Foto: W. Reichenbächer
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"Turbo zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten": Jobcenter-Geschäftsführerin besucht lauenburgische Betriebe, die eingestellt haben

 

(LOZ). Immer mehr Unternehmen stellen auch Menschen mit wenig Deutschkenntnissen ein. Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter können Unternehmen sowie Beschäftigte über Weiterbildungen und Zuschüsse unterstützen. Inzwischen gibt es auch im Kreis Herzogtum Lauenburg in diesem Sinne viele „Erfolgsgeschichten“.

Unter dem Titel "Turbo zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten" wurden verschiedene Maßnahmen beschlossen, um die Integration zu beschleunigen. Dieser Aktionsplan betrifft insbesondere die Arbeit in den Jobcentern. Die beispielsweise aus der Ukraine geflüchteten Menschen bringen gute Voraussetzungen mit, um erfolgreich auf dem deutschen Arbeitsmarkt anzukommen und nachhaltige Beschäftigungen zu finden. Sie verfügen vielfach über ukrainische Berufsabschlüsse und Berufserfahrung und sind relativ jung.

Vor dem Hintergrund des weiter anhaltenden Kriegsgeschehens in der Ukraine möchten etwa die Hälfte der Geflüchteten für immer oder zumindest für einige Jahre in Deutschland bleiben. Unter Geflüchteten, die nicht beabsichtigen, für immer in Deutschland zu bleiben, plant die andere Hälfte eine vollständige Rückkehr in die Ukraine, wobei hiervon viele angeben, künftig engen Kontakt nach Deutschland aufrechterhalten und zeitweise auch hier leben zu wollen.

Es geht grundsätzlich um Geflüchtete aller Nationalitäten mit einem anerkannten Schutzstatus. Diese Geflüchteten werden von den Jobcentern betreut und integriert. Die Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen ist wichtig, wenn es zum Beispiel um den Schutz von Patientinnen und Patienten geht.

In fast allen Branchen können Personen aber auch ohne formale Anerkennung Arbeitserfahrungen sammeln und sich vielleicht parallel zum Job weiterqualifizieren oder das Anerkennungsverfahren betreiben. Für Änderungen am Verfahren - wie etwa die Beschleunigung - setzt sich aktuell das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ein.

Helena Grimme, Geschäftsführerin des Jobcenters Herzogtum Lauenburg hierzu: „Der Integrationsturbo bedeutet nicht, dass Geflüchtete sofort und ohne Berücksichtigung einer vorhandenen Qualifizierung in Aushilfsjobs vermittelt werden sollen. Vielmehr bleibt der Integrationskurs grundsätzlich der erste Baustein für ein gutes Ankommen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. In relativ kurzer Zeit ist es den Integrationsfachkräften des Jobcenters Herzogtum Lauenburg gelungen, viele Menschen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern erfolgreich und dauerhaft in Arbeit oder Ausbildung zu bringen.

Den geflüchteten Menschen steht selbstverständlich offen, jederzeit in ihr Heimatland zurückzukehren. Dort können die in Deutschland gesammelten Erfahrungen und Kenntnisse auch der Ukraine zur Verfügung gestellt werden. Wichtig ist, dass wir durch einen rechtzeitigen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt eine verfestigte Arbeitslosigkeit verhindern. Auf dem Weg in eine nachhaltige Integration sind nicht nur Sprachkenntnisse entscheidend. Wichtig ist zudem Arbeitserfahrung. Ganz unabhängig von der Staatsangehörigkeit gilt grundsätzlich: Je länger ein Mensch arbeitslos ist, desto schwieriger wird der erneute Berufseinstieg. Dem wollen wir vorbeugen.“

Kurznachrichten aus der Region


Gefährliche Schneelast auf den Bäumen - Kreisverwaltung gibt Entwarnung
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hatte in der vergangenen Woche nach den heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel vor dem Betreten der Wälder gewarnt und ein teilweises Betretungsverbot für die Kreiswälder ausgesprochen. Mit Blick auf die aktuelle Witterung konnten Warnung und Verbot am Dienstag, 13. Januar, wieder aufgehoben werden. Tauwetter und Wind haben die Schneelasten von den Baumwipfeln genommen, Mitarbeitende der Kreisforsten haben die Waldwege bereits überwiegend von Hindernissen befreien können. Die Wege können wieder mit der gebotenen Vorsicht auf eigene Gefahr genutzt werden. Brennholzselbstwerber und die gewerbliche Holzabfuhr können die Wege nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern ebenfalls wieder nutzen.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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