EKSH-Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Frank Osterwald, Maria Hagemeier-Klose (Amt und Gemeinde Büchen), Ralf Monecke (Stadt Lauenburg), Anette Platz (Stadt Geesthacht), Nina Reimers (Stadt Schwarzenbek) und Minister Tobias Goldschmidt (von links) bei der Siegerehrung der „EnergieOlympiade für Kommunen“. Foto: EKSH/Henrik Matzen
Pin It

 

(LOZ). Energiewende, Mobilitätswende, Wärmewende: Die Herausforderungen der kommenden Jahre sind gigantisch. Nicht zuletzt tragen die Kommunen eine große Verantwortung für eine gelungene Umsetzung und Transformation. Schon lange gibt es Vorreiter-Kommunen, die dies erkannt haben und entsprechend handeln. Die „EnergieOlympiade für Kommunen“ in Schleswig-Holstein zeichnet durch die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) seit 2007 die besten kommunalen Energieprojekte aus.

Die aktuelle Wettbewerbsrunde ist vor wenigen Tagen mit der Preisverleihung in Rendsburg zu Ende gegangen. Gemeinsam mit EKSH-Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing Frank Osterwald überreichte der Energiwendeminister des Landes, Tobias Goldschmidt, die Preise. Unter den Geehrten war diesmal auch die Steuerungsgruppe „Nachhaltiges Mobilitätskonzept“ in der Region Sachsenwald-Elbe mit den Ämtern Büchen, Hohe Elbgeest und Schwarzenbek-Land sowie den Städten Geesthacht, Lauenburg mit dem Amt Lütau und Schwarzenbek. Für den zweiten Platz in der Kategorie Mobilität gab es insgesamt 10.000 Euro Preisgeld. Die Steuerungsgruppe wird sich noch überlegen, für welche Maßnahme oder Projekt das Geld eingesetzt werden soll.

Die sieben Ämter und Städte der Region Sachsenwald-Elbe haben in einem Kooperationsprojekt die gemeinsame Erarbeitung eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts realisiert. Mobilität und deren nachhaltige Gestaltung sowie gute Erreichbarkeit sind wichtige Standortfaktoren für die Städte und Gemeinden, für regionsansässige Unternehmen und die gesamte Bevölkerung. Die Mobilitätsangebote und die Möglichkeiten für eine nachhaltige Mobilität beeinflussen wesentlich die Lebensqualität in der Region. Nachhaltige Mobilität ist ein unverzichtbarer Baustein der kommunalen und individuellen Klimaschutzaktivitäten, aber gerade in ländlichen Regionen auch eine große Herausforderung. Die Ämter Büchen, Hohe Elbgeest und Schwarzenbek-Land sowie die Städte Geesthacht, Lauenburg mit dem Amt Lütau und Schwarzenbek hatten daher beim Lübecker Verkehrsplanungsbüro urbanus ein Konzept für nachhaltige Mobilität beauftragt.

Das nachhaltige Mobilitätskonzept zeigt Wege auf, wie in der Region eine Verkehrsverlagerung vom motorisierten Individualverkehr auf umweltfreundliche Verkehrsmittel einhergehend mit der Stärkung des ÖPNV und des Rad- und Fußverkehrs gelingen kann. Weiterhin beinhaltet es regionale Mobilitätsverknüpfungen und beachtet die unterschiedlichen Mobilitätsansprüche zwischen Stadt und dem ländlichen Raum. Zentrale Themen des Konzepts sind unter anderem das Radwegenetz und die Radwegeinfrastruktur, Bike- und Carsharing, E-Mobilität, Öffentlicher Personennahverkehr und Mobilitätsstationen sowie Knotenpunkte des ÖPNV. Auch auf Öffentlichkeitsarbeit, Service und Kommunikation wird im Konzept Wert gelegt.

Das Konzept zeigt Karten zum Ausbau der Infrastruktur und der Verbindungen zur Stärkung nachhaltiger Mobilität und eröffnet einen Maßnahmenkatalog für die Region und die beteiligten Kommunen. Damit wird das Konzept die Basis für zukunftsorientierte Mobilität in der Region Sachsenwald-Elbe. Ziel ist, mit einem guten Angebot auch langfristig Nachfrage für nachhaltige Mobilitätsangebote zu schaffen. Darauf aufbauend wurden Strategien und konkrete Maßnahmen entwickelt, wie die Mobilität in der Region nachhaltig und klimafreundlich gestaltet werden kann.

