Wenig Veränderung am Arbeitsmarkt: Arbeitslosenquote weiter bei 5,1 Prozent

Foto: W. Reichenbächer
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Appell der Arbeitsagentur: Menschen mit Behinderung bei der Personalsuche einbeziehen und eine Chance geben

 

(LOZ). Im November hat die Arbeitslosigkeit im Kreis Herzogtum Lauenburg zum vorangegangenen Oktobermonat um sieben arbeitslose Menschen abgenommen. Damit sind aktuell insgesamt 5.535 Menschen bei den Agenturen für Arbeit in Mölln und Geesthacht sowie dem Jobcenter Herzogtum Lauenburg arbeitslos gemeldet. Der Rückgang bleibt ohne Auswirkung auf die Arbeitslosenquote, die weiterhin bei 5,1 Prozent liegt. Im Vorjahresmonat waren 5.441 Menschen und damit 94 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit ebenfalls bei 5,1 Prozent.

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„Nach einer kurzen Herbstbelebung im September mit einem deutlichen Rückgang nimmt die Arbeitslosigkeit nur noch in kleinen Schritten ab. Mit aktuell sieben arbeitslosen Menschen weniger zum Vormonat bleibt der Rückgang ohne Einfluss auf die Arbeitslosenquote. Zugänge in Arbeitslosigkeit und Abgänge aus der Arbeitslosigkeit halten sich derzeit im Wesentlichen die Waage. Mit der konstanten Quote sehe ich den Arbeitsmarkt angesichts der konjunkturellen Entwicklung weiterhin robust“, sagt Steffi Koppitz, Geschäftsführerin Operativ bei der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den Arbeitsmarktdaten für den Kreis Herzogtum Lauenburg und erklärt weiter: „Neue Stellenmeldungen und unser Stellenbestand sind tendenziell rückläufig. Das ist mit Blick auf das Jahresende und die Wintermonate nicht ungewöhnlich. Aber wir beobachten insgesamt eine Zurückhaltung im Hinblick auf neue und weitere Mitarbeiterbedarfe, gerade im Vergleich zum Vorjahr. Der Personalbedarf in den Unternehmen bleibt trotz rückläufiger Zahlen mit rund 1.500 vakanten Stellen jedoch auf einem hohen Niveau.“

Appell zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 03. Dezember: Menschen mit Behinderung bei der Personalsuche einbeziehen und eine Chance geben

Aktuell sind im Kreis Herzogtum Lauenburg 307 Menschen mit einer Schwerbehinderung ohne Beschäftigung. „Ihre Zahl ist seit dem Jahresbeginn deutlich gesunken. Im Jahr 2022 waren durchschnittlich 365 schwerbehinderte Menschen auf Jobsuche. Unsere Erfahrung ist, dass der Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung – einmal arbeitslos geworden – trotz des Arbeits- und Fachkräftebedarfes oftmals schwieriger ist als für diejenigen ohne Behinderungen“, sagt die Geschäftsführerin der Arbeitsagentur und appelliert im Hinblick auf den anstehenden internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember: „Unternehmen sollten deren Potentiale bei der Personalsuche und -rekrutierung nutzen und ihnen eine Chance geben. Arbeitslose Menschen mit Behinderung sind häufig gut qualifiziert und besonders motiviert und sollten bei der Personalsuche einbezogen werden. Gut die Hälfte der jobsuchenden Menschen mit einer Schwerbehinderung haben einen Ausbildungs- oder akademischen Abschluss. Auch mit Blick auf die demografische Entwicklung ist es wichtig, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben zu fördern und zu verbessern.“

Per Gesetz wären im Jahr 2021 (die aktuellsten Daten zur Beschäftigungspflicht stammen aus dem Jahr 2021) 341 Unternehmen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg mit mindestens 20 Arbeitsplätzen dazu verpflichtet gewesen, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. 148 Unternehmen im Herzogtum waren ihrer Beschäftigungspflicht nachgekommen. „193 und damit gut 57 Prozent hatten ihre Beschäftigungspflicht jedoch nicht oder nicht vollständig erfüllt und eine Ausgleichsabgabe gezahlt“, berichtet Koppitz. „Die Agenturen für Arbeit fördern die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung.“ Zur Unterstützung der Unternehmen stünden der Agentur für Arbeit verschiedene individuelle Förderinstrumente zur Verfügung. Neben der Beratung können dies Zuschüsse zu Lohnkosten, Probebeschäftigungen oder Zuschüsse für die behindertengerechte Ausstattung von Arbeits- oder Ausbildungsplätzen sein.

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Im November sind dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und dem Jobcenter Herzogtum Lauenburg 185 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Damit liegt die Zahl der zu besetzenden sozialversicherungspflichtigen Stellen im Kreis Herzogtum Lauenburg bei 1.495. Das sind 20 oder 1,3 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum November 2022 sind dies 245 vakante Stellen weniger, ein Rückgang um 14,1 Prozent.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Herzogtum Lauenburg beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 7.212. Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 6,6 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkt höher als im Oktober. Im November des Vorjahres lag sie bei 6,5 Prozent“, sagt Koppitz.

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

Kurznachrichten aus der Region


Sprechstunden der Behindertenbeauftragten
Die nächsten Sprechstunden der Kreisbehindertenbeauftragten Kirsten Vidal finden an folgenden Terminen statt:
Donnerstag, 22. Februar, von 14 bis 15.30 Uhr im Rathaus in Wentorf bei Hamburg, Hauptstraße 16.
Montag, 4. März, von 12 bis 16 Uhr im Raum 176 des Kreishauses, Barlachstraße 2, in Ratzeburg. Dort ist sie auch unter der Nummer 04541 / 888-493 telefonisch erreichbar.


Infoabend für die Oberstufe an der Gemeinschaftsschule Sandesneben
Am Donnerstag, 15. Februar, lädt die Gemeinschaftsschule Sandesneben um 19 Uhr zum Infoabend über die gymnasiale Oberstufe.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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