Beratungsstelle „Land-Grazien“ wird jetzt vom Kreis gefördert

Foto: hfr
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Frauen helfen Frauen Sandesneben und Umgebung e. V. erhält insgesamt 40.000 Euro Zuschuss vom Kreis Herzogtum Lauenburg für sein Beratungsangebot

 

Labenz (LOZ). Ein weiterer Erfolgsschritt für Frauen helfen Frauen Sandesneben und Umgebung (FhF): Der Kreistag des Herzogtums Lauenburg unterstützt den unabhängigen Trägerverein mit 40.000 Euro im laufenden Jahr. Die finanziellen Mittel sind für das Projekt „Landgrazien“ bestimmt, eine Beratungsstelle für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind.

Für den Verein ist diese Förderung eine besondere Anerkennung und wichtige Unterstützung für die langfristige Etablierung des Beratungsangebots – denn der Verein finanziert seine wertvolle Arbeit über Drittmittel. Miriam Peters, Leitungskraft des Vereins sagt: „Wir sind sehr dankbar und freuen uns riesig, dass auch die Politik auf Kreisebene unsere innovative Idee unterstützt. Das ist eine tolle Entwicklung für uns und vor allem für die vielen Frauen und Kinder im ländlichen Raum des Kreises, die in Problem- und Krisensituationen oder als Prävention auf unsere Hilfe vertrauen können.“

Innovatives Konzept für den ländlichen Raum

„Land-Grazien“ gilt als Modellprojekt in Schleswig-Holstein. Dass das niedrigschwellige Beratungsangebot wegweisend ist, zeigt auch die Resonanz aus ganz Deutschland. „Wir bekommen sehr viele Anfragen nach unserem Konzept aus Regionen, in denen die Infrastruktur und das soziale ländliche Gefüge ähnlich sind wie bei uns, von Nordfriesland bis Bayern“, so Miriam Peters.

Hilfesuchende erhalten schnelle, flexible Beratung – online und vor Ort

Jede Frau hat Anspruch auf Beratung, wenn sie von Gewalt betroffen ist (Istanbul-Konvention). Eine solche Beratungsmöglichkeit bietet das 2020 ins Leben gerufene Projekt „Land-Grazien“ im ländlichen Raum des Herzogtums Lauenburg an und schließt damit eine Lücke. Denn: Im Landkreis gibt es nur wenige staatliche Beratungsstellen – Hilfesuchende müssen selbst bei akuten Problemen oft mit langen Wartezeiten rechnen oder sie können die Beratung wegen der großen Entfernungen zu den Stellen nicht wahrnehmen.

Anders bei dem Beratungsangebot „Land-Grazien“: Die FhF-Beraterinnen stellen sich zeitlich flexibel auf die Hilfe- und Ratsuchenden ein – ob telefonisch oder online. Und räumlich-flexibel; mit ihrem 2021 angeschafften Fahrzeug inklusive mobilem Beratungsbüro bieten sie auch Vor-Ort-Beratung an flexiblen Standorten.

Beratungsnachfrage wächst

„Es scheint viel mehr zu passieren. Seit Weihnachten erleben wir eine stärkere Nachfrage als in der Zeit davor“, sagt Miriam Peters. „Derzeit erhalten unsere FhF-Beraterinnen 5 bis 6 Anfragen pro Woche von Hilfesuchenden, mit denen wir einen Erstkontakt machen.“ Hinzu kämen die Folgeberatungen, die sich daraus ergeben. Dabei umfasst diese tägliche Arbeit weit mehr als die Türen für ein Beratungsgespräch zu öffnen. Die Beraterinnen suchen gemeinsam mit den Betroffenen nach Lösungen, von der schnellen Hilfe bis hin zu langfristigen Perspektiven, um aus häuslicher Gewalt und anderen Krisensituationen herauszufinden.

Über den Verein

Frauen helfen Frauen Sandesneben und Umgebung e.V. setzt sich aktiv gegen Gewalt an Frauen und Kindern ein. Im Februar 2020 hatten zehn Frauen aus dem Herzogtum Lauenburg, Ahrensburg und Hamburg diesen unabhängigen Trägerverein gegründet, um zusätzliche Beratung und Hilfe im ländlichen Raum des Herzogtums Lauenburg anzubieten. Der Verein ist Träger des Projekts „Landgrazien“, eine Beratungsstelle für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind, waren, befürchten dies zu sein oder es vorbeugen möchten. Ein weiteres Projekt ist der „Kids-Club“ mit Beratung für Kinder in schwierigen häuslichen Situationen sowie regelmäßigen Treffen. Miriam Peters, staatlich anerkannte Sozialarbeiterin, leitet die Beratungsstelle. Frauen helfen Frauen Sandesneben und Umgebung finanziert sich über Spenden und Zuwendungen.

Mehr Information: www.fhf-sandesneben.de

Kurznachrichten aus der Region


KSK spendet Mobiliar
Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg (KSK) spendet nicht mehr benötigtes Mobiliar aus ihrem ehemaligen Hauptgebäude an gemeinnützige Vereine und Institutionen. Zu vergeben hat die KSK hauptsächlich Büroausstattung wie Stühle, Schreibtische, Rollcontainer und Sideboards. Ab sofort können sich Organisationen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg unter der Mail-Adresse verwaltung@ksk-ratzeburg.de zur Ausgabe anmelden. „Nachdem wir mit unserem Mobiliar bereits den Kreis bei der Geflüchtetenhilfe unterstützt haben, wollen wir jetzt unseren Vereinen ermöglichen, kostenfrei an Ausstattung zu kommen“, erklärt Dr. Kram, Vorstandsvorsitzender der KSK. Es gelte das Motto „Wer zuerst kommt…“. Anmeldeschluss für die Abholung ist der 15. Juli.


Kreisverwaltung am 29. Juni nur eingeschränkt erreichbar
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg ist am 29. Juni aufgrund von zwei Teilpersonalversammlungen zum Teil nur eingeschränkt erreichbar. Die Telefonzentrale unter der Nummer 04541 / 888-0 steht weiterhin zur Verfügung. Die regulären Öffnungszeiten des Fachdienstes Straßenverkehr in Lanken sind hiervon nicht betroffen.


Sprechstunden der Behindertenbeauftragten
Die nächsten Sprechstunden der Kreisbehindertenbeauftragten Kirsten Vidal finden an folgenden Terminen statt:
Donnerstag, 23. Juni, von 14 bis 15.30 Uhr im Rathaus in Wentorf bei Hamburg, Hauptstraße 16.
Montag, 4. Juli, von 12 bis 16 Uhr im Raum 176 des Kreishauses, Barlachstraße 2, in 23909 Ratzeburg. Dort ist sie auch unter der Nummer 04541 888-493 telefonisch erreichbar.


Deutsche Rentenversicherung Nord telefonisch nicht erreichbar
Wegen einer innerbetrieblichen Veranstaltung stehen die Mitarbeitenden der Deutschen Rentenversicherung Nord am Freitag, 17. Juni, für telefonische Anfragen nicht zur Verfügung. Darauf weist der Rentenversicherungsträger mit Sitz in Lübeck hin. Alle Ratsuchenden können sich jedoch weiterhin an das kostenlose, bundesweite Servicetelefon unter der Rufnummer 0800 1000 4800 wenden. Ab Montag, 20. Juni, sind wieder wie gewohnt alle telefonischen Services der Deutsche Rentenversicherung Nord erreichbar.  


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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