Grove (LOZ). Der Bundestagsabgeordnete Henri Schmidt (CDU) hat den Betrieb der Berling Grove GbR besucht. Gemeinsam mit Landwirt Eike Berling, Gesellschafter Franz-Otto Berling sowie weiteren Angehörigen und Mitarbeitern stand der Austausch über die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft im Mittelpunkt.
Im Gespräch ging es um betriebswirtschaftliche Fragen wie die Fruchtfolgeregelung, um bürokratische Belastungen durch das EndoSH-Verfahren, um standortspezifische Schwierigkeiten beim Maisanbau sowie um die Zukunft der Biogasanlage Grove GmbH & Co. KG nach dem Auslaufen der EEG-Förderung im Jahr 2030.
"Unsere Landwirte brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, damit sie wirtschaftlich arbeiten können, ohne von immer neuen Auflagen erdrückt zu werden. Wer regionale Wertschöpfung, sichere Lebensmittel und Energie aus heimischen Quellen will, muss die Landwirtschaft stärken, statt sie durch immer neue Vorschriften zu schwächen. Mein Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass landwirtschaftliche Betriebe wie der von Familie Berling eine echte Zukunftsperspektive haben - für die Menschen, die hier arbeiten und für die ganze Region", betonte Henri Schmidt während des Besuchs.
Eike Berling machte deutlich, dass viele Vorgaben praxisfern sind: "Die Anhebung des Maisdeckels auf 65 Prozent würde uns Landwirten die nötige Flexibilität geben, unsere Biogasanlagen effizienter zu betreiben. Statt starre Vorgaben erfüllen zu müssen, könnten wir regional passende Anbauentscheidungen treffen. Wir Landwirte brauchen weniger Bürokratie und mehr Vertrauen in unsere Arbeit. Statt ständig am Schreibtisch Formulare auszufüllen, sollten wir wieder mehr Zeit auf dem Feld verbringen dürfen - dort, wo unsere eigentliche Verantwortung liegt."
Der Besuch zeigte: Landwirtschaftliche Betriebe wie die Berlings tragen wesentlich zur regionalen Versorgung, zur Pflege der Kulturlandschaft und zur Energiewende bei. Doch sie brauchen Planungssicherheit und realistische Rahmenbedingungen, um diese Aufgaben auch in Zukunft erfüllen zu können.