Erste Umsetzungen aus den Plänen des „Nachhaltigen Mobilitätskonzeptes“ hat es in den vergangenen Monaten in den Ämtern und Gemeinden schon gegeben.

Im Amt Hohe Elbgeest wurden folgende Dinge umgesetzt bzw. sind in Planung:

  • In Wohltorf ist eine Bike+Ride-Anlage geplant
  • In Dassendorf und Börnsen wurden an diversen Stellen Fahrradbügel errichtet und an drei Standorten noch zusätzlich überdacht
  • In Escheburg soll an einer Bushaltestelle ein Fahrradschuppen gebaut werden
  • Zwischen Wiershop und Kollow ist ein Fahrradweg entlang der Landstraße in Planung
  • In fünf Gemeinden wurden bereits öffentliche Ladesäulen errichtet, die demnächst in Betrieb genommen werden

 

Das Amt Büchen und die Gemeinde Büchen hat folgende Dinge umgesetzt bzw. sind in Planung:

  • Radwegsanierung und -verbreiterung innerhalb Büchens
  • Neubau Radweg zwischen Büchen und Schulendorf zur Verbesserung der Gemeindeverbindungen
  • E-Ladeinfrastruktur und E-Fuhrpark
  • Radabstellanlagen (B+R ist umgesetzt), am Schulzentrum ist Erweiterung beauftragt und in Planung
  • Aufbau Fahrradservicestationen und Fahrradladeinfrastruktur teilweise umgesetzt, teilweise in konkreter Planung (Förderantrag wird noch gestellt)
  • Optimierung der Buslinien (Einbindung Neubaugebiet, P+R etc.) umgesetzt und Optimierung der Bushaltestellen (Barrierefreiheit, Fahrradabstellanlagen)

 

In der Stadt Lauenburg und im Amt Lütau wurden folgende Dinge umgesetzt bzw. sind in Planung:

  • Angebotserweiterung auf beiden Bahnstrecken: Mit dem Fahrplanwechsel Anfang Dez. 2022 verkehren Züge auch spät abends bis 1.15 Uhr zwischen Lübeck und Lüneburg (Büchen-Lauenburg)
  • Stärkung des Bus-Grundnetzes: In Lauenburg wurde das Stadtbusangebot erweitert, auch auf sonntags
  • Optimierung und Weiterentwicklung des Tarifsystems: In Lauenburg wurde ein Stadtbustarif eingeführt, der deutlich günstiger ist (1,77 € mit HVV-App)
  • Es ist eine neue Vergabe eines Radverkehrskonzeptes in Planung.
  • Auf der Berliner Straße im Innenstadtbereich von Lauenburg wurde ein Fahrradschutzstreifen eingerichtet
  • In Lauenburg wurden über 30 neue Fahrradbügel neu angebracht. Neubau und Erweiterung einer neuen Fahrradabstellanlage am Bhf. Lauenburg mit 40 Stellplätzen, Up-Cycling der alten Fahrradstation zu neuen Bushaltestellen, Installation von Reparaturstationen und Bau von einer Schließfachanlage mit Lademöglichkeit für Pedelecs/E-Bikes sowie Gepäckablage. Am ZOB ist ebenfalls eine Fahrradreparaturstation installiert worden
  • Weitere Ladestationen für Elektro-PKW sind in Planung. Ferner wurde eine Ladeinfrastruktur für den elektrischen, automatischen Tabula-Shuttle am ZOB bei den Versorgungsbetrieben Elbe bereitgestellt
  • Aufbau eines Fahrradverleihsystems / Bike-Sharing: Im Elbschifffahrtsmuseum gibt es E-Bikes auszuleihen, was rege in Anspruch genommen wird. Ferner ist ein Lastenrad für Lauenburg für Kunden des Einzelhandels geplant

 

Die Stadt Schwarzenbek hat folgende Dinge umgesetzt bzw. sind in Planung:

