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Brückensperrung Geesthacht verdeutlicht Infrastrukturdefizite in der Region

 

Geesthacht (LOZ). Die Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, Lars Schöning, der IHK Lüneburg-Wolfsburg, Michael Zeinert, und der Handelskammer Hamburg, Dr. Malte Heyne, fordern den Planungsstart für die A 21 über die Elbe und kritisieren die aktuelle Sperrung der B 404 Elbbrücke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht:

„Die teilweise Brückensperrung in Geesthacht ist eine Hiobsbotschaft für die regionale Wirtschaft und für den überregionalen Güterverkehr. Die jetzt notwendigen Umwege belasten die Ausweichrouten rund um Hamburg, kosten die Unternehmen Zeit und Geld und verdeutlichen den Investitionsbedarf in unsere Verkehrsinfrastruktur. Mit Geesthacht, Lauenburg und den Elbbrücken der A 1 sind gleich vier Elbquerungen in der Region marode und müssen mittelfristig ersetzt werden. Wir fordern deshalb den unmittelbaren Planungsstart für die A 21 mit einer neuen Brücke über die Elbe.“

Die drei Handelskammern betonen gemeinsam die übergeordnete Bedeutung leistungsfähiger Elbquerungen für die Wirtschaft in der Region. Sie verweisen zudem darauf, dass der Ausbau der B 404 zur A 21 zwischen Kiel und Schwarzenbek immer weiter voranschreitet. Für den südlichen Abschnitt von Schwarzenbek über die Elbe bis Handorf wurden die Planungen bislang jedoch nicht aufgenommen.

Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck: „Der Ausbau der B 404 zur A 21 mitsamt neuer Elbbrücke steht im Weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans mit Planungsrecht. Die Planungen könnten also morgen beginnen. Es scheitert jedoch an den personellen und finanziellen Ressourcen der Autobahn GmbH für dieses Projekt. Wir fordern die Politik auf, die Autobahn GmbH entsprechend auszustatten, um die A 21 auch im südlichen Abschnitt voranzubringen.“

Dr. Malte Heyne, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg: „Die A 21 würde zusammen mit dem Lückenschluss der A 39 eine leistungsfähige Ostumfahrung Hamburgs ermöglichen. Das entlastet die Straßen rund um Hamburg und verbessert den Verkehrsfluss. Auch für die zusätzlichen Verkehre, die durch die geplante Fehmarnbeltquerung aus Skandinavien erwartet werden, ist die A 21 dringend nötig. Die A 21 und die A 39 sind zentrale Projekte, um die Metropolregion Hamburg mit der Wachstumsregion Kopenhagen-Malmö-Göteborg zu vernetzen.“

Darüber hinaus betonen die Handelskammern, dass der Ausbau der B 404 zur A 21 unter Errichtung einer neuen Brücke die Zuständigkeit für die Elbquerung zudem in nur noch eine verantwortliche Hand geben könnte. Während die B 404 Elbquerung heute mit ihren drei Brückenbauwerken in der Verantwortung von Niedersächsischer Straßenbaubehörde (NLStBV), Schleswig-Holsteinischem Landesbaubetrieb (LBV.SH) und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) liegt, könnte sich in Zukunft allein die Autobahn GmbH verantwortlich zeichnen. Der im Zuge der in 2021 und 2022 geplanten Sperrungen deutlich gewordene Abstimmungsbedarf würde entscheidend reduziert.

Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg: „Der Weiterbau der A21 löst viele Verkehrsprobleme in der Metropolregion Hamburg. Wir alle wissen, dass die Lauenburger Elbbrücke keine echte Alternative ist. Allein schon, weil diese ebenfalls neu errichtet werden muss. Auf der A 1 wird ab Freitag, den 22. April 2022 zusätzlich eine Streckensanierung durchgeführt. Die aufgezeigten Alternativen sind also keine leistungsfähigen Verkehrswege. Für die Zukunft kann einzig und allein eine durchgezogene A 21 von Schwarzenbek bis Handorf Abhilfe leisten.“

Kurznachrichten Geesthacht

 


Verkehrsbehinderungen an der Norderstraße
Verkehrsteilnehmende müssen sich auf Behinderungen an der Geesthachter Norderstraße einstellen. Für Arbeiten an einem Stromanschluss werden in der Zeit vom 15. Dezember bis voraussichtlich 24. Dezember auf Höhe der Hausnummer 10 zeitweise Absperrungen im Bereich des Gehwegs und der Fahrbahn notwendig.


Sprechstunde der Geesthachter Behindertenbeauftragten
Heike Lehmann, Geesthachts Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, geht in die Weihnachtsferien. Vom 22. Dezember bis zum 2. Januar finden darum keine Sprechstunden statt. Die nächste Sprechstunde ist dann für Donnerstag, 8. Januar 2026, vorgesehen. Heike Lehmann bietet regelmäßig an jedem 1. Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr und an jedem letzten Dienstag im Monat von 11 bis 13 Uhr in den Räumen am Markt 5 bis 7 ihre offene Sprechstunde an. Menschen mit Handicap können sich in dieser Zeit mit Fragen und Anliegen bei ihr melden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Beratungsräume sind barrierefrei, die Beratung ist kostenfrei. Grundsätzlich ist Heike Lehmann telefonisch unter 0151-252 628 98 sowie per Email unter kontakt@geesthacht-beauftragter.de erreichbar.


Verkehrsbehinderungen in Geesthacht
Verkehrsteilnehmende müssen sich auf Behinderungen an der Berliner Straße in Geesthacht einstellen. Aufgrund von Pflege- und Fällarbeiten an mehreren Bäumen werden in der Zeit vom 15. bis zum 18. Dezember jeweils zwischen 9.30 Uhr und 15 Uhr im Rahmen von Tagesbaustellen temporär der Gehweg und die Fahrbahn gesperrt.


 Alkohol- und Drogenberatung
Die Alkohol- und Drogenberatung teilt mit, dass ab sofort die offenen Sprechstunden wieder stattfinden. Diese finden statt: dienstags von 16 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 11 Uhr, Markt 3 in Geesthacht und montags von 15 bis 17 Uhr, Mühlenweg 17 in Lauenburg. Zur Vermeidung von Wartezeiten wird um eine kurze telefonische Anmeldung unter 04152 / 791 48 gebeten.


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