachrichten Schwarzenbek


DRK-Krebsnachsorge
Viele Krebserkrankte sowie deren Angehörige stehen der neuen Lebenssituation hilflos gegenüber. Deshalb führt das DRK Schwarzenbek Beratung in der Selbsthilfegruppe „Leben mit Krebs-Hilfe und Selbsthilfe im DRK“ durch. In Gesprächskreisen und Einzelgesprächen wird Hilfe bei der Bewältigung von Problemen angeboten. Der nächste Beratungstermin findet am Montag, 11. Juli, von 17 bis 19 Uhr im DRK-Zentrum Schwarzenbek, Bismarckstraße 9b, statt. Nähere Informationen erhalten Interessierte von Brigitte Wiech unter Telefon 04544 / 89 12 43.


Durchführung einer Einwohnerfragestunde
in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 30. Juni, um 19 Uhr, im Festsaal des Rathauses, Ritter-Wulf-Platz 1, Schwarzenbek. Gemäß § 16 c der Gemeindeordnung wird zu Beginn der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Einwohnerinnen und Einwohnern die Möglichkeit eingeräumt, Fragen zu Beratungsgegenständen oder anderen Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft zu stellen und Vorschläge oder Anregungen zu unterbreiten. Die Dauer der Einwohnerfragestunde beträgt bis zu einer Stunde.


Sommerkonzert der Liedertafel
„Endlich wieder ein Konzert“: Die Sänger und Sängerinnen der Schwarzenbeker Liedertafel freuen sich auf ihren Auftritt am Sonntag, 3. Juli, um 18 Uhr im Franziskus-Haus und hoffen auf viele Besucher. Zum einstündigen Programm gehören zum Beispiel "Junimond", "Applaus, Applaus", "Kriminaltango" oder "Freedom is coming". Der Eintritt zum Sommerkonzert unter der Leitung von Markus Götze ist frei.


Demenzberatung
Jeden 2. Donnerstag im Monat von 8.30 bis 12.30 Uhr können sich Angehörige und Menschen mit Gedächtnisproblemen im Amt Schwarzenbek-Land, Gülzower Straße 1 beraten lassen. Sie finden Informationen über die Krankheit und den Umgang damit, über Angebote zu Unterstützung und Hilfe sowie ein offenes Ohr für Sorgen und Ängste. Unabhängig und kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten, es gelten die aktuellen Regeln. Weitere Informationen: Barbara Hergert, Koordinierungsstelle Demenz, Telefon 04542 / 83 84 670, info@koordinierungsstelle-demenz.de


Persönliche Beratung durch den Pflegestützpunkt im Amt Schwarzenbek-Land
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden Donnerstag von 8.30 bis 11.30 Uhr individuelle, kostenfreie und unabhängige Beratungen rund um das Thema Pflege in Schwarzenbek an. Lars Koßyk nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen, z.B. bei der Beantragung eines Pflegegrades. Das Beratungsangebot findet ab sofort in den Räumlichkeiten des Amtes Schwarzenbek-Land, Gülzower Straße 1, Trauzimmer in Schwarzenbek statt. Die Beratung ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter Telefon 04542 / 82 65 49 und unter Einhaltung der 3G-Regel möglich. Weitere Informationen auf der Homepage unter www.pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de.


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