Vortrag über den Umgang mit der Reichsgründung

Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I in Kiel. Foto: creative commons (Matthias Süßen)
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Mölln (LOZ). In seinem Vortrag unternimmt Prof. Dr. Ulrich Lappenküper (Friedrichsruh/Hamburg) den Versuch, den Umgang der Deutschen mit Reich und Reichsgründung in einem zeitlichen Bogen von 1871 bis heute zu beleuchten. Die kostenlose Veranstaltung findet am Dienstag, 9. November, um 19.30 Uhr im Stadthauptmannshof (Hauptstr. 150) statt.

„Gedenktage kommen mitunter nicht nur ungerufen, sondern auch ungelegen“. So äußerte sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Anfang 2021 in einer Rede zum 150. Jahrestag der Gründung des Deutschen Reichs. Kein Zweifel: Das Kaiserreich hat in weiten Teilen der Öffentlichkeit keinen guten Ruf. Es sei eine „Kriegsgeburt“ gewesen, heißt es in Büchern, Feuilletons und TV-Dokumentationen. Nur „ein kurzer Weg“ habe von der Gründung 1871 zum katastrophalen Ende 1918 geführt, und auch danach habe das Erbe unheilvoll weitergewirkt. Stimmen all diese kritischen Beteuerungen?

Welche Rolle spielte der als Reich geschaffene Nationalstaat für die historische und politische Selbstverständigung der Deutschen? Welche Bedeutung kam der Tatsache zu, dass das Einigungswerk von 1871 in verändertem Gewande 1990 wiedererstand? Und wie sollten wir heute mit dem Erbe von 1871 umgehen?

Der Referent ist Geschäftsführer der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh. Anmeldung unter Telefon 04542 / 870 00 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ist erforderlich.

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