Corona im Kreis Herzogtum Lauenburg: Ausbrüche in einer Kita und einem Pflegeheim – Quarantänezeit für Omikron-Kontaktpersonen auf 10 Tage verkürzt

Foto: hfr
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(LOZ). Gleich zwei Corona-Ausbrüche in Einrichtungen beschäftigen seit Donnerstag, 6. Januar, das Kreisgesundheitsamt Herzogtum Lauenburg:

Für Kinder und Betreuungspersonen aus der gelben und orangen Gruppe der evangelischen Kindertagesstätte Dassendorf/Brunstorf, die am 3. und 4. Januar 2022 in der Gruppe waren, hat das Gesundheitsamt per Allgemeinverfügung ab sofort eine häusliche Absonderung angeordnet. Die Allgemeinverfügung kann auf der Internetseite www.kreis-rz.de/bekanntmachungen abgerufen werden. Eine Betreuerin, die in beiden Gruppen tätig war, wurde mit Abstrich vom 4. Januar positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Das Laborergebnis lag dem Gesundheitsamt am Donnerstag vor.

„Bisher hat das Gesundheitsamt bei positiven Fällen in Kitas nur symptomatische oder positiv getestete Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt. Durch das Auftreten der neuen Omikron-Variante musste das Vorgehen nun aber angepasst werden, da die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung nun deutlich gestiegen ist. Dabei geht es vor allem um den Schutz der Gesundheit der Kinder, aber auch um die der haushaltsangehörigen Erwachsenen, die bestenfalls zwar vollständig geimpft sind, sich mit der neuen Variante aber dennoch anstecken können,“ erklärt Landrat Dr. Christoph Mager.

Die Absonderungsverpflichtung gilt zunächst bis einschließlich 14. Januar und kann vorzeitig aufgehoben werden, sofern sich zeigt, dass kein Zusammenhang mit der neuen Omikron-Variante besteht.

Als weitere Einrichtung ist die Seniorenpension Büchen betroffen. 5 Bewohnerinnen und Bewohner sind mittlerweile positiv auf das Virus getestet, der Testbus der Kassenärztlichen Vereinigung ist für die Testung aller Bewohnerinnen und Bewohner sowie des Personals angefordert. Eine 86-Jährige verstarb am Donnerstag. Bei den Mitarbeitenden ist bisher ein positiver Fall bekannt. Zum Impfstatus der Betroffenen liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Erkenntnisse vor.

Wie das Schleswig-Holsteinische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, wird die Quarantänedauer für Omikron-Kontaktpersonen ab sofort von 14 auf 10 Tage verkürzt. Diese Regelung hat der Kreis Herzogtum Lauenburg mit seiner 84. Allgemeinverfügung zu SARS-CoV-2 umgesetzt. Damit verkürzt sich für alle Kontaktpersonen, die bisher 14-tägige Quarantäne automatisch auf 10 Tage. Das Gesundheitsamt bittet darum, wegen der Verkürzung der Quarantäne nicht die Hotline des Gesundheitsamtes anzurufen. Die Allgemeinverfügung ist ebenfalls unter www.kreis-rz.de/Bekanntmachungen abrufbar.

Mit Stand von Donnerstag, 18 Uhr, zählte das Kreisgesundheitsamt insgesamt 10.850 labordiagnostisch bestätigte Infektionen mit SARS-CoV-2 und damit 118 mehr als am Vortag. 8.701 Personen gelten zwischenzeitlich wieder als genesen, 135 Personen verstarben aufgrund ihrer Covid-19-Erkrankung. Der erhebliche Anstieg der Verstorbenenzahl geht auf einen Datenabgleich mit der Meldedatenbank zurück, dabei handelt es sich überwiegend um länger zurückliegende Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt damit zu Freitag voraussichtlich auf 439,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern. 153 Fälle mit Verdacht oder bestätigter Omikron-Diagnose wurden seit 7. Dezember 2021 im Kreis Herzogtum Lauenburg festgestellt.

Alle aktuellen Informationen zu Corona im Kreis Herzogtum Lauenburg unter www.kreis-rz.de/corona.

Kurznachrichten aus der Region


Bürgersprechstunde mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Nina Scheer per Telefon oder Videokonferenz
Dr. Nina Scheer, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd, lädt für Montag, 7. Februar, von 15 bis 17 Uhr zu einer Bürgersprechstunde per Telefon oder Videokonferenz ein. Um die einzelnen Telefonate zu koordinieren, wird um Anmeldung gebeten: telefonisch unter 030 / 227 73537 oder per E-Mail an nina.scheer@bundestag.de.


Baumpflegearbeiten an Kreisstraßen
Im Zeitraum vom 31. Januar bis zum 2. Februar wird die Kreisstraße K78 zwischen Groß Zecher und Marienstedt voll gesperrt. Grund hierfür sind Baumpflegearbeiten an den Alleebäumen. Die Ortschaft Groß Zecher ist während dieser Zeit von Seedorf aus erreichbar. Marienstedt kann aus Richtung Zarrentin und Hollenbek angefahren werden. Der Linienverkehr ist von den Arbeiten nicht betroffen.
Vom 3. Februar bis 4. Februar werden die Arbeiten dann an der Verbindungsstraße zwischen Güster und Göttin fortgesetzt. Auch hier muss die Straße zwischen dem Abzweiger Grambek und Göttin für den Durchgangsverkehr voll gesperrt werden.
Für beide Maßnahmen werden vor Ort Umleitungen ausgeschildert.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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