Foto: W. Reichenbächer
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Lauenburg (LOZ). Die Fernreise der Lauenburger Senioren schien unter einen unglücklichen Stern zu stehen. Der Reiseleiter Herbert Güttler fiel wegen Krankheit aus. Der Arzt hatte ihm aus gesundheitlichen Gründen Zurückhaltung empfohlen. Die ganze Reise mit 32 Teilnehmern stornieren? Kam nicht in Frage. Die Enttäuschung wäre zu groß gewesen.

Die Reiseleitung wurde delegiert: Renate Dieckvoß, ohnehin Mitglied des Seniorenbeirats in Lauenburg und einzige Frauen in einem Männer-Quintett, wurde in die Verantwortung genommen und führte diese Reisegesellschaft bis in das angesteuerte Altmühltal. Nun haben die Reisenden zunächst den Kopf geschüttelt. Altmühltal, wo ist das? Bis ihnen die alte Schulweisheit einfiel: „Altmühl. Naab und Regen, fließen ihr entgegen. Natürlich der Donau und dort mit Städten wie Regensburg oder Eichstädt.

Nun ist die Altmühl-Region eine der bekanntesten deutschen Kulturlandschaften, wo sich Urgetier getummelt, die Römer ihren Kampf gegen die Germanen geführt und schließlich in der beginnenden Neuzeit Lutheraner ihre Religionskämpfe gegen die Katholiken geführt haben. Alles nachzulesen oder zu erleben, aber auch Senioren haben nur einen Kopf und ein beschränktes Aufnahmevermögen.

Also: in der Beschränkung liegt das Glück der Senioren und Busfahrer Thorsten wusste genau, wohin er seine Lauenburger Senioren vom Stammquartier in Bellingries führen musste. Sehenswürdigkeiten wurden häppchenweise verabreicht. Für das Gefühl und die Seele gab es die Klosteranlage Welkenburg, für das Gemüt und die Augen eine Dampferfahrt zum Donau-Durchbruch bis Kehlheim und schließlich zum Staunen der Besuch einer Falknerei mit Greifvogel-Demonstrationen.

Anton führte seine Begleitmannschaft durch die fränkische Seenplatte und ließ sie an einer weiteren Bootstour über den Brombach-Stausee teilhaben und besuchte schließlich mit ihnen die Universitätsstadt Eichstädt, die gilt als barockes Juwel mit ihren Kirchen, Klöstern und prachtvollen Residenzen. Aber es gibt noch Steigerungen. Eine weitere Fahrt führte die Lauenburger durch das obere Altmühltal bis nach Regensburg mit Stadtrundfahrt und Besuch des bekannten Regensburger Doms, der neben dem Kölner zu den bedeutendsten gotischen Kirchenbauten zählt. Aber am Ende dieser Tour gab es noch etwas Zucker für das Gemüt: die Lauenburger duften noch an einem schönen Orgel-Konzert in dieser prachtvollen Umgebung teilnehmen.

Kurznachrichten Lauenburg


Sperrung Straßenbrücke Basedow-Lanze über den Elbe-Lübeck-Kanal
Die Straßenbrücke von Basedow nach Lanze über den Elbe-Lübeck-Kanal wird abgerissen und anschließend neu gebaut. Die vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt beauftragten Arbeiten sollten am 5. Januar starten. Witterungsbedingt wurde der Beginn der Arbeiten auf den 13. Januar verschoben. Die Arbeiten dauern bis voraussichtlich Sommer 2027, so dass eine Überquerung des Kanals an dieser Stelle nicht möglich sein wird. Dieses gilt auch für Fußgänger und Radfahrer. Von der Sperrung betroffen ist auch der Geh- und Radweg entlang des Kanals. Eine Umleitung wird ausgeschildert.


Demenzberatung
Die Koordinierungsstelle Demenz bietet in Lauenburg einmal monatlich Demenzberatung an. Fragen rund um das Thema werden mit viel Zeit besprochen. An jedem 4. Donnerstag im Monat von 15 bis 18 Uhr können sich Angehörige und Menschen mit Gedächtnisproblemen im Fürstengarten 29 (Erdgeschoss) individuell, unabhängig und kostenfrei beraten lassen. Um Anmeldung wird gebeten, es gelten die aktuellen Regeln. Weitere Infos: Barbara Hergert, Koordinierungsstelle Demenz, Telefon 04542 / 83 84 670, info@koordinierungsstelle-demenz.de


Beratung des Pflegestützpunktes
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Haus der Begegnung, Fürstengarten 29, von 9-12 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege an. Der Zugang ist derzeit nur über die Schmiedestraße möglich. Nadine Fauck vom Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Aufgrund der aktuellen Lage sind persönliche Beratungen vor Ort nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab und unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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