Leserbrief: Dank Bürgerinitiative mehr Demokratie in Büchen

Foto: hfr
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Wer sich in diesen Tagen durch Büchen bewegt, kann es nicht übersehen: Der Ort übt sich (erstmalig?) in direkter Demokratie. Der anstehende Bürgerentscheid ist ein gesetzlich vorgesehenes Instrument.

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Die Voraussetzungen und Spielregeln dazu sind genau definiert. Dazu zählt, dass im Falle von Büchen ein Anteil von 10 % der Stimmberechtigten ihren Wunsch dazu bekunden müssen. In Büchen haben dies ca. 15 % bzw. 707 Personen getan, wobei längst nicht alle Abstimmungsberechtigten bei der Unterschriftensammlung angesprochen wurden. Warum also spricht die Gewerbelobby herabwürdigend von einer die Aktion tragenden „Personengruppe“, die gemäß ABB aus 2 Köpfen besteht? Haben sie Angst, dass der Begriff „Bürgerinitiative“ bei den Bürgern eher positiv belegt ist?

Dieser Aspekt ist charakteristisch für die massive Kampagne der Gewerbelobby im Ort. In übergroßen (mindestens teilweise wenn nicht gänzlich steuerfinanzierten) Plakaten im Stil von Waschmittelwerbung werden inhaltsleere Sprüche verkündet, die offenbar von der wirklichen Problematik ablenken sollen. Mit konstruierten Szenarien wird versucht, den Bürgern Angst zu machen. Ganz offensichtlich wird dies, wenn angedeutet wird, dass die Aufrechterhaltung der öffentlichen Infrastruktur, wie beispielsweise das Schwimmbad, nur mit einem zusätzlichen Gewerbegebiet gewährleistet werden kann.

Auch werden geradezu absurd anmutende Behauptungen aufgestellt. So könne der ökologische Wert der Steinau nur in Verbindung mit einem neuen Gewerbegebiet erhalten oder erhöht werden. Mit dem durchgängig verwendeten Begriff „Maisacker“ für die zur Bebauung vorgesehene Fläche soll deren ökologische Minderwertigkeit suggeriert werden. Die Möglichkeit, dass dort im Zuge wechselnder Fruchtfolge, die Ausdruck guter landwirtschaftlicher Praxis wäre, oder veränderter agrarpolitischer Rahmenbedingungen schon im nächsten Jahr auch beispielsweise Dinkel oder Hafer wachsen könnten, soll dem Bürger nicht in den Sinn kommen. Die wiederholte Verwendung des Begriffs „Nachhaltigkeit“ im Zusammenhang mit dem beabsichtigten neuen Flächenverbrauch stellt eine dreiste Umkehrung der umweltpolitischen Bedeutung des Begriffs dar! Schließlich fordert doch die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und die entsprechenden Vorgaben des Landes gerade eine massive Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme.

Es bleibt festzuhalten, dass die Gewerbelobby nicht mit Argumenten, sondern mit plakativen Suggestionen arbeitet. Dabei wird auf die Uninformiertheit der Bürger gesetzt. Die Kampagne soll offenbar nicht informieren, sondern manipulieren. Wie könnte es auch anders sein, wo es doch letztlich außer den erhofften, noch nicht einmal belegten zusätzlichen Einnahmen keine Argumente gibt. Wer jetzt neugierig auf die Sicht der Bürgerinitiative geworden ist, dem sei folgende Internetadresse empfohlen: www.stopp-gewerbegebiet.de.

Wolfgang Pohle, Büchen

Kurznachrichten Büchen


Witzeeze sammelt Müll
Am 9. März findet wieder im Rahmen „unser sauberes Schleswig-Holstein“ eine Müllsammelaktion statt. Die Gemeinde Witzeeze nimmt auch in diesem Jahr wieder an dieser Aktion teil. Bürgersind am Samstag, 9. März, um 10 Uhr eingeladen, gemeinsam in Witzeeze Müll zu sammeln. Treffpunkt ist vor der Gaststätte Zum Lindenkrug bei der Bushaltestelle. Wer hat, bringt Handschuhe und andere Hilfsmittel mit. Müllsäcke, einige Handschuhe und Warnwesten werden gestellt. Im Anschluss lädt die Gemeinde zu einem kleinen Imbiss in der Gaststätte zum Lindenkrug ein. „Wir freuen uns über eine zahlenreiche Teilnahme“, so Bürgermeister Wolfgang Kroh.


Jahreshauptversammlung Full-Pull-Fitzen
Am Freitag, 1. März, hält der Verein Full-Pull-Fitzen seine Jahreshauptversammlung im Gasthof Möller in Fitzen ab. Beginn ist um 19.30 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen neben den Berichten auch Vorstandswahlen. Vorher haben alle Mitglieder die Möglichkeit ihren fälligen Jahresbeitrag in bar beim Kassenführer zu begleichen. In der Versammlung stimmberechtigt sind nur Mitglieder, deren Beitrag gezahlt ist. Alle Mitglieder sind eingeladen und aufgerufen an der Versammlung teilzunehmen. Wer sich dem Verein verbunden fühlt kann ebenfalls entsprechend vorher vor Ort dem Verein beitreten und dann an der Versammlung teilnehmen.


Bürgermeister lädt zum Seniorennachmittag ein
Der Bürgermeister der Gemeinde Witzeeze lädt zum Seniorennachmittag ein. Am Dienstag, 13. Februar, treffen sich Senioren um 15 Uhr im Regionalen Kulturzentrum (KUZ) in der Dorfstraße 16 in Witzeeze. Wolfgang Kroh freut sich, immer am zweiten Dienstag eines Monats bei Kaffee und Kuchen einfach nur zu Klönen oder gemeinsam unterschiedliche Spiele wie Mensch ärgere Dich nicht, Kniffel, Doppelkopf, Rommé, Alle nach rechts oder andere Spiele zu spielen.


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