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Geesthacht (LOZ). Es beginnt bei Herabsetzung, Beschimpfungen mit Tiernamen, geht einher mit Misstrauen - oft unter dem Deckmantel der Eifersucht - und Überwachung der Unternehmungen der Partnerin und endet im besten Fall mit Ohrfeigen, die in Prügel ausarten können. Die tiefere Ursache ist immer eine Nichtachtung der Frau als gleichberechtigten Menschen neben sich, gepaart mit einem geringen Selbstwertgefühl des Mannes und dem Bedürfnis, Macht in der Beziehung auszuüben.

In der Öffentlichkeit ist es nur ein Randthema und wird oft erst dann aufgegriffen, wenn die Gewalt extreme Formen wie Gruppenvergewaltigungen oder gar ein Tötungsdelikt angenommen hat.

Deshalb ist es notwendig, dass der Frauenbeirat Geesthacht und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am Freitag, 25. November, besonderes Augenmerk auf dieses Thema lenken. Eben weil es kein Kavaliersdelikt ist und oftmals in den Beziehungen klein anfängt und sich dann zu handfester Gewalt gegen die Frau auswächst. Und Betroffene ungern darüber reden.

Eine Plakataktion des Frauenbeirates spricht die Männer an, sich ihres schändlichen Tuns bewusst zu werden und die Frauen, sich ein Herz zu nehmen und Gewalt anzusprechen. Dafür bietet die Gleichstellungsbeauftragte Anja Nowatzky Beratungsgespräche an, in denen Hilfsangebote aufgezeigt werden. Diese sind in Zeiten der Corona-Pandemie im Zeitraum von anderthalb Jahren von drei auf 20 gestiegen, was die Brisanz des Themas verdeutlicht.  Mit Amelie Kroll, Leiterin der Stadtbücherei Geesthacht veranstaltet Anja Nowatzki in der Bücherei eine Lesung am 25. November um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten. In dem Roman „Lauf weg, wenn Du kannst“ verarbeitet die Autorin Cornelia Koepsell eigene Erfahrungen mit häuslicher Gewalt und den anerzogenen Verhaltensmustern, die diese begünstigen, z. B. wenn Frauen nicht klar und deutlich „Nein!“ sagen können.

Um die Ängste und Zweifel von drei Frauen in unterschiedlichen Epochen der vergangenen hundert Jahre geht es auch bei der Welturaufführung der Oper The Hours von Kevin Puts/Greg Pierce in der Metropolitan Opera (MET) von New York. Dieses fesselnde Drama, das auf dem Roman „The hours“ von Michael Cunningham beruht, wurde bereits 2002 verfilmt und mit einem Oscar prämiert. Eine der Protagonistinnen ist Virginia Woolf (1920) – eine Ikone der Frauenbewegung - die ihr Leben reflektiert und im Roman „Mrs. Dalloway“ verarbeitet. Dieser entfaltet seine Wirkung auf andere Frauen in den Jahren 1951 und 2001.

In Geesthacht haben Interessierte nun die Möglichkeit am Samstag, 10. Dezember, um 19 Uhr im kleinen Theater Schillerstraße diese interessante Aufführung zu erleben. Der Frauenbeirat wird das 24. Jahr seiner Amtsausübung damit beschließen, den Besuch mit einer Summe von 10 Euro zu bezuschussen.

Es stehen 20 Karten zur Verfügung. Mit dem Kennwort „Viginia Woolf“ sind im kTS Gutscheine erhältlich, der beim Kauf der Tickets zu dieser MET-Aufführung eingelöst wird.

Im Jahr 2023 begeht der Frauenbeirat Geesthacht sein 25–jähriges Jubiläum. Im Jahr 1998 wurde auf der Ratsversammlung der Beschluss gefasst, einen Frauenbeirat zu installieren. Damit ist die Stadt Vorreiter der Gleichstellung der Frauen in Schleswig-Holstein. Wer den Beirat bei seiner Tätigkeit erleben möchte, kommt am vierten Mittwoch im Monat ins Rathaus. Um 17.30 Uhr tagt der Beirat dort, um dann z.B. im nächsten Jahr das Jubiläum würdig vorzubereiten und weitere Aktivitäten zu planen.

Kurznachrichten Geesthacht

 


Verkehrsbehinderungen an der Norderstraße
Verkehrsteilnehmende müssen sich auf Behinderungen an der Geesthachter Norderstraße einstellen. Für Arbeiten an einem Stromanschluss werden in der Zeit vom 15. Dezember bis voraussichtlich 24. Dezember auf Höhe der Hausnummer 10 zeitweise Absperrungen im Bereich des Gehwegs und der Fahrbahn notwendig.


Sprechstunde der Geesthachter Behindertenbeauftragten
Heike Lehmann, Geesthachts Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, geht in die Weihnachtsferien. Vom 22. Dezember bis zum 2. Januar finden darum keine Sprechstunden statt. Die nächste Sprechstunde ist dann für Donnerstag, 8. Januar 2026, vorgesehen. Heike Lehmann bietet regelmäßig an jedem 1. Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr und an jedem letzten Dienstag im Monat von 11 bis 13 Uhr in den Räumen am Markt 5 bis 7 ihre offene Sprechstunde an. Menschen mit Handicap können sich in dieser Zeit mit Fragen und Anliegen bei ihr melden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Beratungsräume sind barrierefrei, die Beratung ist kostenfrei. Grundsätzlich ist Heike Lehmann telefonisch unter 0151-252 628 98 sowie per Email unter kontakt@geesthacht-beauftragter.de erreichbar.


Verkehrsbehinderungen in Geesthacht
Verkehrsteilnehmende müssen sich auf Behinderungen an der Berliner Straße in Geesthacht einstellen. Aufgrund von Pflege- und Fällarbeiten an mehreren Bäumen werden in der Zeit vom 15. bis zum 18. Dezember jeweils zwischen 9.30 Uhr und 15 Uhr im Rahmen von Tagesbaustellen temporär der Gehweg und die Fahrbahn gesperrt.


 Alkohol- und Drogenberatung
Die Alkohol- und Drogenberatung teilt mit, dass ab sofort die offenen Sprechstunden wieder stattfinden. Diese finden statt: dienstags von 16 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 11 Uhr, Markt 3 in Geesthacht und montags von 15 bis 17 Uhr, Mühlenweg 17 in Lauenburg. Zur Vermeidung von Wartezeiten wird um eine kurze telefonische Anmeldung unter 04152 / 791 48 gebeten.


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