Übergabe der neuen DRK-Rettungswache in Ratzeburg

Schlüsselübergabe für die neue Rettungswache beim DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg: (v.li.) Kreistagsabgeordneter Norbert Brackmann, Kreispräsident Meinhard Füllner, Dr. Andreas Schmid, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des DRK-Krankenhaus, Landrat Dr. Christoph Mager, Architekt Werner Grage sowie HLR-Leiter Kai Steffens. Foto: hfr
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Ratzeburg (LOZ). Gestern, am 15. Dezember, konnte auf dem Gelände des DRK-Krankenhauses Mölln-Ratzeburg die neue Rettungswache offiziell und unter strenger Einhaltung der 2G+ Regel eingeweiht werden. Das rund 1,5 Millionen Euro teure Gebäude wurde innerhalb von 16 Monate unter Beteiligung zahlreicher lokaler Handwerksbetriebe fertiggestellt. Die Refinanzierung erfolgt durch die Vermietung des Gebäudes an den Kreis Herzogtum Lauenburg über eine Laufzeit von 20 Jahren.

„In diesen Zeiten bekommen Verlässlichkeit, Partnerschaft, Zuversicht und die Hoffnung auf Rettung einen besonderen Stellenwert. Daher freue ich mich umso mehr, heute als Eigentümer und Bauherr die neue Rettungswache am DRK-Krankenhaus an den Träger des Rettungsdienstes, den Kreis Herzogtum Lauenburg, übergeben zu dürfen“, erklärte Dr. Andreas Schmid, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg in seiner Ansprache vor rund 30 Gästen und Mitarbeitern. Zu den Anwesenden zählten unter anderem Kreispräsident Meinhard Füllner, Landrat Dr. Christoph Mager, Kreistagsabgeordneter Norbert Brackmann, Möllns Bürgermeister Jan Wiegels, der Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Peter Timmermanns und der Betriebsleiter des DRK-Rettungsdiensts Jan Frederik Schlie.

Eine nicht mehr zeitgemäße und vor allem getrennte Unterbringung von Personal und Fahrzeugen machten den Bau der Rettungswache notwendig. Ab sofort kommen in dem neuen Gebäude auf rund 380 Quadratmetern je ein Rettungs- und ein Notarztwagen unter. Dazu gibt es fünf Bereitschaftszimmer, ein Umkleidezimmer sowie Gemeinschaftsräume.

Allen Widrigkeiten zum Trotz konnte die neue Rettungswache nach ersten Baumaßnahmen nahezu zeitgerecht fertiggestellt und der Kostenrahmen eingehalten werden. Dr. Schmid: „Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei allen bedanken, welche es ermöglicht haben, diesen Kraftakt in schwieriger Zeit umzusetzen.“

Weitere Worte des Dankes richtete Dr. Schmid an alle Einsatzkräfte, Notärztinnen und -ärzte besonders auch im Namen der Menschen in der Region, „für ihren nicht nachlassenden Eifer, ihren Einsatzwillen und ihre vorbildliche Pflichtauffassung trotz der zum Teil widrigen Umstände“. Das DRK lege einen großen Teil seiner organisatorischen Anstrengungen in genau diese zuverlässige Sicherstellung des Rettungsdienstes, was ohne die Unterstützung der sich hier in den Rettungsdienst mit einbringenden Organisationen DLRG, ASB und PROmedica nicht möglich wäre. „Und die Notärzteversorgung im Kreis hätte ohne die erhebliche Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen des Notärztevereins, vertreten durch Herrn Dr. Richard und der Notarztbörse, vertreten durch Herrn Dr. Krönke nicht sichergestellt werden können. Daher danke ich ausdrücklich auch allen ‚externen Funktionsträgern‘ im Rettungsdienst und in der Notärzteversorgung für den unermüdlichen und zuverlässigen Einsatz“, so Dr. Andreas Schmid weiter.

Das komplexe Hilfeleistungssystem des DRK beginne allerdings bereits vor dem Notfall. Dr. Schmid lobte an dieser Stelle die Breitenausbildung durch das DRK. Der beste Rettungsdienst funktioniere nur eingeschränkt, wenn das Intervall zwischen dem Erkennen eines Notfalls und dem Eintreffen der Helfer nicht geschult überbrückt werden könne. Schmid: „Ersthelfer und deren Ausbildung sind also eminent wichtig.“ Die Ausbildungszahlen des DRK Kreisverbandes und seiner zahlreichen Ortsverbände sind diesbezüglich vorbildlich: In den Vor-Corona-Jahren 2018 und 2019 konnten alleine die DRK-Ersthelferkurse des DRK-Kreisverbands 5.117 beziehungsweise 5.580 Teilnehmer verzeichnen, also fast 10.700 Kursteilnehmer in 24 Monaten, das sind fast 450 Teilnehmer pro Monat.

„Die Durchführung des Rettungsdienstes geht am 1. Januar 2022 an die HLR (Herzogtum Lauenburg Rettungsdienstgesellschaft mbH) über. Ebenso endet ab diesem Zeitpunkt die Verantwortlichkeit des DRK-Kreisverbandes Herzogtum-Lauenburg beziehungsweise des DRK-Krankenhauses Mölln-Ratzeburg für die Besetzung der Notarztdienste an den Standorten Mölln und Ratzeburg. Diese wird dann durch Notärzte des UKSH-HL übernommen und sichergestellt. Wir wünschen den neuen Funktionsträgern im Rettungsdienst des Kreises Herzogtum Lauenburg für ihre schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg“, sagte Dr. Andreas Schmid abschließend.

Hintergrund

Der DRK-Rettungsdienst kann im Kreis Herzogtum-Lauenburg auf eine lange Tradition zurückblicken. Seit 1946, also seit 75 Jahren, wurde der Rettungsdienst im Kreisgebiet durch das DRK aufgebaut und schrittweise quantitativ wie qualitativ den Bedürfnissen der Notfallversorgung angepasst. So war der DRK-Rettungsdienst im Kreis Herzogtum-Lauenburg 2008 einer der ersten in Deutschland, welcher komplett, und seitdem jährlich, nach der jeweils aktuellen DIN-EN-ISO zertifiziert wurde.

Die Besetzungszuverlässigkeit der RW Ratzeburg liegt bei nahezu 100 Prozent, es sind bislang keine Fahrzeugausfälle festgestellt worden. Die Fahrzeuge sind 365 Tage im Jahr umfassend besetzt, und das hat sich selbst zu Coronazeiten nicht geändert. Auch insgesamt gibt es im Rettungsdienst im Herzogtum Lauenburg fast keine Ausfallzeiten von Fahrzeugen.


Neben einem Notarztwagen findet ab sofort auch ein Rettungswagen ausreichend Platz in dem neuen Gebäude. Foto: hfr

Kurznachrichten Ratzeburg


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