  • Seit Dezember 2022 wird der komplette Stadtverkehr mit emissionsfreien Elektrobussen durchgeführt
  • Förderung für ein Radverkehrskonzept ist beantragt
  • Akquise zur Sponsorensuche zur Realisierung eines CarSharing Konzeptes hat begonnen
  • zwei neue Fahrradservicestationen wurden errichtet
  • Ein innerstädtisches Mobilitätskonzept soll ebenfalls beantragt werden

 

Die Stadt Geesthacht hat folgende Dinge umgesetzt bzw. sind in Planung:

  • Radstation am ZOB in Planung (Ausschreibung für Planungsleistung ist vorbereitet)
  • Städtischer E-Fuhrpark wird steig erweitert
  • 6 Fahrradservicesäulen im Stadtgebiet sind installiert
  • Einrichtung einer weiteren Fahrradstraße
  • Ampel mit fahrradgerechter Schaltung am Ende der Fahrradstraße
  • Einrichtung Fahrradschutzstreifen in Tesperhude

 

Unter https://www.geesthacht.de/Aktuelles/Nachhaltiges-Mobilitätskonzept/ können sich Interessierte den Abschlussbericht und die sogenannten Maßnahmensteckbriefe der verschiedenen Gebiete wie ÖPNV, Infrastruktur neue Technologien in der Mobilität usw. anschauen und herunterladen oder auch einen Blick auf die Pendlerströme im Gebiet werfen.

Kurznachrichten Geesthacht

 


Verkehrsbehinderungen an der Norderstraße
Verkehrsteilnehmende müssen sich auf Behinderungen an der Geesthachter Norderstraße einstellen. Für Arbeiten an einem Stromanschluss werden in der Zeit vom 15. Dezember bis voraussichtlich 24. Dezember auf Höhe der Hausnummer 10 zeitweise Absperrungen im Bereich des Gehwegs und der Fahrbahn notwendig.


Sprechstunde der Geesthachter Behindertenbeauftragten
Heike Lehmann, Geesthachts Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, geht in die Weihnachtsferien. Vom 22. Dezember bis zum 2. Januar finden darum keine Sprechstunden statt. Die nächste Sprechstunde ist dann für Donnerstag, 8. Januar 2026, vorgesehen. Heike Lehmann bietet regelmäßig an jedem 1. Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr und an jedem letzten Dienstag im Monat von 11 bis 13 Uhr in den Räumen am Markt 5 bis 7 ihre offene Sprechstunde an. Menschen mit Handicap können sich in dieser Zeit mit Fragen und Anliegen bei ihr melden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Beratungsräume sind barrierefrei, die Beratung ist kostenfrei. Grundsätzlich ist Heike Lehmann telefonisch unter 0151-252 628 98 sowie per Email unter kontakt@geesthacht-beauftragter.de erreichbar.


Verkehrsbehinderungen in Geesthacht
Verkehrsteilnehmende müssen sich auf Behinderungen an der Berliner Straße in Geesthacht einstellen. Aufgrund von Pflege- und Fällarbeiten an mehreren Bäumen werden in der Zeit vom 15. bis zum 18. Dezember jeweils zwischen 9.30 Uhr und 15 Uhr im Rahmen von Tagesbaustellen temporär der Gehweg und die Fahrbahn gesperrt.


 Alkohol- und Drogenberatung
Die Alkohol- und Drogenberatung teilt mit, dass ab sofort die offenen Sprechstunden wieder stattfinden. Diese finden statt: dienstags von 16 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 11 Uhr, Markt 3 in Geesthacht und montags von 15 bis 17 Uhr, Mühlenweg 17 in Lauenburg. Zur Vermeidung von Wartezeiten wird um eine kurze telefonische Anmeldung unter 04152 / 791 48 gebeten.


Unterstützen Sie mit einer freiwilligen Spende den Journalismus vor Ort, der ohne Konzernvorgaben aus der Region für die Region berichtet. Mit der Spende helfen Sie uns, Sie weiterhin kostenlos mit Nachrichten zu versorgen. Der freiwillige Betrag ist ab einem Euro in ganzen Eurobeträgen frei wählbar. Eine Spendenquittung kann leider nicht ausgestellt werden. Für die Spende ist ein PayPal-Konto notwendig. Vielen Dank! Ihre LOZ-News

Betrag
 EUR
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.