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(LOZ). In der letzten Kreistagssitzung forderten die Mehrheitsfraktionen von CDU und Bündnis 90/ Grüne ein kostenloses Deutschlandticket für alle Schülerinnen und Schüler im Kreis, die eine Schülerfahrkarte von Kreis erhalten. Oftmals unterscheiden sich die Kosten für eine Schüler-Monatskarte und dem zum 1. Mai eingeführten 49-Euro-Ticket nur um wenige Euro.

„Wir freuen uns, dass das vom FDP-Bundesverkehrsminister Wissing initiierte Deutschlandticket bei den Fraktionen im Kreistag so großen Zuspruch findet. Ein solches unkompliziertes Angebot war überfällig und hätte mit einem erneuten Verkehrsminister aus Bayern sicherlich noch viele Jahre gedauert“, so Holger Kempter von der FDP-Kreistagsfraktion.

Allerdings fragt sich die Kreis-FDP, warum dieses in der Kreisverwaltung schon länger diskutierte Thema nicht als Vorlage der Verwaltung im entsprechenden Ausschuss eingebracht wurde, sondern durch CDU und Grüne im Kreistag. „Die Absage der Ausschuss-Sitzung in Verbindung mit dem heutigen Antrag im Kreistag hat ein Geschmäckle und erscheint uns ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver in Form eines angeblichen Geschenkes an die Schüler und Eltern hier im Kreis.“

In einem Änderungsantrag forderte die FDP ein Deutschlandticket für sämtliche im Kreis wohnhaften Schüler.

„Oftmals entscheiden nur wenige Meter mehr oder weniger zwischen dem Elternhaus und der nächstgelegenen Schule, ob eine Schülerin oder ein Schüler vom Kreis eine Busfahrkarte zur Verfügung gestellt bekommt oder nicht. Erhalten die Jugendlichen und Kinder, die heute bereits eine Fahrkarte bekommen, ein Deutschlandticket und andere nicht, stellt dieses eine grobe Ungleichbehandlung und Ungerechtigkeit dar“, kommentiert die Fraktionsvorsitzende Judith Gauck.

Auf die Frage einer möglichen Finanzierung, entgegnet Holger Kempter: „Unser Kreis gibt in diesem Jahr für Schülerfahrkarten und ÖPNV-Zuschüsse an die Busunternehmen insgesamt knapp 18 Millionen Euro aus. Etwa ein Drittel davon kostet der Schülerverkehr. Warum kann man für die verbleibenden etwa 12 Millionen Euro pro Jahr nicht als Gegenwert weitere Deutschlandtickets für all diejenigen Schülerinnen und Schüler erhalten, die heute noch keine Fahrkarte erhalten? Bezahlen muss der Kreis den teuren ÖPNV so oder so, warum verlangt man dann nicht im Gegenzug entsprechende Fahrkarten in Form von weiteren Deutschlandtickets?“

„Leider wurde der Änderungsantrag der FDP durch die Mehrheit von CDU und Grünen abgelehnt. Die schwarz-grüne Landesregierung bezuschusst ihre Angestellten mit über 30 Euro im Monat wenn diese sich ein Deutschlandticket kaufen. Es ist schade, dass hier bei den Schülern mit einem anderen Maß gemessen wird“, so Judith Gauck. Aber sie verspricht, „die FDP wird weiter an diesem Thema dranbleiben“.

Kurznachrichten aus der Region


Gefährliche Schneelast auf den Bäumen - Kreisverwaltung gibt Entwarnung
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hatte in der vergangenen Woche nach den heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel vor dem Betreten der Wälder gewarnt und ein teilweises Betretungsverbot für die Kreiswälder ausgesprochen. Mit Blick auf die aktuelle Witterung konnten Warnung und Verbot am Dienstag, 13. Januar, wieder aufgehoben werden. Tauwetter und Wind haben die Schneelasten von den Baumwipfeln genommen, Mitarbeitende der Kreisforsten haben die Waldwege bereits überwiegend von Hindernissen befreien können. Die Wege können wieder mit der gebotenen Vorsicht auf eigene Gefahr genutzt werden. Brennholzselbstwerber und die gewerbliche Holzabfuhr können die Wege nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern ebenfalls wieder nutzen.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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