Kindergrundsicherung: Mindestens 6.430 Kinder im Herzogtum Lauenburg würden profitieren

Foto: hfr
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(LOZ). Durch eine gut gemachte Kindergrundsicherung würde sich im Herzogtum Lauenburg die Lebenssituation von mehr als 6.430 Kindern und Jugendlichen verbessern. Darauf hat der DGB Kreisverband Lauenburg hingewiesen.

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„Die Ampel-Koalition in Berlin muss sich jetzt endlich auf eine Kindergrundsicherung verständigen und ausreichend Geld dafür bereitstellen. Denn die Familien mit geringem Einkommen im Herzogtum Lauenburg brauchen dringend mehr Unterstützung für ein gutes Aufwachsen ihrer Kinder“, fordert Klaus-Stefan Clasen, DGB Kreisverband Lauenburg.

Mit der geplanten Kindergrundsicherung sollen die vielen bestehenden Leistungen für Kinder gebündelt und die Beantragung einfacher und bürgerfreundlicher werden. „Sozialleistungen dürfen doch nicht nur auf dem Papier stehen, die Hilfen müssen auch bei allen Familien ankommen, die sie benötigen“, erläutert Clasen. Neben einem einfachen Zugang fordert der DGB Kreisverband Lauenburg für die Kindergrundsicherung auch höhere Leistungen als Kinder und Jugendliche heute beim Bürgergeld erhalten. Dort seien beispiels-weise im Regelsatz in Höhe von 348 Euro für ein Kind zwischen 6 und 13 Jahren nur 4,48 Euro pro Tag für Essen und Trinken vorgesehen. 8,89 Euro gibt’s monatlich für Kino, Kindertheater, Sport- und sonstige Freizeitveranstaltungen. Nur 2,83 Euro monatlich seien für Kinder- und Jugendbücher vorgesehen, rechnet Clasen und resümiert: „Das arme Kinder oft nicht mitspielen können, außen vor bleiben, bei der Klassenfahrt zuhause bleiben, weil das Taschengeld fehlt und in der Schule schlechter mitkommen, ist in einem reichen Land ein Skandal, den wir endlich beenden müssen.“

Im Herzogtum Lauenburg lebten Ende 2022 4.554 Kinder und Jugendliche in Familien, die Bürgergeld erhalten. 1.876 Kinder und Jugendliche erhalten den Kinderzuschlag, der an geringverdienende Eltern zusätzlich zum Kindergeld ausgezahlt wird. Insgesamt würden im Herzogtum Lauenburg also 6.430 Kinder mit den höheren Leistungen der Kindergrundsicherung bessergestellt.

Hinzu kämen laut DGB Kreisverband Lauenburg noch Familien, die heute aufgrund ihres geringen Einkommens einen Rechtsanspruch auf Leistungen haben, diese aber nicht beantragen. Zwar gebe es dazu keine aktuellen, belastbaren Zahlen, doch „diese Dunkelziffer ist erheblich“, ist sich Clasen vom DGB Kreisverband Lauenburg sicher. Die Bundesregierung selbst hatte in der Vergangenheit geschätzt, dass nur 35 Prozent der leistungsberechtigten Familien den Kinderzuschlag beantragen. Bei Geringverdienenden, die ergänzend Bürgergeld erhalten können, betrage die Dunkelziffer bis zu 50 Prozent.

„Kinderarmut ist bitter und folgenschwer, da sie nicht nur Mangel im Hier und Jetzt bedeutet, sondern den Kindern Entwicklungs- und Zukunftschancen raubt. Nichts kommt uns teurer zu stehen, als Kinderarmut zuzulassen. Geld für eine Kindergrundsicherung auszugeben ist auch eine Zukunftsinvestition“, fasst Clasen zusammen.

Kurznachrichten aus der Region


Zusatzkosten für den Rollstuhltransport entfallen
In regelmäßigen Abständen wird die Kreisverordnung über Beförderungsentgelte für den Gelegenheitsverkehr mit Taxen im Kreis Herzogtum Lauenburg aktualisiert und die Beförderungsentgelte angepasst. Mit der ab 1. Juli gültigen, neuen Kreisverordnung werden nun nicht nur die Entgelte aktualisiert, sondern auch die Zusatzkosten für die Rollstuhlmitnahme gestrichen, welche bisher noch nach Aufwand berechnet werden können. Eine veraltete Regelung, die mit dem Gleichbehandlungsgedanken nicht mehr vereinbar ist und daher künftig entfällt.


SPD AG 60plus im Kreis Herzogtum Lauenburg lädt ein zur Fahrt zum Schiffshebewerk Scharnebeck
Am 24. Juli um 14 Uhr startet die Fahrt mit dem Fahrgastschiff „Lüneburger Heide“ der Reederei Jürgen Wilcke vom Anleger Lauenburg zum Schiffshebewerk Scharnebeck. Dort werden mittels zweier Tröge die Schiffe wie in einem Aufzug befördert und überwinden so einen Höhenunterschied von 38 Metern. An Bord werden Kaffee und Kuchen serviert. Die SPD-Abgeordneten aus Bundestag, Landtag und Kreistag sind eingeladen, um während der Fahrt aus ihren Gremien zu berichten. Der Preis inkl. Kaffeegedeck beträgt 25 Euro und ist an Bord zu entrichten. Um Fahrt endet um gegen 17.45 Uhr wieder in Lauenburg. Die AG 60plus freut sich über Anmeldungen bis zum 17. Juli unter angela_hoff@web.de.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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