Jugendforum fuhr nach Berlin

Foto: hfr
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Kreisjugendring gestaltete Bildungsfahrt mit einem bunten Programm

 

(LOZ). „Eine Fahrt nach Berlin“ stand weit oben auf der Ideenliste des kreisweiten Jugendforums als es um die Planungen für das Jahr 2024 ging. „Neben uns als Jugendforumsmitgliedern konnten interessierte Jugendliche und junge Erwachsene mitfahren. Insgesamt waren wir 18 junge Menschen, die gemeinsam für vier Tage nach Berlin gefahren sind,“ so ein Mitglied es Jugendforums.

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„Es war toll, dass wir dieses Jahr vier Tage Zeit hatten, Berlin mit seinen historischen und politischen Themen kennenzulernen. Vielleicht werden es nächstes Jahr fünf Tage?“, ergänzt die Teilnehmerin. 2023 reiste das Jugendforum schon einmal nach Berlin, da waren es noch 3 Tage.

Im kreisweiten Jugendforum der Partnerschaft für Demokratie treffen sich regelmäßig 1 bis 2 Mal pro Monat junge Menschen, diskutieren ihre Themen und planen eigene Projekte, die dann auch für weitere Jugendliche offen sind. Das Jugendforum wird durch den Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg (KJR) begleitet und unterstützt, wobei die Ideen von den jungen Menschen selbst kommen. So gestalteten sie auch das abwechslungsreiche politisches Programm zur diesjährigen Berlinfahrt.

Neben einem Vortrag über die Arbeit im Bundestag, welcher im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes stattfand, erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, in den Austausch mit einem Bundestagsmitarbeiter zu gehen. „Mich hat fasziniert, wie viele Plätze im Plenarsaal sind und sie auf die Parteien aufgeteilt sind. Außerdem hätte ich nicht gedacht, dass der Adler im Saal sieben Meter hoch, acht Meter breit und 2,5 Tonnen schwer ist“, berichtet ein Teilnehmer.

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand verließen die Teilnehmenden mit gemischten Gefühlen: „Ich habe Respekt vor den Jugendlichen, die während des Nationalsozialismus Widerstand geleistet haben. Ich weiß nicht, ob ich dafür stark genug wäre. Aber wie die Geschichten von manchen Akteuren und Akteurinnen geendet ist, stimmt mich traurig“, äußert eine 14-jährige Teilnehmerin. „Durch die Gedenkstättenführung wurden die Teilnehmenden zur Reflexion angeregt und ihnen wurde verdeutlicht, dass nicht alle Jugendlichen in der Geschichte ein Leben führen konnten wie sie“, so Stefanie Möhring, Bildungsreferentin und Koordinatorin des Jugendforums beim KJR.

Ein weiteres Highlight des Besuches in Berlin war das Gespräch mit einem Zeitzeugen über seine Fluchtversuche aus Ost-Berlin nach Westberlin. „Besonders spannend fanden die Teilnehmenden die Ideen und Methoden, die von den Bürgerinnen und Bürger der DDR für die sichere Flucht ausgearbeitet wurden“, berichtet Stefanie Möhring. „Von einem selbstgebauten Heißluftballon bis hin zu dem Versuch durch das Trinkwassersystem zu gelangen, war wirklich alles dabei“, ergänzt sie ihre Aussage.

„Wir haben natürlich nicht die Tage von morgens bis abends mit politischen und geschichtlichen Themen verbracht, sondern konnten uns während verschiedener Aktionen besser kennenlernen und abschalten“, gibt ein Jugendforumsmitglied wieder. Neben zwei Spiele- und Kennenlernabenden und einer „Schnitzeljagd mit Sightseeing-Charakter“ in Kleingruppen, wurde ein Escape Room besucht, bei dem die Jugendlichen in Teamarbeit kräftig rätseln mussten, um aus einem thematisch-gestalteten Raum wieder zu „entkommen“.

In einem Workshop erarbeiteten die Jugendlichen Themen, die sie im Kreis Herzogtum Lauenburg beschäftigen, zum Beispiel Änderungswünsche in ihrer direkten Umgebung. „Mich stört, dass bei mir im Dorf am Wochenende nichts los ist und die Fahrradwege zur nächsten Stadt nicht existieren. So bleibe ich lieber zu Hause, als auf der Autostraße zu fahren“, ärgert sich ein 15jähriger Teilnehmer. Auch das Thema Akzeptanz und Toleranz wurden stark diskutiert.

Diese Themen und die Interessen der Jugendlichen werden bei den nächsten Treffen des kreisweiten Jugendforums am Samstag, 25. Mai, von 10 von 18 Uhr und Mittwoch, 29. Mai, von 17 bis 20 Uhr im Haus der Landwirtschaft in Mölln (Schmilauer Str. 66) weiterbearbeitet.

Weitere interessierte Jugendliche sind jederzeit willkommen. Stefanie Möhring steht für weitere Fragen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder Mobil: 0178 / 307 62 50 gerne zur Verfügung. Es besteht keine Verpflichtung bei jedem Treffen des Jugendforums dabei zu sein. Es soll vielmehr um Austausch und Ideenentwicklung gehen bis hin zur Projektdurchführung. Dabei haben die Jugendlichen einen großen Handlungsspielraum und erfahren durch den Kreisjugendring die nötige Unterstützung, um selbst etwas zu bewegen.

Das Jugendforum der „Partnerschaft für Demokratie“ Kreis Herzogtum Lauenburg wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Kurznachrichten aus der Region


Sprechstunden der Behindertenbeauftragten
Die nächsten Sprechstunden der Kreisbehindertenbeauftragten Kirsten Vidal finden an folgenden Terminen statt:
Donnerstag, 27. Juni, von 14 bis 15.30 Uhr im Rathaus in Wentorf bei Hamburg, Hauptstraße 16.
Montag, 1. Juli, von 12 bis 16 Uhr im Raum 176 des Kreishauses, Barlachstraße 2, in Ratzeburg. Dort ist sie auch unter der Nummer 04541 / 888-493 telefonisch erreichbar.


Fest am Rathaus
Am Samstag, 22. Juni, findet ab 17 Uhr das Fest am Rathaus auf dem Rathausvorplatz, Hauptstraße 16 in Wentorf statt. Bevor DJ Buck mit abwechslungsreicher Musik zum Tanzen einlädt, eröffnet der Feuerwehr-Musikzug Wentorf-Börnsen die Veranstaltung. Für das leibliche Wohl sorgen die Feuerwehr Wentorf, der SC Wentorf, das DRK, Edeka Schulz sowie Roland Pump und Team der „Alten 16“.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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