Philip Graffam, Propst im Herzogtum Lauenburg. Foto: Oliver Beck
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Propst Philip Graffam stellt neue Struktur vor - Start am 1. September

Ratzeburg (bm). Die Kirchenregion Ratzeburger Land geht neue Wege in der Organisation ihrer pfarramtlichen Arbeit: Zum 1. September wird offiziell ein neuer Pfarrsprengel gegründet. Mehrere Kirchengemeinden der Region schließen sich zusammen, um Pfarrstellen künftig gemeinsam zu tragen und seelsorgerliche Verantwortung zu teilen.

„Mit dem Pfarrsprengel schaffen wir eine rechtlich klare und zugleich geistlich verbindende Struktur“, erklärt Philip Graffam, Propst im Herzogtum Lauenburg. „Die Herausforderungen an Kirche und Pfarrdienst verändern sich – mit dem Sprengel können wir tragfähige Lösungen entwickeln, die auf Zusammenarbeit setzen und gleichzeitig die Identität der einzelnen Gemeinden bewahren.“

Was ist ein Pfarrsprengel?

Rechtlich gesehen bedeutet ein Pfarrsprengel: Mehrere Kirchengemeinden teilen sich eine oder mehrere Pfarrstellen. Die Stellen gehören dann nicht mehr den einzelnen Gemeinden, sondern dem Pfarrsprengel als gemeinsamer Struktur.

„Für die Gemeinden vor Ort ändert sich dadurch nichts an ihrer Eigenständigkeit“, betont Propst Graffam. „Sie bleiben Körperschaften des öffentlichen Rechts mit eigenem Kirchengemeinderat, eigener Verwaltung und Haushaltsführung.“

Wenn über gemeinsame Themen entschieden werden muss – etwa über Personal oder regionale Aufgaben – kommen die Kirchengemeinderäte zu gemeinsamer Beratung und Beschlussfassung zusammen. Ein ähnliches Modell existiert bereits erfolgreich im Mariensprengel. In Lübecks Osten gibt es seit Anfang 2025 einen Pfarrsprengel.

Die Besetzung der Pfarrstellen

Mit der Gründung des Pfarrsprengels „Kirchenregion Ratzeburger Land“ wird auch die Besetzung der sechs Pfarrstellen geregelt:

1. Pfarrstelle: Pastorin Britta Sandler, zugeordnet dem Kirchengemeinderat St. Georgsberg. Wohn- und Dienstsitz: St. Georgsberg.

2. Pfarrstelle: Pastorin Wiebke Keller, zugeordnet dem Kirchengemeinderat St. Petri Ratzeburg. Wohn- und Dienstsitz: St. Petri.

3. Pfarrstelle: Domprobst Alexander Uhlig, zugeordnet der Domkirchengemeinde Ratzeburg und – nach der Ruhesetzung von Pastor Wolfgang Rogge – zusätzlich dem Kirchengemeinderat Ziethen. Wohn- und Dienstsitz: Domkirchengemeinde.

4. Pfarrstelle: Pastorin Michaela Ehrich, zugeordnet dem Kirchengemeinderat Seedorf-Mustin. Dienstsitz: Seedorf-Mustin.

5. Pfarrstelle (50 %): Pastorin Sophie Hobert, zugeordnet dem Kirchengemeinderat Sterley. Wohn- und Dienstsitz: Sterley.

6. Pfarrstelle: Pastor Wolfgang Rogge, zugeordnet dem Kirchengemeinderat Ziethen. Dienstsitz: Ziethen. 

Neue Diakonenstelle besetzt

Darüber hinaus hat der Kirchenkreisrat am 21. Juli beschlossen, die neue Diakonenstelle für besondere Dienste in der Kirchenregion Ratzeburger Land mit Tanja Derlin zu besetzen. Die Stelle wurde durch die Kirchenkreissynode am 28. Juni eingerichtet. Dienstbeginn ist der 1. September 2025, die Dienst- und Fachaufsicht liegt bei der zuständigen pröpstlichen Person.

„Wir gestalten Kirche gemeinsam – mit klarem Blick für das, was uns verbindet, und mit Respekt vor der Vielfalt der Gemeinden“, fasst Propst Graffam zusammen. „Der neue Pfarrsprengel ist ein Ausdruck dieser Haltung.“

Kurznachrichten Ratzeburg


Ratzeburger Rathaus zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen
Das Ratzeburger Rathaus bleibt über die Festtage bis ins neue Jahr, vom 29. Dezember bis 2. Januar, für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen. Bürgerinnen und Bürgern wird geraten, dringende Angelegenheiten bis zum 23. Dezember zu klären. Ab dem 5. Januar ist das Rathaus wieder geöffnet. Das Team der Stadtverwaltung wünscht allen eine friedvolle Weihnachtszeit und einen entspannten Jahreswechsel.


Stadtbücherei bleibt zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen
Die Stadtbücherei Ratzeburg bleibt zwischen den Jahren vom 20. Dezember bis 1. Januar geschlossen. Eine Rückgabe der Medien über die Medienrückgabebox ist nicht möglich. Die ausgeliehenen Medien können online auf der Homepage der Stadtbücherei verlängert werden. Ab dem 2. Januar geht es dann zu den gewohnten Öffnungszeiten in ein neues, spannendes Lesejahr. Die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei wünschen all ihren Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


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